Blick ins Buch

Liebesromane

Der vergessene Wald

4,4(15)
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Über das Buch

Saskia Tilbury-Martin hat viele Wochenenden ihrer Kindheit damit verbracht, mit ihrem Vater durch den Wald zu streifen. Besonders zum Schloss Gair, einer Ruine mitten im Wald, kehrten die beiden immer wieder zurück. Jahre später, nach dem Tod des Vaters und an einem absoluten Tiefpunkt in ihrem Leben angekommen, beschließt Saskia, das Stück Land mit der alten Ruine zu kaufen und zu renovieren. Kurzerhand zieht sie mitten in den uralten Wald und wohnt während der Bauarbeiten in ihrem Tiny House auf Rädern. Der Bauleiter Owen Eliott hält nicht viel von der distanzierten Londonerin und ihrem utopischen Vorhaben. Doch die Herausforderung kommt zur rechten Zeit: Seine Ehe ist gerade zerbrochen und er braucht den Auftrag, um seiner Tochter eine Zukunft bieten zu können. Als sich Saskia und Owen immer mehr unerwartete Hindernisse in den Weg stellen, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als an einem Strang zu ziehen. Und so lernen die beiden langsam, dass der erste Eindruck nicht immer stimmt und dass Zuhause weit mehr als nur ein Ort sein kann.

Editionen (1)

ISBN9783755805403
VerlagDuMont Buchverlag
Erscheinungsdatum16.06.26
Seitenzahl352

Rezensionen & Bewertungen

15 Bewertungen

5 Rezensionen

4,4

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  • hasirasi2
    hasirasi2

    218 Follower

    3,5

    Wenn ein Traum Wurzeln schlägt „Es ist … ein ambitioniertes Projekt.“ (S. 12) – das ist noch einer der freundlicheren Kommentare, die Saskia von Bauunternehmern zu hören bekommt, wenn sie die Ruine von Schloss Gair besichtigen. Vor allem die alte Eiche mitten im Schlosshof sehen, die unbedingt erhalten werden soll, sorgt für skeptische Blicke und Ablehnung. Mit ihrem neuestem Roman entführt Sharon Gosling ihre LeserInnen ins Grenzgebiet zwischen England und Schottland zu einer romantisch verfallenen Schlossruine, eingebettet in einem verwunschen wirkenden Wald. Saskia kennt diesen Ort seit ihrer Kindheit. Es war der Lieblingsplatz ihres Vaters, eines Architekten, der stets davon träumte, das Schloss wiederaufzubauen, ohne die alte Eiche fällen zu müssen. Gemeinsam suchten sie jahrelang nach einer Lösung. Nun möchte Saskia diesen Traum endlich mit ihrem hart erkämpften Erbe verwirklichen. Doch die abgelegene Lage und der zu schützende Baum schrecken nahezu alle Baufirmen ab. Auch Owen, der letzte Bauunternehmer auf ihrer Liste, sagt erst zu, nachdem Saskia ihm einen ordentlichen Vorschuss anbietet. Für ihn ist nicht nur das Bauprojekt eine Herausforderung, sondern auch seine Auftraggeberin. Dass sie in einem Tiny House direkt neben der Ruine wohnt, hält er zunächst für einen Spleen und vermutet, sie wolle ihn ständig kontrollieren. Er findet Saskia überheblich und ihre Vorstellungen kaum umsetzbar – doch letztlich ist es ihr Geld, das sie investiert. Außerdem braucht er den Auftrag dringend, um nach dem Scheitern seiner Ehe finanziell über die Runden zu kommen und weiterhin Zeit mit seiner Tochter verbringen zu können. Als wären die Spannungen zwischen den beiden noch schon genug, sorgen protestierende Anwohner und Umweltschützer zusätzlich für Schwierigkeiten. Auch Archäologen und eine historische Gesellschaft versuchen, einen Baustopp zu erwirken. Der gemeinsame Kampf gegen diese scheinbar übermächtigen Widerstände schweißt Saskia und Owen schließlich zusammen. Doch wird ihr Traum am Ende Wirklichkeit? „Der vergessene Wald“ ist eine schöne Geschichte über (Wahl-)Heimat, das bewusste Leben im Einklang mit der Natur, sowie den Spannungsbogen zwischen Denkmalschutz, Naturschutz und persönlichen Träumen. Besonders gefallen hat mir das Geheimnis der alten Höhlen, das der Handlung eine zusätzliche mystische Note verleiht. Lediglich die ausführlichen Schilderungen der Bauarbeiten haben meinen Lesefluss gelegentlich gebremst. Ich habe selbst zehn Jahre in einer Baufirma gearbeitet und kann bestätigen, dass die geschilderten Probleme durchaus realistisch sind. Für meinen Geschmack wirkten diese Passagen jedoch stellenweise etwas zu technisch und erinnerten eher an ein Sachbuch als an einen Roman.

    6 Tage vor

  • anja._liest
    anja._liest

    331 Follower

    5,0

    Saskia kauft einen Wald mit einer alten Schlossruine. Nach einem Schicksalsschlag will sie neu anfangen. Früher hat sie mit ihrem Vater überlegt wie sie das Schloss erhalten können. Jetzt versucht sie es allein. Die meisten Menschen sind nicht sehr angetan von der Idee. Einzig Bauleiter Owen lässt sich überzeugen, die Arbeiten zu übernehmen. Auch er hatte kein ganz einfaches Leben und seine Beziehung liegt gerade in Trümmern. Durch die gemeinsame Restaurierung bauen die beiden immer weiter Vertrauen zueinander auf und unterstützen sich gegenseitig. Für mich klang dieses Buch eigentlich wie ein typischer Wohlfühlroman, doch er ist viel mehr. Die besondere Atmosphäre im Wald ist ganz wunderbar eingefangen. Lebendig werden die alten Bäume beschrieben. Da ist der Leser direkt mittendrin. Die Natur kann heilen und das macht sie hier auch. Die Protagonisten sind viel tiefgründiger als ich erwartet habe. Sie sind authentisch, entwickeln sich, haben ihre Stärken und Schwächen. Leicht und flüssig wurde geschrieben. Man ist viel zu schnell durch. Es gab sogar noch einen Handlungsstrang, der für mich ziemlich spannend war. Was hat es mit dem Erdloch um Wald auf sich? Die Dynamik zwischen Owen und Saskia mochte ich auch richtig gern. Die beiden nähern sich ganz langsam an. Das steht auch nicht im Mittelpunkt der Geschichte. Denn da geht es mehr um Heilung und was für eine Rolle die Natur da spielen kann. Für mich ein Wohlfühlroman, der mich aufgrund seiner Tiefe überrascht hat. Muss ich euch natürlich weiterempfehlen.

    2 Tage vor

  • literaturgarten
    literaturgarten

    30 Follower

    4,0

    Den Traum vom Leben in einem Tiny Haus inmitten unberührter Natur habe ich schon seit längerer Zeit. Das neue Buch der bekannten Autorin Sharon Gosling erreichte mich zu einem perfekten Zeitpunkt. Ihre WohlfühlBücher kenne ich alle und und sie bescherten mir schon viele unbeschwerte, spannende und charmante Lesestunden. Die taffe Architektin Saskia Tilbury-Martin zehrt aus ihren Lebens-Erinnerungen von den Spaziergängen im Wald mit ihren verstorbenen Vater. Ihr gemeinsamer Lieblingsort war die alte riesige Eiche in der verfallenen Schlossruine Gair , inmitten eines stillen , verzaubert wirkenden Waldes gelegen. Er hat sie behutsam und spielerisch auf den Beruf einer Architektin vorbereitet und nach einigen Schwierigkeiten in ihrer Pubertät mit Suchterkrankungen hat sie diesen Beruf perfekt verwirklichen können. Probleme mit der Beziehung zu ihrer desinteressierten Mutter spielten eine nicht unerhebliche Rolle bei dieser Erkrankung. Sie möchte sich nun mit dem ererbten Geld der Grosseltern einen Lebenstraum verwirklichen und das Schloss Gair restaurieren. Auf diesem spannenden Weg erhält sie Hilfe von ihrem Bauleiter Owen, dessen Freund Stuart und ihrer langjährigen Kindergartenfreundin Vivian. Die Autorin erzählt sympathisch und fesselnd obige Geschichte aus zwei Perspektiven. Einmal mit Saskias Empfindungen, Wünschen, Träumen und zusätzlich aus der Sicht des Bauleiters Owen, dem Vater der kleinen Hannah. Owen kämpft um seine fast gescheiterte Ehe mit Tasha, wird unterstützt von seinem Freund Stuart. Der verwunschene Wald, die uralte Eiche in der Schlossruine bieten der Autorin wunderbare Vorlagen ihre poetische Schreibweise über die Natur, liebevolle menschliche Beziehungen und natürlich auch Verfehlungen, den Leser*innen nahe zu bringen. Das Wohnen auf der Wald - Baustelle in einem selbst erbauten Tiny House gibt dem Buch einen extra romantischen Kick. Doch das Bauvorhaben läuft nicht so glatt wie erhofft und Saskia benötigt dringend Hilfe und Unterstützung, die sie auch von Owen teilweise bekommt...... Eine Leseempfehlung für dieses entspannende Wohlfühlbuch gebe ich sehr gerne. Vier **** Sterne!

    19. Juni 2026

3 von 5 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Sharon Gosling

SHARON GOSLING ist eine britische Journalistin und Autorin. ›Der vergessene Wald‹ ist nach ›Fishergirl’s Luck‹ (2022), ›Lighthouse Bookshop‹ (2023), ›Forgotten Garden‹ (2024) und ›Der alte Apfelgarten‹ (2025) ihr fünfter Roman bei DuMont. Sie lebt mit ihrer Familie im Norden von England, ihr Mann besitzt einen Buchladen.

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