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Der Untergang der "Wager"

4,3(246)
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Über das Buch

*Wochenlang auf Platz 1 der New-York-Times-Bestsellerliste
*Eines von Barack Obamas »Favorite Books of 2023«
*Auf der Longlist für den Baillie Gifford Prize für Non-Fiction 2023
*Vielfaches Buch des Jahres
*In 25 Sprachen übersetzt

»Die größte Seefahrtsgeschichte, die je erzählt wurde.« The Spectator

»Ein spannender Bericht … dramatisch und fesselnd.« The Economist

»Liest sich wie ein Thriller.« Time Magazine


Januar 1742. Ein windschiefes Segelboot strandet an der Küste Brasiliens, an Bord 30 Männer, die einzigen Überlebenden des königlichen Eroberungsschiffs »The Wager«, das in einem Sturm zerschellt ist. Sechs Monate später: Drei Schiffbrüchige werden in Chile an Land gespült und erklären die 30 Männer zu Meuterern, die skrupellos gemordet hätten … Wer lügt, wer sagt die Wahrheit? Das soll ein britisches Kriegsgericht entscheiden. Es geht um Leben oder Tod. David Grann spinnt aus dem Archivmaterial eines historischen Kriminalfalls eine packende und atmosphärisch dichte Abenteuererzählung. Schuld und Unschuld, Treue und Verrat liegen eng beieinander, und am Ende kommt eine schockierende Wahrheit zutage …

In hochwertiger Ausstattung mit Bildteilen, Karten und Lesebändchen.

Ausstattung: mit Karten und Farbbildteil

Editionen (3)

ISBN9783570105467
VerlagC.Bertelsmann
Erscheinungsdatum24.04.24
Seitenzahl432

Merkmale

1 Bewertungen

VariabelEinfachAnschaulichGlaubwürdigSpannendInformativ

Rezensionen & Bewertungen

246 Bewertungen

55 Rezensionen

4,3

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  • bea777
    bea777

    482 Follower

    4,5

    Der Untergang der Wager und das Schicksal der Besatzungsmitglieder mit eindrücklichen Worten erzählt

    David Grann hat mit einem enormen Rechercheaufwand den Untergang der Wager beschrieben. Um 1740 sticht sie mit weiteren Schiffen unter britischer Flagge in See, mit der Absicht eine spanische Galeone anzugreifen, die unsagbare Reichtümer geladen hat. Dazu musste Südamerika am Kap Horn umsegelt werden, was aufgrund der Unkenntnis von Untiefen, aber vor allem wegen unberechenbarer Witterungsbedingungen ein waghalsiges Unterfangen war. Von Beginn an steht die Mission der Wager unter keinem guten Stern. Die zwangsrekrutierten Männer sind oft in einem schlechten gesundheitlichen Zustand und die Abfahrt verzögert sich, so dass die Witterungsbedingungen auf der Südhalbkugel immer schlechter werden. Letztlich wird die Wager am Ende der Welt Schiffbruch erleiden und ein unmenschlicher Überlebenskampf beginnt, der von Tod, Leid und Meuterei begleitet wird. David Grann beschreibt mit großer Präzision von den Bedingungen auf der Wager, von den Krankheiten, die an Bord herrschten und den Herausforderungen, denen sich die Besatzung ausgesetzt sah. Er stützt sich dabei auf Tagebucheinträge der Besatzungsmitglieder und Bücher, die im Nachgang veröffentlicht wurden. Durch seine Recherchen erlebt man das Elend, spürt Hunger und Kälte, ist schockiert über das Verhalten der Menschen und kann manche Entscheidungen vielleicht auch nachvollziehen. Ich habe durch dieses Buch so viel gelernt, bspw. wie viele Begriffe aus der Seefahrt in unseren täglichen Sprachgebrauch übergegangen sind, von kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Spaniern und Briten. Sehr eindrücklich sind auch seine Schilderungen zum Verhalten gegenüber den Natives, der Arroganz mit denen ihnen trotz der eigenen aussichtslosen Situation begegnet wurde. Ein facettenreichen Buch, dass ich sehr empfehlen kann.

    Der Untergang der Wager und das Schicksal der Besatzungsmitglieder mit eindrücklichen Worten erzählt

    23. Apr. 2026

  • missphoenix
    missphoenix

    276 Follower

    4,0

    Wahres Abenteuer auf hoher See

    📚 Wenn der Traum vom weiten Meer zum Alptraum wird 📚 Als eine kleine Flotte Kriegsschiffe im Jahre 1740 von der Royal Navy auf geheime Mission geschickt wird, ahnt niemand an Bord der HMS Wager, dass ihre Fahrt grausam enden wird. Denn die durch Stürme und Krankheiten stark gebeutelte Mannschaft strandet auf einer einsamen Insel. Und während der Kapitän David Cheap krampfhaft an seiner Rolle festhält, begehrt die Mannschaft auf. Am Ende schaffen es einige wenige Überlebende zurück nach England. Doch es war nicht der Untergang, der all die Tode gefordert hat. Aber jeder Rückkehrer hat eine andere Version der Wahrheit im Gepäck. ⛵️🛶🌏 Diese wahre Erzählung setzt sich aus unterschiedlichen Tagebucheinträgen und Berichten zusammen. Klingt trocken, ist es aber nicht. Ich fand es sogar spannend geschrieben. Und sehr gut recherchiert. Und eins kann ich sagen: den Fähnrich John Byron mochte ich am liebsten.😊 (Der Vorfahre des Dichters Lord Byron). Von ihm sind auch einige der Tagebuchauszüge, die ihn echt sympathisch wirken lassen. Was man leider über viele andere gaaarnicht sagen kann. Spannende Abenteuergeschichte auf hoher See (meistens).

    Wahres Abenteuer auf hoher See

    14. Dez. 2024

  • tante_tanja
    tante_tanja

    542 Follower

    5,0

    Logbücher bildeten auch die Grundlage für Abenteuergeschichten. Die Erfindung des Buchdrucks und die Alphabetisierung weiter Teile der Bevölkerung, verbunden mit der Faszination der Neuentdeckungen jenseits von Europa, schufen einen großen Bedarf an Geschichten, wie sie die Seeleute seit Generationen in ihren Quartieren erzählten. Bereits 1710 notierte der Earl of Shaftesbury, dass Geschichten über die Seefahrt "heute die Funktion übernommen haben, die Bücher über Ritter für unsere Vorfahren spielten." Die Bücher, die so entstanden - und die Fantasie von jungen Menschen wie Byron schürten -, glichen dabei häufig ihren Vorbildern, den Logbüchern, enthielten aber auch persönliche Gedanken, was sie zu Vorläufern des Individualismus macht. - Zitat, Seiten 74,75 Dieses fundierte und zugleich faszinierende Sachbuch über historische Ereignisse im 18. Jahrhundert, die von Schiffbruch, Mord und Meuterei im Zusammenhang mit dem Untergang der Wager handeln, ist für die heutige Leserschaft von Autor David Grann wunderbar aufbereitet. Anschaulich und mit akkurater Darstellung vermittelt er die Fakten, die zu dem ungeheuerlichen Schiffbruch und seinen Folgen für die Mannschaft führten. Er setzt die Ereignisse in den historischen Kontext und zeigt auf, wie die damalige rechtliche Einordnung erfolgte und wie diese mit möglichen politischen und gesellschaftlichen Auswirkungen zusammenhing. Auch die literarische Aufarbeitung ist ein Thema. Einer der faszinierenden Mitglieder der Schiffsmannschaft dürfte der damals erst sechzehnjährige Fähnrich John Byron sein, der später der Großvater des berühmten Dichters werden sollte. Lord Byron soll einige persönliche Erlebnisse seines Vorfahren in seinem "Don Juan" verarbeitet haben, die auch im Buch zitiert werden. Es ist also kein Wunder, dass dieser Bericht auch von einer gewissen literarischen Güte ausgezeichnet ist. Der Autor hat aber nicht nur die umfangreichen schriftlichen Unterlagen durchforstet, er hat auch der Insel Wager, die nach dem Schiffsunglück benannt ist, einen dreiwöchigen Besuch abgestattet und sich ein eigenes Bild von den Lebensbedingungen der Gestrandeten gemacht. Fotos von diesem Aufenthalt, sowie zeitgenössische Gemälde, Abbildungen und Karten findet man als Zusatzmaterial in der Mitte des Buches. Dabei wird die Praxis der Zwangsverpflichtung von Seeleuten zur Marine ebenso abgebildet, wie auch die schematische Darstellung von Amputationen und dem nötigen chirurgischen Instrument. Nach diesen Ausführungen ist es kein Wunder, dass sich diese Geschichte tatsächlich eher wie ein Abenteuerroman liest, wobei die historischen Hintergründe natürlich immer sehr sachlich und akkurat dargestellt werden. FAZIT Wer hier als Leser mit an Bord geht, kann sich kaum vorstellen, wie es überhaupt möglich war, diese Fahrt zu überleben. Der Tod ging quasi schon mit an Bord und hier war die Möglichkeit, in einer Schlacht zu sterben, noch die geringste. Es ist auch gut dargestellt, wie sich Mangelernährung und schließlich der Hunger auf die Psyche und die Moral der Männer auswirken. Aus diesem Bericht könnte man tatsächlich mehrere Romane machen - und einige Geschichten wurden bereits von den Ereignissen damals inspiriert! Dieses Buch von David Grann, übersetzt von Rudolf Mast, war eine tolle Lektüre. Unbedingt lesenswert.

    16. Nov. 2024

3 von 55 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 12228%
yggdrasil
yggdrasil7. Apr. 2026

Das Buch ist unsagbar fesselnd! Das Spannungs-Niveau hat für mich bisher nur "Der Marsianer" von Andy Weir erreichen können. Mit Seemanns-Jargon wird nicht gegeizt, was mich sehr freut. David Granns detailreiche Erzählweise, in welcher der Kontext der Wager für Landratten wie mich ersichtlich wird, macht für mich das Buch zum Pageturner. Das ist Mal ein Bestseller, der meiner Meinung nach seine hohen Verkaufszahlen wert ist.

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1 Kommentar verdeckt

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Autorin / Autor

Über David Grann

DAVID GRANN, Jahrgang 1967, ist preisgekrönter Journalist und Sachbuchautor. Er arbeitet als Redakteur bei The New Yorker und veröffentlicht Artikel u.a. in The Washington Post, The Atlantic Monthly, The Wall Street Journal. Sein Buch Killers of the Flower Moon erschien auf Deutsch bei btb und wurde von und mit Martin Scorsese und Leonardo DiCaprio verfilmt, die sich auch die Rechte an seinem neuesten Bestseller The Wager gesichert haben. The Wager stand wochenlang auf Platz 1 der New-York-Times-Bestsellerliste und schaffte es auf die Summer Reading List von Barack Obama.

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