Blick ins Buch

Historische Romane

Der Spielmann (Faustus-Serie 1)

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Über das Buch

Das älteste Spiel der Welt ist das Spiel um deine Seele ...

1486: Knittlingen ist ein ruhiger Ort im Kraichgau. Bis zu dem Tag, als die Gaukler in die Stadt kommen – und plötzlich Kinder verschwinden. Johann Georg, genannt „Faustus“, der Glückliche, kümmert das nicht. Ihn interessiert nur der Spielmann und Magier Tonio del Moravia: Von dem blassen Mann mit den stechend schwarzen Augen, der Johann eine große Zukunft als Gelehrter voraussagt, geht eine seltsame Faszination aus. Johann schließt sich ihm an, gemeinsam ziehen sie durch die deutschen Lande. Der junge Mann saugt alles auf, was Tonio ihm beibringt. Doch von Tonios Lehren geht eine ungeahnte Gefahr aus, und schon bald beschleicht Johann das Gefühl, dass sein Meister mit dunklen Mächten im Bunde steht. Mächte, die Johanns ganzes weiteres Leben bestimmen werden …

Ein farbenprächtiges Abenteuer-Epos von Bestsellerautor Oliver Pötzsch

Editionen (12)

ISBN9783548061191
VerlagUllstein Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum25.10.19
Seitenzahl784

Rezensionen & Bewertungen

89 Bewertungen

19 Rezensionen

4,2

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  • kapitelderzeiten
    kapitelderzeiten

    123 Follower

    5,0

    Was entsteht? Das kann auch vergehen. Und dieses Buch ist der absolute Hammer

    📚 Eine Geschichte voller Rätsel, Reue – und Renaissance. Es gibt ihn ja – diesen „Fluch des zweiten Bandes“. Nicht oft, aber wenn, dann trifft er hart. Und obwohl es mir bisher selten passiert ist, schleicht sich bei jeder Fortsetzung ein bisschen Angst ein: Kann Teil 2 mit dem ersten mithalten? Oder fällt alles auseinander, was einen vorher so begeistert hat? Auch bei der Faustus-Reihe war das so. Band 1 hatte mich völlig überzeugt – und dann hielt ich „Der Lehrmeister“ in den Händen. Skeptisch. Aber: Diese Sorge war völlig unbegründet. Denn Band 2 hat mich sogar noch mehr mitgenommen als der erste. Oliver Pötzsch gelingt es erneut, Geschichte lebendig zu machen – und zwar auf eine Art, die nicht nur spannend, sondern auch tiefgründig ist. Wir begleiten Faustus quer durch Europa, hinein ins Herz der Renaissance – zwischen Gauklern, Königen und Geheimbünden. Besonders faszinierend ist die Einbindung realer Persönlichkeiten wie Leonardo da Vinci, dem hier auf geschickte Weise ein finsteres Geheimnis angedichtet wird (hoffentlich reine Fiktion!). Oder Franz I., der Faustus für jemanden hält, der das große mittelalterliche Mysterium entschlüsseln kann – und ehrlich gesagt: Auch ich war irgendwann überzeugt, dass sich alles genau darum dreht. Umso überraschender war die Wendung, die diese Geschichte später nimmt. Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet. Was mich ebenfalls sehr berührt hat, war die Entwicklung der Beziehung zwischen Faustus und seinem Adlatus Karl. Ein starker Erzählstrang, der das Buch menschlich erdet. Karl bringt das mit, was Faustus oft fehlt – Moral, Wärme, Mitgefühl. Und insgeheim hoffte ich beim Lesen immer wieder: Hat Faustus endlich aus seinen Fehlern gelernt? Ob er es wirklich tut – nun, das müsst ihr selbst herausfinden. Und dann kam das Ende. Berührend. Beklemmend. Intensiv. Es ist eines dieser Enden, das nicht einfach nur einen Schluss setzt, sondern noch lange nachhallt. Ich habe das Buch zugeklappt und war ehrlich gesagt ein bisschen sprachlos. Ja, traurig auch – nicht nur wegen des Inhalts, sondern weil es nun wirklich vorbei ist. Fazit: „Der Lehrmeister“ ist nicht nur eine würdige Fortsetzung – es ist eine Steigerung. Voller Atmosphäre, Tiefe, Überraschungen und historischer Wucht. Eine Geschichte, die einen mitreißt, bewegt und verändert. Absolute Leseempfehlung!

    17. Juli 2025

  • kapitelderzeiten
    kapitelderzeiten

    123 Follower

    4,5

    Homo deus est wenn der Mensch sich über Gott erhebt.

    Mit „Der Spielmann“ startet Oliver Pötsch eine neue, faszinierende historische Romanreihe rund um die sagenumwobene Gestalt des Johann Georg Faustus – und gleich der erste Band hat mich vollkommen gepackt. Wir begleiten Johann von seiner Kindheit bis ins junge Erwachsenenalter – und erleben, wie er in seiner Heimatstadt auf eine bunte Gauklergruppe trifft. Diese Begegnung verändert alles. Besonders ein geheimnisvoller Mann, ein Magier der besonderen Art, zieht ihn in seinen Bann. Johann wird diesen Menschen sein Leben lang nicht mehr los – denn dieser Magier ist kein gewöhnlicher Wanderer, sondern ein Schlüsselmensch in Faustus’ Leben. Es ist – wenn ich mich recht entsinne – mittlerweile das dritte Buch von Oliver Pötsch, das ich gelesen habe, und er hat mich wieder nicht enttäuscht. Mit gewohntem Geschick verbindet er historische Tiefe mit lebendiger Sprache und einer emotional berührenden Geschichte. Besonders berührt hat mich das Verhältnis zwischen Johann und dem Magier. Dieses Buch hat mir die Augen geöffnet – denn es zeigt sehr eindrücklich, wie wir Menschen im Leben oft genau die verletzen, die uns am nächsten stehen. Und so geht es auch Johann: Auf seinem Weg macht er Fehler, er stößt Menschen vor den Kopf, denen er eigentlich nahe ist. Das hat mich nachdenklich gestimmt. Ich nehme für mich mit, dass ich die Menschen, die mir etwas bedeuten, nicht als selbstverständlich ansehen möchte – und sie nicht enttäuschen will. Denn genau das passiert im echten Leben viel zu oft. Johann Georg Faustus entwickelt sich bereits in diesem ersten Band enorm – und ich bin gespannt, wohin ihn sein Weg noch führen wird. Die Geschichte hat Tiefe, Spannung und eine starke emotionale Botschaft. Fazit: Ein starker Auftakt zur Faustus-Reihe. Historisch fundiert, erzählerisch packend und emotional berührend. Oliver Pötsch liefert hier wieder ein Buch ab, das lange nachhallt. Ich kann „Der Spielmann“ nur wärmstens empfehlen.

    5. Juli 2025

  • jumbo
    jumbo

    15 Follower

    5,0

    Top! An Spannung und Kurzweil nicht zu überbieten: Obwohl ich den ersten Teil des Zweiteilers schon zum zweiten male gelesen habe, konnte ich es kaum aus der Hand legen! Freue mich schon darauf, den zweiten Teil, "Der Lehrmeister", demnächst ebenfalls zum zweiten male zu lesen. Volle Punktzahl!

    28. Juli 2025

3 von 19 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Oliver Pötzsch

Oliver Pötzsch, Jahrgang 1970, arbeitete nach dem Studium zunächst als Journalist und Filmautor beim Bayerischen Rundfunk. Heute lebt er als Autor mit seiner Familie in München. Seine historischen Romane haben ihn weit über die Grenzen Deutschlands bekannt gemacht: Die Bände der Henkerstochter-Serie sind internationale Bestseller und wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt.

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