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Was entsteht? Das kann auch vergehen. Und dieses Buch ist der absolute Hammer
📚 Eine Geschichte voller Rätsel, Reue – und Renaissance. Es gibt ihn ja – diesen „Fluch des zweiten Bandes“. Nicht oft, aber wenn, dann trifft er hart. Und obwohl es mir bisher selten passiert ist, schleicht sich bei jeder Fortsetzung ein bisschen Angst ein: Kann Teil 2 mit dem ersten mithalten? Oder fällt alles auseinander, was einen vorher so begeistert hat? Auch bei der Faustus-Reihe war das so. Band 1 hatte mich völlig überzeugt – und dann hielt ich „Der Lehrmeister“ in den Händen. Skeptisch. Aber: Diese Sorge war völlig unbegründet. Denn Band 2 hat mich sogar noch mehr mitgenommen als der erste. Oliver Pötzsch gelingt es erneut, Geschichte lebendig zu machen – und zwar auf eine Art, die nicht nur spannend, sondern auch tiefgründig ist. Wir begleiten Faustus quer durch Europa, hinein ins Herz der Renaissance – zwischen Gauklern, Königen und Geheimbünden. Besonders faszinierend ist die Einbindung realer Persönlichkeiten wie Leonardo da Vinci, dem hier auf geschickte Weise ein finsteres Geheimnis angedichtet wird (hoffentlich reine Fiktion!). Oder Franz I., der Faustus für jemanden hält, der das große mittelalterliche Mysterium entschlüsseln kann – und ehrlich gesagt: Auch ich war irgendwann überzeugt, dass sich alles genau darum dreht. Umso überraschender war die Wendung, die diese Geschichte später nimmt. Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet. Was mich ebenfalls sehr berührt hat, war die Entwicklung der Beziehung zwischen Faustus und seinem Adlatus Karl. Ein starker Erzählstrang, der das Buch menschlich erdet. Karl bringt das mit, was Faustus oft fehlt – Moral, Wärme, Mitgefühl. Und insgeheim hoffte ich beim Lesen immer wieder: Hat Faustus endlich aus seinen Fehlern gelernt? Ob er es wirklich tut – nun, das müsst ihr selbst herausfinden. Und dann kam das Ende. Berührend. Beklemmend. Intensiv. Es ist eines dieser Enden, das nicht einfach nur einen Schluss setzt, sondern noch lange nachhallt. Ich habe das Buch zugeklappt und war ehrlich gesagt ein bisschen sprachlos. Ja, traurig auch – nicht nur wegen des Inhalts, sondern weil es nun wirklich vorbei ist. Fazit: „Der Lehrmeister“ ist nicht nur eine würdige Fortsetzung – es ist eine Steigerung. Voller Atmosphäre, Tiefe, Überraschungen und historischer Wucht. Eine Geschichte, die einen mitreißt, bewegt und verändert. Absolute Leseempfehlung!
17. Juli 2025
Was entsteht? Das kann auch vergehen. Und dieses Buch ist der absolute Hammer
📚 Eine Geschichte voller Rätsel, Reue – und Renaissance. Es gibt ihn ja – diesen „Fluch des zweiten Bandes“. Nicht oft, aber wenn, dann trifft er hart. Und obwohl es mir bisher selten passiert ist, schleicht sich bei jeder Fortsetzung ein bisschen Angst ein: Kann Teil 2 mit dem ersten mithalten? Oder fällt alles auseinander, was einen vorher so begeistert hat? Auch bei der Faustus-Reihe war das so. Band 1 hatte mich völlig überzeugt – und dann hielt ich „Der Lehrmeister“ in den Händen. Skeptisch. Aber: Diese Sorge war völlig unbegründet. Denn Band 2 hat mich sogar noch mehr mitgenommen als der erste. Oliver Pötzsch gelingt es erneut, Geschichte lebendig zu machen – und zwar auf eine Art, die nicht nur spannend, sondern auch tiefgründig ist. Wir begleiten Faustus quer durch Europa, hinein ins Herz der Renaissance – zwischen Gauklern, Königen und Geheimbünden. Besonders faszinierend ist die Einbindung realer Persönlichkeiten wie Leonardo da Vinci, dem hier auf geschickte Weise ein finsteres Geheimnis angedichtet wird (hoffentlich reine Fiktion!). Oder Franz I., der Faustus für jemanden hält, der das große mittelalterliche Mysterium entschlüsseln kann – und ehrlich gesagt: Auch ich war irgendwann überzeugt, dass sich alles genau darum dreht. Umso überraschender war die Wendung, die diese Geschichte später nimmt. Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet. Was mich ebenfalls sehr berührt hat, war die Entwicklung der Beziehung zwischen Faustus und seinem Adlatus Karl. Ein starker Erzählstrang, der das Buch menschlich erdet. Karl bringt das mit, was Faustus oft fehlt – Moral, Wärme, Mitgefühl. Und insgeheim hoffte ich beim Lesen immer wieder: Hat Faustus endlich aus seinen Fehlern gelernt? Ob er es wirklich tut – nun, das müsst ihr selbst herausfinden. Und dann kam das Ende. Berührend. Beklemmend. Intensiv. Es ist eines dieser Enden, das nicht einfach nur einen Schluss setzt, sondern noch lange nachhallt. Ich habe das Buch zugeklappt und war ehrlich gesagt ein bisschen sprachlos. Ja, traurig auch – nicht nur wegen des Inhalts, sondern weil es nun wirklich vorbei ist. Fazit: „Der Lehrmeister“ ist nicht nur eine würdige Fortsetzung – es ist eine Steigerung. Voller Atmosphäre, Tiefe, Überraschungen und historischer Wucht. Eine Geschichte, die einen mitreißt, bewegt und verändert. Absolute Leseempfehlung!
17. Juli 2025





