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Der gerade einmal 14jährige John Jacob Turnstile bekommt, nachdem er wegen mehrfachem Diebstahl zu einem Jahr Gefängnis verurteilt wird die Gelegenheit, stattdessen als Page des Kapitäns William Bligh auf der Bounty für 2 Jahre anzuheuern. Eigentlich hat er nicht wirklich eine Wahl, ist doch sein bisheriges Leben, geprägt von Armut und Missbrauch, dem er vielleicht so entfliehen kann. John Boyne erzählt uns die berühmte, wahre Geschichte der „Meuterei auf der Bounty“ neu, oder besser, er stellt diese, basiert auf historische Fakten, richtig. Ende des 18. Jahrhunderts bricht das eher kleine Schiff auf, um Brotfrüchte vom heutigen Tahiti in die Kolonien zu bringen, um so kostengünstig die dortigen Sklaven zu ernähren. Aber es ist eigentlich Turnstile selbst, der die abenteuerliche aber auch brutale und dramatische Geschichte aus der ersten Person erzählt, ein junger Mann, der uns durch seine offene Art schnell ans Herz wächst. Diese Perspektive macht es einerseits möglich, ganz nah dabei zu sein, (obwohl man dies nicht immer unbedingt möchte), es bringt aber auch eine Leichtigkeit in die von Männern, Kolonialdenken und Rassismus geprägte Zeit. Wir erfahren viel über die Natur der Menschen, über Leben in der Gemeinschaft, Zusammenhalt, Macht aber auch Dünkel; Manipulation und Ausbeutung. So entsteht eine unglaublich vielschichtige Erzählung einer Abenteuerreise und auch eine Coming of Age Story, die sehr ans Herz geht und somit eine sehr gut durchdachte Lektüre ist, die ich sehr genossen habe. Boyne macht auch hier das, was er so gut kann, er erzählt von aussergewöhnlichen Erlebnissen junger Menschen, die auf dem Weg zum Erwachsenwerden über sich hinauswachsen. Dabei ist es aufgrund der sehr direkten Perspektive wohl nicht etwas ein Jugendbuch. Zu schonungslos behandelt es schwierige Themen, die in der Zeit, in der das Geschehen spielte, an der Tagesordnung waren. Das Buch wird auf Deutsch nicht so gut bewerten, was wahrscheinlich der Übersetzung geschuldet ist. Wer des Englischen einigermassen mächtig ist, sollte also besser zum Original greifen. Boyne schreibt sehr gut verständlich. Für mich ist es ein herausragendes Buch und wird mir sicher als eines meiner Highlights noch lange in Erinnerung bleiben.
4. Apr. 2026
Der gerade einmal 14jährige John Jacob Turnstile bekommt, nachdem er wegen mehrfachem Diebstahl zu einem Jahr Gefängnis verurteilt wird die Gelegenheit, stattdessen als Page des Kapitäns William Bligh auf der Bounty für 2 Jahre anzuheuern. Eigentlich hat er nicht wirklich eine Wahl, ist doch sein bisheriges Leben, geprägt von Armut und Missbrauch, dem er vielleicht so entfliehen kann. John Boyne erzählt uns die berühmte, wahre Geschichte der „Meuterei auf der Bounty“ neu, oder besser, er stellt diese, basiert auf historische Fakten, richtig. Ende des 18. Jahrhunderts bricht das eher kleine Schiff auf, um Brotfrüchte vom heutigen Tahiti in die Kolonien zu bringen, um so kostengünstig die dortigen Sklaven zu ernähren. Aber es ist eigentlich Turnstile selbst, der die abenteuerliche aber auch brutale und dramatische Geschichte aus der ersten Person erzählt, ein junger Mann, der uns durch seine offene Art schnell ans Herz wächst. Diese Perspektive macht es einerseits möglich, ganz nah dabei zu sein, (obwohl man dies nicht immer unbedingt möchte), es bringt aber auch eine Leichtigkeit in die von Männern, Kolonialdenken und Rassismus geprägte Zeit. Wir erfahren viel über die Natur der Menschen, über Leben in der Gemeinschaft, Zusammenhalt, Macht aber auch Dünkel; Manipulation und Ausbeutung. So entsteht eine unglaublich vielschichtige Erzählung einer Abenteuerreise und auch eine Coming of Age Story, die sehr ans Herz geht und somit eine sehr gut durchdachte Lektüre ist, die ich sehr genossen habe. Boyne macht auch hier das, was er so gut kann, er erzählt von aussergewöhnlichen Erlebnissen junger Menschen, die auf dem Weg zum Erwachsenwerden über sich hinauswachsen. Dabei ist es aufgrund der sehr direkten Perspektive wohl nicht etwas ein Jugendbuch. Zu schonungslos behandelt es schwierige Themen, die in der Zeit, in der das Geschehen spielte, an der Tagesordnung waren. Das Buch wird auf Deutsch nicht so gut bewerten, was wahrscheinlich der Übersetzung geschuldet ist. Wer des Englischen einigermassen mächtig ist, sollte also besser zum Original greifen. Boyne schreibt sehr gut verständlich. Für mich ist es ein herausragendes Buch und wird mir sicher als eines meiner Highlights noch lange in Erinnerung bleiben.
4. Apr. 2026






