Der große UFA-Bluff
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Anton Leiss-Huber wurde im oberbayerischen Altötting geboren. Er ist studierter Opernsänger und Schauspieler. Einem breiten Publikum wurde er in den letzten Jahren vor allem durch seine Auftritte im deutschen Fernsehen bekannt. Man kennt ihn aus der Musiksendung des BR-Fernsehens »Brettl-Spitzen«, der bayerischen Kultserie »Im Schleudergang«, verschiedenen Dokumentationen und unterschiedlichen Radiosendungen auf BR-Heimat.
Beiträge
Der große UfA-Bluff von Anton Leiss-Huber ist ein Roman mit fiktiven und historischen Persönlichkeiten (Marika Rökk, Erich Kästner) und erzählt die wahre Geschichte von vorgetäuschten Dreharbeiten in Österreich kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Das Buch besteht aus zwei Teilen, Teil 1 spielt in Berlin und Teil 2 in Mayrhofen im Zillertal. Am 4. Februar 1945 kommt die UfA-Filmcrew in Mayrhofen an. Sie werden auf Privatquartiere im Ort verteilt, die jungen Schauspieler Luis Adrian und Lisa Lion kommen zusammen mit dem Ehepaar Kyrath auf den Lompinger Hof zu den Klampferers, die sie recht freundlich bei sich aufnehmen. Dank der Filmbegeisterung des Propagandaministers Goebbels entkommt Luis nicht nur dem Bombenhagel in Berlin, sondern auch seiner anstehenden Einberufung an die Front. Goebbels ist begeistert von der Idee, einen Film zu drehen, der den bevorstehenden Endsieg feiert. Doch es ist gar nicht so einfach, die Dorfbewohner zu täuschen. Sie sind sehr an den Dreharbeiten interessiert, und schon bald kündigt sich der Tiroler Gauleiter mit weiteren hochgestellten Nazis zur Probevorführung an. Doch was sollen sie vorführen, wenn nichts gedreht wurde? Ich habe den Ufa-Bluff sehr gern gelesen und Luis und Lisa ins Herz geschlossen. Der Bluff war mehrmals kurz davor zu platzen, und ich fand es großartig, wie die Schauspieler*innen und Techniker es mit vereinten Kräften geschafft haben, die Nazis, allen voran den Gauleiter und seine Entourage hinters Licht zu führen. Die Informationen zu den letzten Kriegsmonaten fand ich sehr interessant, 03.11.44: „Vor zwei Wochen haben die Amis Aachen eingenommen. Riga ist schon in russischer Hand und sie dringen in Ostpreußen weiter vor.“ (S. 74) „Auf Einladung des sowjetischen Staatschefs treffen sich seit dem 4. Februar Josef Stalin, Franklin D. Roosevelt und Winston Churchill im Seebad Jalta auf der Halbinsel Krim, um sich über das weitere militärische und politische Vorgehen zu verständigen…“ (S. 146) Über die Darstellung von Marika Rökk habe ich sehr gelacht, sie sprach von sich selbst in der dritten Person und ging den Menschen in ihrem Umfeld auf die Nerven. Erich Kästner kommt als Drehbuchautor nur am Rande vor. Der Autor hat die Geschichte des UfA-Bluffs spannend und bildhaft inszeniert. Sehr gerne vergebe ich fünf Sterne und spreche eine Leseempfehlung für diesen wunderbaren historischen Roman nach einer wahren Geschichte aus.
Ein wahrer Bluff in der Filmindustrie kurz vor Ende des zweiten Weltkriegs Anton Leiss-Huber erzählt eine historisch brillant recherchierte Geschichte, die teils fiktiv ist und teils auf wahren Begebenheiten beruht. Es geht um das Überleben einiger bekannter Größen im UFA - Filmschauspiel und der Film-Crew in den letzten Monaten des Krieges. In dieser Zeit wird jeder Mann, gleich welchen Alters und der auch nur irgendwie einsetzbar zu sein scheint, zum Kriegsdienst berufen. Um seinen Kollegen aus der Filmindustrie ein Überleben zu ermöglichen, hat sich Eberhard Schmidt den Plan erdacht, dass in Tirol - fernab von Kriegshandlungen- ein Film gedreht wird, der den Endsieg unterstützt. Die Propagandamaschinerie verkündet diesen in der Zeit vehement weiter und deshalb gelingt es Schmidt auch Goebbels von dem Dreh zu überzeugen. Nur geplant war dieser nie. Die Alliierten stehen bereits vor der Tür bzw. haben schon viele Teile Europas und auch Deutschlands eingenommen. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, wann der Krieg endlich aus ist. Deshalb reist auch die ganze Film-Crew in ein kleines Gebirgsdorf nach Tirol, allen voran die Schauspieler Luis Adrian und Lisa Lion. Sie werden auf dem gleichen Bauernhof untergebracht und alle müssen der Dorfbevölkerung vorspielen, dass tatsächlich ein Filmdreh stattfindet. Dabei wird insgesamt nicht nur die einzelnen Schicksale der Schauspieler und der Crew in einfühlsamer Weise deutlich, sondern die der Dorfbevölkerung gleichermaßen. Sehr gelungen ist dabei auch das Herausarbeiten einzelner Charaktere, so dass man als Leser das Gefühl hat, in diesen Tagen mitten unter ihnen zu sein. Verzweiflung, Trauer, Hunger, Angst vor jederzeitiger Entdeckung (Spitzel und Denunzianten gibt es überall), aber auch Mut und Überlebenswillen werden sehr gekonnt dargestellt. Besonders gefallen hat mir dabei nicht nur das Gefühl als Leser ein Teil der Geschichte zu sein und zu erleben, wie ein Dreh abläuft, sondern auch das bekannte Schauspieler, wie Marika Rökk, Gustav Gründgens, Veit Harlan und auch andere bekannte Personen wie Erich Kästner eingewoben sind. Der Autor erzählt in unaufgeregter, flüssiger Sprache, bildhaft und sehr spannend. Ich war gefesselt von diesem Roman und empfehle ihn daher sehr gerne weiter.
Eine absolut gelungene Mischung aus realen Fakten und Fiktion
Inhaltsangabe: „Februar, 1945. Eberhard Schmidt, Produktionsleiter der UfA, schmiedet einen kühnen Plan: Bevor die SS unliebsame Künstler loswerden kann, bringen sich einige von ihnen nach Mayrhofen in Sicherheit. In Tirol werden sie angeblich einen Film für den deutschen Endsieg produzieren. Doch was den Anschein eines Drehs hat, ist in Wirklichkeit ein Spiel mit dem Feuer. Das Team hat keinen Meter Film dabei.“ Ende 1944 in Berlin, der Krieg bestimmt das Leben der Berliner und die UfA dreht weiter Filme. Doch es wird immer schwieriger und vor allem auch gefährlicher und so fassen der junge Schauspieler Luis und einige andere UfA-Mitarbeiter diesen mehr als kühnen Plan. Besonders interessant fand ich, dass es sich um eine wahre Begebenheit handelt, dass es einige der handelnden Personen tatsächlich gab. Ich habe während des Lesens von „Der große UfA-Bluff“ doch das eine oder andere über die Rolle der UfA und auch über einige Filmschaffende dieser Zeit nachgelesen und recherchiert. Wirklich interessant. Aber auch Luis und Lisa und ihre fiktive Geschichte fügen sich wunderbar ein. Fazit: Ein wirklich spannendes Buch. Eine mitreißende Geschichte. Eine absolut gelungene Mischung aus realen Fakten und Fiktion. Anschaulich erzählt und dank des lockeren Schreibstils flüssig zu lesen. 4/5*
Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Anton Leiss-Huber wurde im oberbayerischen Altötting geboren. Er ist studierter Opernsänger und Schauspieler. Einem breiten Publikum wurde er in den letzten Jahren vor allem durch seine Auftritte im deutschen Fernsehen bekannt. Man kennt ihn aus der Musiksendung des BR-Fernsehens »Brettl-Spitzen«, der bayerischen Kultserie »Im Schleudergang«, verschiedenen Dokumentationen und unterschiedlichen Radiosendungen auf BR-Heimat.
Beiträge
Der große UfA-Bluff von Anton Leiss-Huber ist ein Roman mit fiktiven und historischen Persönlichkeiten (Marika Rökk, Erich Kästner) und erzählt die wahre Geschichte von vorgetäuschten Dreharbeiten in Österreich kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Das Buch besteht aus zwei Teilen, Teil 1 spielt in Berlin und Teil 2 in Mayrhofen im Zillertal. Am 4. Februar 1945 kommt die UfA-Filmcrew in Mayrhofen an. Sie werden auf Privatquartiere im Ort verteilt, die jungen Schauspieler Luis Adrian und Lisa Lion kommen zusammen mit dem Ehepaar Kyrath auf den Lompinger Hof zu den Klampferers, die sie recht freundlich bei sich aufnehmen. Dank der Filmbegeisterung des Propagandaministers Goebbels entkommt Luis nicht nur dem Bombenhagel in Berlin, sondern auch seiner anstehenden Einberufung an die Front. Goebbels ist begeistert von der Idee, einen Film zu drehen, der den bevorstehenden Endsieg feiert. Doch es ist gar nicht so einfach, die Dorfbewohner zu täuschen. Sie sind sehr an den Dreharbeiten interessiert, und schon bald kündigt sich der Tiroler Gauleiter mit weiteren hochgestellten Nazis zur Probevorführung an. Doch was sollen sie vorführen, wenn nichts gedreht wurde? Ich habe den Ufa-Bluff sehr gern gelesen und Luis und Lisa ins Herz geschlossen. Der Bluff war mehrmals kurz davor zu platzen, und ich fand es großartig, wie die Schauspieler*innen und Techniker es mit vereinten Kräften geschafft haben, die Nazis, allen voran den Gauleiter und seine Entourage hinters Licht zu führen. Die Informationen zu den letzten Kriegsmonaten fand ich sehr interessant, 03.11.44: „Vor zwei Wochen haben die Amis Aachen eingenommen. Riga ist schon in russischer Hand und sie dringen in Ostpreußen weiter vor.“ (S. 74) „Auf Einladung des sowjetischen Staatschefs treffen sich seit dem 4. Februar Josef Stalin, Franklin D. Roosevelt und Winston Churchill im Seebad Jalta auf der Halbinsel Krim, um sich über das weitere militärische und politische Vorgehen zu verständigen…“ (S. 146) Über die Darstellung von Marika Rökk habe ich sehr gelacht, sie sprach von sich selbst in der dritten Person und ging den Menschen in ihrem Umfeld auf die Nerven. Erich Kästner kommt als Drehbuchautor nur am Rande vor. Der Autor hat die Geschichte des UfA-Bluffs spannend und bildhaft inszeniert. Sehr gerne vergebe ich fünf Sterne und spreche eine Leseempfehlung für diesen wunderbaren historischen Roman nach einer wahren Geschichte aus.
Ein wahrer Bluff in der Filmindustrie kurz vor Ende des zweiten Weltkriegs Anton Leiss-Huber erzählt eine historisch brillant recherchierte Geschichte, die teils fiktiv ist und teils auf wahren Begebenheiten beruht. Es geht um das Überleben einiger bekannter Größen im UFA - Filmschauspiel und der Film-Crew in den letzten Monaten des Krieges. In dieser Zeit wird jeder Mann, gleich welchen Alters und der auch nur irgendwie einsetzbar zu sein scheint, zum Kriegsdienst berufen. Um seinen Kollegen aus der Filmindustrie ein Überleben zu ermöglichen, hat sich Eberhard Schmidt den Plan erdacht, dass in Tirol - fernab von Kriegshandlungen- ein Film gedreht wird, der den Endsieg unterstützt. Die Propagandamaschinerie verkündet diesen in der Zeit vehement weiter und deshalb gelingt es Schmidt auch Goebbels von dem Dreh zu überzeugen. Nur geplant war dieser nie. Die Alliierten stehen bereits vor der Tür bzw. haben schon viele Teile Europas und auch Deutschlands eingenommen. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, wann der Krieg endlich aus ist. Deshalb reist auch die ganze Film-Crew in ein kleines Gebirgsdorf nach Tirol, allen voran die Schauspieler Luis Adrian und Lisa Lion. Sie werden auf dem gleichen Bauernhof untergebracht und alle müssen der Dorfbevölkerung vorspielen, dass tatsächlich ein Filmdreh stattfindet. Dabei wird insgesamt nicht nur die einzelnen Schicksale der Schauspieler und der Crew in einfühlsamer Weise deutlich, sondern die der Dorfbevölkerung gleichermaßen. Sehr gelungen ist dabei auch das Herausarbeiten einzelner Charaktere, so dass man als Leser das Gefühl hat, in diesen Tagen mitten unter ihnen zu sein. Verzweiflung, Trauer, Hunger, Angst vor jederzeitiger Entdeckung (Spitzel und Denunzianten gibt es überall), aber auch Mut und Überlebenswillen werden sehr gekonnt dargestellt. Besonders gefallen hat mir dabei nicht nur das Gefühl als Leser ein Teil der Geschichte zu sein und zu erleben, wie ein Dreh abläuft, sondern auch das bekannte Schauspieler, wie Marika Rökk, Gustav Gründgens, Veit Harlan und auch andere bekannte Personen wie Erich Kästner eingewoben sind. Der Autor erzählt in unaufgeregter, flüssiger Sprache, bildhaft und sehr spannend. Ich war gefesselt von diesem Roman und empfehle ihn daher sehr gerne weiter.
Eine absolut gelungene Mischung aus realen Fakten und Fiktion
Inhaltsangabe: „Februar, 1945. Eberhard Schmidt, Produktionsleiter der UfA, schmiedet einen kühnen Plan: Bevor die SS unliebsame Künstler loswerden kann, bringen sich einige von ihnen nach Mayrhofen in Sicherheit. In Tirol werden sie angeblich einen Film für den deutschen Endsieg produzieren. Doch was den Anschein eines Drehs hat, ist in Wirklichkeit ein Spiel mit dem Feuer. Das Team hat keinen Meter Film dabei.“ Ende 1944 in Berlin, der Krieg bestimmt das Leben der Berliner und die UfA dreht weiter Filme. Doch es wird immer schwieriger und vor allem auch gefährlicher und so fassen der junge Schauspieler Luis und einige andere UfA-Mitarbeiter diesen mehr als kühnen Plan. Besonders interessant fand ich, dass es sich um eine wahre Begebenheit handelt, dass es einige der handelnden Personen tatsächlich gab. Ich habe während des Lesens von „Der große UfA-Bluff“ doch das eine oder andere über die Rolle der UfA und auch über einige Filmschaffende dieser Zeit nachgelesen und recherchiert. Wirklich interessant. Aber auch Luis und Lisa und ihre fiktive Geschichte fügen sich wunderbar ein. Fazit: Ein wirklich spannendes Buch. Eine mitreißende Geschichte. Eine absolut gelungene Mischung aus realen Fakten und Fiktion. Anschaulich erzählt und dank des lockeren Schreibstils flüssig zu lesen. 4/5*







