Romane

Der belgische Konsul

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Über das Buch

Sein erster Posten führt Patrick Nothomb in den jüngst unabhängig gewordenen Kongo. In Stanleyville soll er als Generalkonsul Belgien vertreten. Aber das Jahr 1964 hält anderes bereit, und so muss er, der kein Blut sehen kann, um das Leben Hunderter Geiseln verhandeln. Doch wer ist dieser junge Mann? Amélie Nothomb zeichnet das Bild seiner Kindheit zwischen belgischer Hautevolée und wilden Ardennen. Ein intimes Familienporträt, aber auch die Geschichte einer Welt im Wandel.

Editionen (3)

ISBN9783257694994
VerlagDiogenes Verlag
Erscheinungsdatum21.06.23

Rezensionen & Bewertungen

49 Bewertungen

15 Rezensionen

3,7

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  • marzipanhirsch
    marzipanhirsch

    125 Follower

    5,0

    Patrick Nothomb kann kein Blut sehen ohne direkt ohnmächtig zu werden. Und dennoch führt ihn sein erster Auftrag als junger belgischer Diplomat direkt in ein Kriegsgebiet im Kongo, wo er um das Leben hunderter Geiseln verhandeln muss, denen die Erschießung droht. Amelie Nothomb erzählt uns hier die unglaubliche Geschichte ihres Vaters. Ich mag wie immer ihren Stil und ihre Erzählweise, bisher hat mich noch kein Buch von ihr enttäuscht. Dieses hier fand ich besonders gut.

    19. Apr. 2025

  • intheresant
    intheresant

    68 Follower

    4,5

    Der Titel des Buches ist irreführend - aber es ist eine Geschichte von Amelie Nothomb

    Es geht um, wie der Titel schon sagt, um den belgischen Konsul Patrick Nothomb, dessen Lebensgeschichte beleuchtet wird. Von der eigenen Mutter nach dem Tod des Vaters verstoßen, wächst er zunächst wohl behütet bei seinen Großeltern auf. Bis der Großvater beschließt, ihn zu den Großeltern väterlicherseits zu schicken. Was Patrick dort erlebt ist für einen 6-jährigen menschenunwürdig. Die Großeltern lassen ihn und seine kaum älteren Onkel und Tanten hungern. Dort soll Patrick lernen, ein Mann zu werden. Für die Lesenden und die Großeltern aus der Stadt ist es um so verwunderlicher, dass es Patrick bei seinen väterlichen Großeltern gefällt und er daraufhin bis zu seiner Volljährigkeit jede Ferien dort verbringen möchte. Der Titel des Buches „Der belgische Konsul“ verweist allerdings vor allem auf die letzten Kapitel des Buches. Dort berichtet Patrick von seiner Arbeit und den Gefahren, die er damit eingegangen ist. Wieder ist der Familienname der Autorin vertreten - wie in den Büchern „Kosmetik des Bösen“ und „Die Kunst, Champagner zu trinken“ ebenfalls. Als begeisterte Nothomb-Leserin freut man sich also, wenn man wieder etwas mehr über die Autorin erfährt, da ihr Schreiben zumeist einen autobiographischen Kern beinhaltet. Ein kurzes Buch über ihren Verwandten, der tief blicken lässt und trotzdem nicht langweilig wird.

    20. März 2025

  • stern.nicole
    stern.nicole

    47 Follower

    5,0

    Wundervolle Erzählkunst mit feiner Ironie! Tragisch, ernst und doch irgendwie leicht verpackt.

    Wundervolle Erzählkunst mit feiner Ironie! Tragisch, ernst und doch irgendwie leicht verpackt.

    17. Mai 2025

3 von 15 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Amélie Nothomb

Amélie Nothomb, geboren 1967 in Kobe, Japan, hat ihre Kindheit und Jugend als Tochter eines belgischen Diplomaten hauptsächlich in Fernost verbracht. In Frankreich stürmt sie mit jedem neuen Buch die Bestsellerlisten und erreicht Millionenauflagen. Ihre Romane erscheinen in über 40 Sprachen. Für ›Mit Staunen und Zittern‹ erhielt sie den Grand Prix de l'Académie française, für ›Der belgische Konsul‹ den Prix Renaudot 2021 und den Premio Strega Europeo. Amélie Nothomb lebt in Paris und Brüssel.

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