Der Baron auf den Bäumen

Der Baron auf den Bäumen

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ModernePhantastikZaubererAufklärung

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Beschreibung

Cosimo, 12jähriger Erbe des Hauses Piovasco di Rondò, ist mit einer entsetzlich tyrannischen Familie geplagt. Das Maß ist voll, als eines schönen Tages seine boshafte Schwester einen Topf mit ekelhafter Schneckensuppe kredenzt, die Cosimo tags zuvor noch vor ihrem Ende als Hauptgericht bewahren wollte. Nein, diese Suppe will er nicht länger im Kreise seiner Lieben essen, die die Zeichen der Zeit nicht erkennen – denn es ist die Zeit der Aufklärung, die dem Menschen das Reich der Freiheit zeigen will. Also erhebt er sich von der Familientafel, steigt auf eine Steineiche – und wird den Rest seines Lebens den Boden nie wieder betreten. Nicht, daß er auf diesem einen Baum geblieben wäre: er erschließt sich vielmehr einen völlig neuen Lebensraum. Sein Leben dort oben unterscheidet sich indessen gar nicht so sehr von dem der »irdischen« Bewohner: Er jagt, liest sich durch ganze Bibliotheken, führt rege Briefwechsel mit Philosophen wie Rousseau und pflegt so manch amouröses Abenteuer im Schutz des dichten Laubes. Selbst an der Weltgeschichte nimmt er Anteil, unterstützt er während der Französischen Revolution doch die Franzosen und trifft sogar Napoleon. Von Baum zu Baum hangelt er sich so durchs Leben, bis er mit 65 Jahren sterbenskrank vom Landeanker eines Heißluftballons mitgerissen wird – und so das Reich der Bäume und das Buch verläßt.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Paperback
Seitenzahl
336
Preis
9.20 €

Beiträge

4
Alle
4.5

Ein Junge will das eklige Gericht, das seine Schwester gekocht hat, nicht essen und flüchtet in die Baumkronen des elterlichen Parks. Dort bleibt er dann aufgrund eines Versprechens zeitlebens. Sehr sympathischer Roman

aus dem Jahr 1957.

5

Italo Calvino überzeugt mit "Der Baron auf den Bäumen" auf ganzer Linie. Die Idee der Geschichte ist genial und aussergewöhnlich: Der Bruder von Cosimo, der mit 12 Jahren beschliesst, fortan auf den Bäumen zu leben, führt durch das Leben seines älteren Bruders. Die beiden sind Söhne des Barons di Rondó und leben in Ombrosa, einer fiktiven Stadt nahe Genua. Seine wunderliche Biografie, die seinem Lebenswandel folgt, ist voller Abenteuer, Schelmereien, Liebe, Intrigen und Naturerlebnissen. Calvino zeichnet zudem ein spannendes Portrait vor dem Hintergrund der damaligen Zeit. Die Geschichte beginnt 1767.

2

Leider ein Abbruch nach der Hälfte des Romans. Das erste Viertel war sehr faszinierend. Der 12 jährige Cosimo verlässt adeligen Haus und Hof im 18. Jhrdt. und steigt auf die Bäume des weitläufigen Gartens und schwört: "Ich komme da nie mehr runter!". Fortan lebt er dort, auf den Bäumen, in den Wäldner seines Dorfes in Italien. Zunächst eine anziehende Geschichte, fast wie eine Mischung aus Michel von Lönneberger und Robinson Crusoe, aber mit ganz eigenem Flair und (Sprach-)Stil. Später verläuft sich die Idee leider und es folgen zahlreiche Begegnungen des Cosimo mit so allerlei Nebenprotagonisten, was mich irgendwann leider dauerhaft gelangweilt hat. Der Roman ist bestimmt "ein guter", aber er hat bei mir ab der Mitte keinen Effekt mehr gehabt, ich war davon nicht mehr berührt und wollte nicht weiter lesen. Ich habe dann das Ende noch gelesen, eine schöne Idee ... aber mehr dann auch nicht. Schade.

3.5

Liest sich wie eine leichte, verspielte und humorvolle Version einer Geschichte von Kafka.

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