Der Baron auf den Bäumen

Der Baron auf den Bäumen

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ModernePhantastikZaubererAufklärung

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Beschreibung

Italo Calvino ist wie ein Eichhörnchen, das die Dinge von oben betrachtet.
Cesare Pavese


Cosimo, der 12-jährige Erbe des Hauses Piovasco di Rondo ist mit einer grauenvollen Familie geplagt. Der Vater, ein Adeliger mit gehörigem Standesdünkel; die Mutter von preußisch anmutender Abstammung, genannt die Generalin und eine gleichermaßen häßliche wie boshafte Schwester, die der Familie eines Tages einen Topf mit Schneckensuppe kredenzt. Dies ist der Tag, an dem der kleine Cosimo beschließt, auf einen Baum zu klettern und fortan dort sein Leben zu verbringen.

Ein angenehmes Leben -- Cosimo fröhnt der Jagd, liest sich durch ganze Bibliotheken, schließt Freundschaft mit einem Räuberhauptmann und wird durch seine Kenntnisse der Baumbeschneidung zum Lokalhelden der Bauernschaft. Auch der Erotik ist der Robinson der Bäume nicht abgeneigt und pflegt so manch' amouröses Abenteuer im Schutz des Baumlaubes. Sein Herz jedoch gehört der stolzen Viola, die einst als kleines Mädchen an seinem Baumhaus vorbeigeritten ist. Viola fordert als Liebesbeweis nur ein kleines Entgegenkommen, einen einzigen kleinen Schritt hinunter auf den Erdboden...

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
N/A
Preis
9.30 €

Autorenbeschreibung

Italo Calvino wurde am 15. Oktober 1923 in Santiago de las Vegas/Kuba geboren. Nach seinem Literatur- und Philosophiestudium arbeitete er als Journalist und Lektor. Calvino wurde mit Romanen wie ›Der geteilte Visconte‹ oder ›Der Baron auf den Bäumen‹ als einer der innovativsten italienischen Nachkriegsautoren weltberühmt. Er starb am 19. September 1985 in Siena.

Beiträge

4
Alle
4.5

Ein Junge will das eklige Gericht, das seine Schwester gekocht hat, nicht essen und flüchtet in die Baumkronen des elterlichen Parks. Dort bleibt er dann aufgrund eines Versprechens zeitlebens. Sehr sympathischer Roman

aus dem Jahr 1957.

5

Italo Calvino überzeugt mit "Der Baron auf den Bäumen" auf ganzer Linie. Die Idee der Geschichte ist genial und aussergewöhnlich: Der Bruder von Cosimo, der mit 12 Jahren beschliesst, fortan auf den Bäumen zu leben, führt durch das Leben seines älteren Bruders. Die beiden sind Söhne des Barons di Rondó und leben in Ombrosa, einer fiktiven Stadt nahe Genua. Seine wunderliche Biografie, die seinem Lebenswandel folgt, ist voller Abenteuer, Schelmereien, Liebe, Intrigen und Naturerlebnissen. Calvino zeichnet zudem ein spannendes Portrait vor dem Hintergrund der damaligen Zeit. Die Geschichte beginnt 1767.

2

Leider ein Abbruch nach der Hälfte des Romans. Das erste Viertel war sehr faszinierend. Der 12 jährige Cosimo verlässt adeligen Haus und Hof im 18. Jhrdt. und steigt auf die Bäume des weitläufigen Gartens und schwört: "Ich komme da nie mehr runter!". Fortan lebt er dort, auf den Bäumen, in den Wäldner seines Dorfes in Italien. Zunächst eine anziehende Geschichte, fast wie eine Mischung aus Michel von Lönneberger und Robinson Crusoe, aber mit ganz eigenem Flair und (Sprach-)Stil. Später verläuft sich die Idee leider und es folgen zahlreiche Begegnungen des Cosimo mit so allerlei Nebenprotagonisten, was mich irgendwann leider dauerhaft gelangweilt hat. Der Roman ist bestimmt "ein guter", aber er hat bei mir ab der Mitte keinen Effekt mehr gehabt, ich war davon nicht mehr berührt und wollte nicht weiter lesen. Ich habe dann das Ende noch gelesen, eine schöne Idee ... aber mehr dann auch nicht. Schade.

3.5

Liest sich wie eine leichte, verspielte und humorvolle Version einer Geschichte von Kafka.

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