Das Tränenhaus

Das Tränenhaus

E-Book
3.47

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Beschreibung

Cornelie Reimann ist eine Schriftstellerin auf der Höhe ihres Erfolgs: Sie streitet engagiert für ein neues Selbstbild und -bewusstsein der Frauen, liest in ausverkauften Sälen und genießt internationale Anerkennung. Nun ist sie guter Hoffnung, hat aber nicht die Absicht zu heiraten. Im Deutschland des Jahres 1909 bedeutet diese Entscheidung eine Fahrkarte ins gesellschaftliche Abseits, doch die junge Frau geht diesen Weg ganz bewusst. Er führt sie in eines der anonymen Häuser weit weg von Familie und sozialem Umfeld, in dem „gefallene Mädchen“ ihre Niederkunft erwarten, um ihren Eltern die Schande des unehelichen Kindes zu ersparen. Cornelie Reimann bekommt dort nicht nur ihre Tochter, sondern auch tiefe Einblicke in eine andere gesellschaftliche Realität. Und sie erarbeitet sich ein neues Verhältnis zu sich selbst. Gabriele Reuter (1859–1941) kritisiert in Das Tränenhaus (1909) die Doppelmoral der männlich dominierten Wilhelminischen Gesellschaft im Umgang mit den „Mutterfreuden“, die moralische Korrumpiertheit, die daraus entsteht, und die Weigerung dieser Gesellschaft, Frauen ein selbstbestimmtes Leben auf der Grundlage einer selbst erworbenen Kultur- und Herzensbildung zu gestatten.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Klassiker
Format
E-Book
Seitenzahl
183
Preis
12.99 €

Beiträge

1
Alle
3

Vielen Dank an @reclamverlag und @netgalleyde für die zur Verfügungsstellung des Ebooks Inhalt Abseits der Blicke der Außenwelt, draußen in der schwäbischen Provinz, führt eine patente Hebamme ein Frauenheim. Wer diskret ein Kind zur Welt bringen will, findet hier Unterschlupf. Auch die Schriftstellerin Cornelie Reimann zieht sich hierhin zurück. Nur zeigt die Fassade bald Risse, rohe Schikanen nehmen ihren Lauf – und Cornelie erkennt den hohen Preis ihres Wunsches, eine selbstbestimmte Mutter zu sein. Das Tränenhaus wurde bei Erscheinen 1908 zum Skandal und eröffnet heute eine einzigartige Perspektive auf die Ursprünge des Umgangs mit weiblicher Selbstermächtigung. Meinung Das Buch erschien erstmals 1908 und wurde jetzt neu aufgelegt. Am schreibstil erkennt man deutlich das Buch aus einer anderen Zeit stammt. Für mich war der schreibstil schwergängig, thematisch fand ich das Buch allerdings interessant, leider bekam ich nicht den rechten Zugang. Den Titel fand ich allerdings passend, es wurden zahlreiche Tränen vergossen, aus Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit vor Schmerzen. Gabrielle Reuter die ebenfalls ein uneheliches Kind zur Welt gebracht hat, wirft das Licht auf illegitime Schwangerschaften. Gerade Mädchen aus der unterschicht, die durch Vergewaltigungen schwanger wurden. Thematisch großartig Umsetzung der Zeit angemessen aber mir zu wenig eingehend. Lese Empfehlung

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