Blick ins Buch

Fantasy

Das Reich der Vampire

4,5(1994)
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Über das Buch

Der „Name des Windes“ meets „Interview mit einem Vampir“ - „Das Reich der Vampire“ ist der Auftaktband der neuen, epischen Fantasy-Serie von Nevernight-Autor Jay Kristoff. Gleich nach Erscheinen stand "Das Reich der Vampire" auf der New-York-Times- und der Sunday-Times Bestsellerliste.

Vor 27 Jahren ging die Sonne unter – und seitdem sind die Armeen der Vampire auf dem Vormarsch. Stück für Stück haben sie ihr ewiges Reich ausgedehnt und den Menschen den Boden streitig gemacht, bis nur noch an wenigen Orten ein unbeschwertes Leben möglich ist. Kleine Inseln des Lichts in einem Meer aus ewiger Finsternis.

Als der junge Gabriel de León sein Heimatdorf verlassen muss, führt ihn sein Weg nach San Michon, zum Orden der Silberwächter, einer heiligen Bruderschaft, die das Reich und die Kirche gegen den Ansturm der Bestien verteidigt. Und noch ahnt er nicht, dass er zur größten Legende des Ordens werden wird – und zur letzten Hoffnung einer sterbenden Welt.

Tolle Ausstattung: Hardcover im Schutzumschlag mit zahlreichen Illustrationen von Bon Orthwick und zwei farbigen Vorsatzkarten.

Für Leser*innen von Sarah J. Maas, V.E. Schwab, Leigh Bardugo und Fans von Vampire – The Masquerade oder Castlevania und The Last of Us.

Editionen (2)

ISBN9783596700400
VerlagFISCHER Tor
Erscheinungsdatum29.06.22
Seitenzahl1024

Merkmale

12 Bewertungen

EntwickelndSpannendGlaubwürdigVielschichtigAnschaulichSympathisch

Rezensionen & Bewertungen

1994 Bewertungen

576 Rezensionen

4,5

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  • bam51
    bam51

    127 Follower

    4,5

    Blutig, zynisch, bildgewaltig. Ein absolut grandioser Auftakt, der trotz 1000 Seiten süchtig macht.

    Eine kleine Vorwarnung vorweg: Die deutsche Ausgabe bringt es auf über tausend Seiten. Das ist ein gewaltiger Wälzer. Plant also entsprechend Zeit ein. Aber er ist jede einzelne Seite absolut wert. Auf dem Papier klingt die Ausgangslage vertraut – Vampire gegen Menschen, eine sich ausbreitende Finsternis und ein legendärer Krieger im Zentrum des Ganzen. Doch was Kristoff aus dieser Prämisse macht, ist alles andere als altbekannt. Gabriel de León, der letzte der Silberwächter, sitzt in einem verschlossenen Raum und erzählt dem Vampir-Historiker Jean-François seine Lebensgeschichte. Diese Rahmenhandlung – man denke an Der Name des Windes, nur mit deutlich mehr Flüchen und einem ungleich ungeduldigeren Erzähler – treibt die gesamte Struktur des Buches an. Gabriel weigert sich strikt, seine Geschichte chronologisch zu erzählen, was Jean-François in den Wahnsinn treibt und das Buch für uns alle unendlich viel interessanter macht. Zwei Zeitstränge greifen ineinander: Gabriel als junger Mann, voller Glaube und Feuer, und Gabriel als das verbitterte, lebensmüde Wrack, zu dem er geworden ist. Zuzusehen, wie diese beiden Versionen derselben Person langsam miteinander verschmelzen, gehört zu den stillsten, aber erschütterndsten Meisterleistungen, die Kristoff hier gelingt. Was einen völlig unvorbereitet trifft, ist der Humor. Dies ist eine düstere, brutale, blutgetränkte Welt – und Gabriel ist aufrichtig und durchgehend witzig. Seine Schlagabtausche mit Jean-François sind ein ständiges Highlight: Der Historiker tippt mahnend mit seiner Feder, um Gabriel daran zu erinnern, dass die Vampirkönigin auf der Erklärung bestimmter Details besteht – ganz so, als würde er mit einem Kind sprechen –, während Gabriel einfach das auf seine Fingerknöchel tätowierte Wort PATIENCE aufblitzen lässt und gnadenlos genau das tut, was er ohnehin vorhatte. Er liest sich wie Geralt von Riva, wenn Geralt von der Kirche aufgezogen worden wäre und eine noch geringere Toleranz für den Schwachsinn anderer Leute entwickelt hätte. Der Humor untergräbt dabei nie die Düsternis – er macht sie erträglicher, und das ist exakt das, was guter Dark-Fantasy-Humor tun sollte. Die Charaktere verdienen sich jede einzelne ihrer Seiten. Gabriel ist außergewöhnlich, aber die Nebenfiguren halten mühelos Schritt: Aaron de Coste, Chloe, Dior, Astrid und der auf leise Art furchteinflößende Meister Grauhand. Und Flammenzunge – Gabriels leicht durchgeknalltes, sprechendes Schwert – verdient eine ganz eigene Erwähnung als eine der originellsten Charakterideen der jüngeren Fantasy. Die Antagonisten aus der Blutlinie des Ewigen Königs sind aufrichtig imposant und verkommen nie zu bloßem Dekor. Und Kristoffs Entscheidung, dieselben Figuren zu völlig unterschiedlichen Zeitpunkten ihres Lebens zu zeigen, zahlt sich immer wieder aus – besonders dann, wenn eine Figur aus Gabriels Jugend Jahrzehnte später im anderen Zeitstrang plötzlich wieder auftaucht. Dann wäre da noch der Schreibstil – und ich bin mir nicht sicher, ob ich je einen Fantasy-Roman gelesen habe, in dem die Sprache selbst zu einem derartigen Erlebnis wird. Kristoff erzählt nicht einfach nur die Geschichte; er spielt mit der Sprache wie ein Handwerker mit seinem Material und formt jeden Satz so, dass er exakt so im Kopf landet, wie er es beabsichtigt hat. Es ist düster, instinktiv und stellenweise aufrichtig poetisch. Kristoff schreibt wunderschön über Gewalt – was völlig verrückt klingt, aber absolut zutrifft. Und die Gothic-Illustrationen, die über die gesamte Ausgabe verstreut sind, verdienen ein besonderes Lob: eindringlich, detailreich und perfekt auf den Ton der Welt abgestimmt. Sie sind keine bloße Dekoration, sie sind die Atmosphäre. Eine Seite aufzuschlagen und festzustellen, dass eines dieser Bilder auf einen wartet, ist jedes Mal eine kleine Belohnung für sich. Ein Buch, das derart selbstbewusst in seiner eigenen Dunkelheit ruht, unter all dem Blut so verdammt witzig ist und in seiner Machart so wunderschön zusammenpasst, findet man nicht oft. Her mit Band zwei.

    Blutig, zynisch, bildgewaltig. Ein absolut grandioser Auftakt, der trotz 1000 Seiten süchtig macht.

    3 Tage vor

  • riou
    riou

    54 Follower

    4,5

    Was für ein geniales Buch war bitte das?

    Ich habe viele neue kreative Schimpfwörter gelernt. Ich habe mich gefühlt wie in Interview mit einem Vampir nur das Quentin Terentino seine Hände im Spiel hatte. Es geht um Gabriel de Leon im Kampf gegen die Vampire, die ihre Macht stärken seitdem die Sonne ihre Kraft verloren hat. Mehr will ich auch gar nicht sagen. Das Buch muss man einfach erleben. Trotz 1000 Seiten hatte es keine Längen und wirklich miese Cliffhanger. Fantastische Charaktere, die ich in mein Herz geschlossen habe. Band 2 steht auch hier. Und wird hoffentlich baaaald gelesen! Große Empfehlung!

    2 Tage vor

  • meli45
    meli45

    85 Follower

    5,0

    "Ein Tag als Löwe zählt mehr, als 10.000 als Lamm" Jahreshighlight 😊

    Gabriel de Leon ist ein hervorragender Geschichtenerzähler! Der Leser erfährt die Geschichte des letzten Silberwächters in zwei Zeitsträngen. Im ersten ist er 16 Jahre und muss dem Silberorden beitreten. Im zweiten ist Gabriel bereits Anfang 30 und ist die Legende der schwarze Löwe und hat viele Schlachten geschlagen. Die Erzählung ist wirklich wahnsinnig düster, brutal und blutig. Der Stil beinhaltet viele vulgäre Ausdrucksweisen, was aber wunderbar in diese abgefuckte Welt passt und hab ich somit nicht als störend sondern ergänzend empfunden. 1000 Seiten sind natürlich ein Brocken, aber dadurch gibt es ein komplexes Worldbuilding mit komplexen tiefgreifenden Charakteren. Diese sind die Zeit allemal Wert. Im Buch über verteilt gibt es viele wunderschöne gestaltete Zeichnungen und Bilder, die bestimmten Szenen aus der Geschichte darstellen. Ich hab mich auf jedes einzelnen gefreut und es fühlte sich schon fast wie eine kleine Belohnung an, wenn man wieder bei einem angekommen ist 😊 Es geht um Verrat, Schmerz, Verlust, Liebe, Glaube. Absolut empfehlenswert, wenn man ein episches düsteres High Fantasy Werk lesen möchte. Ich begleite Gabriel de Leon auf jeden Fall noch auf seinem weiteren Weg.

    2 Tage vor

3 von 576 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 525%
annuschkar
annuschkar13. Mai 2025

Entschuldigung, ist noch jemandem schlecht geworden bei der Perioden-Szene?

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Autorin / Autor

Über Jay Kristoff

Jay Kristoff verbrachte den Großteil seiner Jugend mit einem Haufen Bücher und zwanzigseitiger Würfel in seinem spärlich beleuchteten Zimmer. Als Master of Arts verfügt er über keine nennenswerte Bildung. Er ist zwei Meter groß und hat laut Statistik noch 11.000 Tage zu leben. Zusammen mit seiner Frau und dem faulsten Jack-Russell-Terrier der Welt lebt er in Melbourne. Jay Kristoff glaubt nicht an Happy Ends.

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