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Das Mädchen hat eine wahrhaft schreckliche Kindheit. Selbst wenn man schon Anteil an so einigen schrecklichen Kindheiten hatte, was das Mädchen erleben, wohl eigentlich eher erdulden und ertragen muss, ist stellenweise nicht zu ertragen. Auch Angelika Küssendorf hatte eine schwierige Kindheit, die viele Parallelen zum Mädchen hat. Wieviel Leben Autorin und Figur miteinander teilen, hat sie nie verraten. Schnörkellos, in kurzen Sätzen, fast vollkommen entbildlichter Sprache konnte ich als Lesende den Schmerz spüren. Die andauernden Zurückweisungen, die Erniedrigungen, das Ausgestoßen werden, ausgestoßen sein und sich ausgestoßen und liebensunwert fühlen. Resilienz gibt es viel, Hoffnung zumindest in diesem ersten Teil der Trilogie nur wenig. Und doch ist dieses Buch so lesenswert, wenn auch zeitweise nur in homöopathischen Dosen, weil Herz und Verstand einfach nicht mehr aufnehmen können. Denn Kindheiten wie diese gibt es immer noch und mit diesem Buch gibt Angelika Küssendorf all den darin gefangenen Mädchen und Jungen eine Stimme. Eine Stimme, die meiner Erfahrung nach so oft im Behörden- und Paragrafendschungel ungehört verstummt.
1. Sept. 2024
Das Mädchen hat eine wahrhaft schreckliche Kindheit. Selbst wenn man schon Anteil an so einigen schrecklichen Kindheiten hatte, was das Mädchen erleben, wohl eigentlich eher erdulden und ertragen muss, ist stellenweise nicht zu ertragen. Auch Angelika Küssendorf hatte eine schwierige Kindheit, die viele Parallelen zum Mädchen hat. Wieviel Leben Autorin und Figur miteinander teilen, hat sie nie verraten. Schnörkellos, in kurzen Sätzen, fast vollkommen entbildlichter Sprache konnte ich als Lesende den Schmerz spüren. Die andauernden Zurückweisungen, die Erniedrigungen, das Ausgestoßen werden, ausgestoßen sein und sich ausgestoßen und liebensunwert fühlen. Resilienz gibt es viel, Hoffnung zumindest in diesem ersten Teil der Trilogie nur wenig. Und doch ist dieses Buch so lesenswert, wenn auch zeitweise nur in homöopathischen Dosen, weil Herz und Verstand einfach nicht mehr aufnehmen können. Denn Kindheiten wie diese gibt es immer noch und mit diesem Buch gibt Angelika Küssendorf all den darin gefangenen Mädchen und Jungen eine Stimme. Eine Stimme, die meiner Erfahrung nach so oft im Behörden- und Paragrafendschungel ungehört verstummt.
1. Sept. 2024






