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"Leid kommt, wenn es eintrifft, in nichts dem gleich, was wir erwarten." - Joan Didion
Das Thema beschäftigt mich schon eine längere Zeit. Es ließ mich einfach nicht los und jetzt bin ich hier, philosophiere herum, ohne eine klaren Gedankengang für alles zu finden. Didion spricht in ihrem Buch davon, dass Leid einen im Leben trifft, ob man nun will oder nicht. Man hat keinen Einfluss auf den Schmerz, den wir Verspüren, wenn wir am zerbrechlichsten sind. Sie spricht von den Kummer, den sie nach dem Tod ihres Ehegatten erfahren hat. Ich würde weiter gehen und behaupten, dass nicht nur der Tod Leid verursacht, sondern auch der Verlust von Träumen, Wünschen die nicht in Erfüllung gehen, Erwartungen und vieles mehr. Kummer hat keine Grenze und jeder nimmt emotionales Leid unterschiedlich wahr. Und dennoch verbindet es durch die Tatsache, dass der Schmerz so stark ist, dass man den Eindruck hat, dass man daran ertrinkt. Man versinkt in den Gedanken, bis alles um einen herum nur noch Schwarz ist. »Wieso passiert das mir? Wurde ich bestraft? Wieso haben die das, nicht ich? Hätte ich etwas anders machen können?« So viele Fragen, die man in dem eigenen Kopf auskämpft. Und letztendlich können wir nicht akzeptieren was vor sich geht. Es ist schwer das loszulassen, was uns so sehnlichst nah war, was man sich Bedingungslos gewünscht hat und nun... fern ist. In einer Sekunde ist es noch da und nach einem Wimpernschlag zerrinnt es zwischen den Fingern, bis nichts mehr da ist und man sich bewusst werden muss... »Es ist weg.« Didion konnte dies dadurch deutlich machen, dass sie ihren Alltag nicht mehr bewältigen konnte. Der Kummer zog sie zurück, warf sie in Erinnerungen, die sich tief ihre Seele geritzt hatten. Erinnerungen, die so viel Bedeutung trugen, dass sie unvergesslich sind. Und dann soll man plötzlich alles löschen? Nein, man klammert sich an dem was war, was man so sehr wollte, fest. Versucht eine Form von Gleichgewicht für die entstandene Lücke zu schaffen oder sie sogar wiederherzustellen. »Mach es wieder rückgängig.« Vielleicht ist das der Gedanke, an den man sich selbst verliert. »Ich will es wieder haben. Es war doch so schön.« Man blockiert bewusst das offensichtliche, denn die Einsicht ist viel schwerer. Nichtsdestotrotz dreht sich die Zeit weiter, wenn auch ohne einen. Wie soll man denn den Verlust verarbeiten, wenn gleichzeitig erwartet wird, dass man sich schnellstens anpasst. Die Zeit zum akzeptieren wird uns genommen, selbst wenn man sie am meisten benötigt. Nur Heilung kann helfen. Doch Heilung ist komplizierter. Trauern, etwas, was so oft verpönt wird. Denn wir müssen oft funktionieren, bemühen uns und dennoch geht es nicht. Denn letztendlich ist nichts, wie es einmal war und es wird auch nicht mehr so sein. "Leid ist anders." - Joan Didion. •●•●•●•●•●•●•●●•●•●•●•●•●•●●•●• Meinungen können sich unterscheiden, deswegen muss jede:r wohl selbst entscheiden, welcher er/sie/div es hat. MEINE MEINUNG IST NICHT EURE. Die Autoren sollen nicht schlecht geredet werden. Jeder hat sein eigenes Sprachgefühl. •●•●•●•●•●•●•●•●•●•●•●•●•●•●•●•●

15. Feb. 2026
"Leid kommt, wenn es eintrifft, in nichts dem gleich, was wir erwarten." - Joan Didion
Das Thema beschäftigt mich schon eine längere Zeit. Es ließ mich einfach nicht los und jetzt bin ich hier, philosophiere herum, ohne eine klaren Gedankengang für alles zu finden. Didion spricht in ihrem Buch davon, dass Leid einen im Leben trifft, ob man nun will oder nicht. Man hat keinen Einfluss auf den Schmerz, den wir Verspüren, wenn wir am zerbrechlichsten sind. Sie spricht von den Kummer, den sie nach dem Tod ihres Ehegatten erfahren hat. Ich würde weiter gehen und behaupten, dass nicht nur der Tod Leid verursacht, sondern auch der Verlust von Träumen, Wünschen die nicht in Erfüllung gehen, Erwartungen und vieles mehr. Kummer hat keine Grenze und jeder nimmt emotionales Leid unterschiedlich wahr. Und dennoch verbindet es durch die Tatsache, dass der Schmerz so stark ist, dass man den Eindruck hat, dass man daran ertrinkt. Man versinkt in den Gedanken, bis alles um einen herum nur noch Schwarz ist. »Wieso passiert das mir? Wurde ich bestraft? Wieso haben die das, nicht ich? Hätte ich etwas anders machen können?« So viele Fragen, die man in dem eigenen Kopf auskämpft. Und letztendlich können wir nicht akzeptieren was vor sich geht. Es ist schwer das loszulassen, was uns so sehnlichst nah war, was man sich Bedingungslos gewünscht hat und nun... fern ist. In einer Sekunde ist es noch da und nach einem Wimpernschlag zerrinnt es zwischen den Fingern, bis nichts mehr da ist und man sich bewusst werden muss... »Es ist weg.« Didion konnte dies dadurch deutlich machen, dass sie ihren Alltag nicht mehr bewältigen konnte. Der Kummer zog sie zurück, warf sie in Erinnerungen, die sich tief ihre Seele geritzt hatten. Erinnerungen, die so viel Bedeutung trugen, dass sie unvergesslich sind. Und dann soll man plötzlich alles löschen? Nein, man klammert sich an dem was war, was man so sehr wollte, fest. Versucht eine Form von Gleichgewicht für die entstandene Lücke zu schaffen oder sie sogar wiederherzustellen. »Mach es wieder rückgängig.« Vielleicht ist das der Gedanke, an den man sich selbst verliert. »Ich will es wieder haben. Es war doch so schön.« Man blockiert bewusst das offensichtliche, denn die Einsicht ist viel schwerer. Nichtsdestotrotz dreht sich die Zeit weiter, wenn auch ohne einen. Wie soll man denn den Verlust verarbeiten, wenn gleichzeitig erwartet wird, dass man sich schnellstens anpasst. Die Zeit zum akzeptieren wird uns genommen, selbst wenn man sie am meisten benötigt. Nur Heilung kann helfen. Doch Heilung ist komplizierter. Trauern, etwas, was so oft verpönt wird. Denn wir müssen oft funktionieren, bemühen uns und dennoch geht es nicht. Denn letztendlich ist nichts, wie es einmal war und es wird auch nicht mehr so sein. "Leid ist anders." - Joan Didion. •●•●•●•●•●•●•●●•●•●•●•●•●•●●•●• Meinungen können sich unterscheiden, deswegen muss jede:r wohl selbst entscheiden, welcher er/sie/div es hat. MEINE MEINUNG IST NICHT EURE. Die Autoren sollen nicht schlecht geredet werden. Jeder hat sein eigenes Sprachgefühl. •●•●•●•●•●•●•●•●•●•●•●•●•●•●•●•●
15. Feb. 2026








