
1,2k Follower
~𝘝𝘪𝘦𝘭𝘭𝘦𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘨𝘪𝘣𝘵‘𝘴 𝘥𝘰𝘤𝘩 𝘦𝘪𝘯 𝘸𝘪𝘭𝘥𝘦𝘴 𝘛𝘪𝘦𝘳… 𝘝𝘪𝘦𝘭𝘭𝘦𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘴𝘪𝘯𝘥 𝘸𝘪𝘳‘𝘴 𝘴𝘦𝘭𝘣𝘴𝘵.~

6. Juli 2026
~𝘝𝘪𝘦𝘭𝘭𝘦𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘨𝘪𝘣𝘵‘𝘴 𝘥𝘰𝘤𝘩 𝘦𝘪𝘯 𝘸𝘪𝘭𝘥𝘦𝘴 𝘛𝘪𝘦𝘳… 𝘝𝘪𝘦𝘭𝘭𝘦𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘴𝘪𝘯𝘥 𝘸𝘪𝘳‘𝘴 𝘴𝘦𝘭𝘣𝘴𝘵.~
6. Juli 2026

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6. Juli 2026
~𝘝𝘪𝘦𝘭𝘭𝘦𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘨𝘪𝘣𝘵‘𝘴 𝘥𝘰𝘤𝘩 𝘦𝘪𝘯 𝘸𝘪𝘭𝘥𝘦𝘴 𝘛𝘪𝘦𝘳… 𝘝𝘪𝘦𝘭𝘭𝘦𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘴𝘪𝘯𝘥 𝘸𝘪𝘳‘𝘴 𝘴𝘦𝘭𝘣𝘴𝘵.~
6. Juli 2026


109 Follower
Die Ausgangsidee dieses dystopischen Romans ist verstörend und entwickelt sofort einen starken Reiz. Junge Frauen werden kurz vor ihrer vorgesehenen Heirat für ein „Gnadenjahr“ aus ihrer Dorfgemeinschaft verbannt und müssen in einem abgeschiedenen Lager überleben. Dort sind sie nicht nur mysteriösen „Wilderern“ ausgeliefert, sondern auch sich selbst. Schon bald verändern Angst und Misstrauen das Zusammenleben der Mädchen. Freundschaften werden auf die Probe gestellt, und innerhalb der Gruppe entstehen erste Machtkämpfe. Schon während des Lesens habe ich mich immer wieder gefragt, ob das alles wirklich logisch ist. Manche Entwicklungen wirkten ziemlich konstruiert. Und trotzdem konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Seine größte Stärke liegt für mich nicht im Plot, sondern in den Bildern, der Atmosphäre und den Themen. Die amerikanische Autorin Kim Liggett entwirft eine patriarchale Gesellschaft, in der Frauen von Geburt an über Rituale, Moral und Religion kontrolliert werden. Offene Gewalt spielt dabei nur eine Rolle. Viel interessanter fand ich, wie das System seine Regeln in den Köpfen der Menschen verankert. Mütter geben die Regeln an ihre Töchter weiter, Frauen verurteilen andere Frauen, und selbst die Mädchen werden gegeneinander ausgespielt. Dieser Teil der Geschichte wirkte auf mich erschreckend glaubwürdig. Je länger ich über den Roman nachdenke, desto weniger sehe ich ihn als klassische Dystopie. Als Parabel über Unterdrückung, Angst, Scham und weibliche Solidarität hat der Roman für mich dagegen viel besser funktioniert. Der Schreibstil ist klar und flüssig, ohne sprachlich besonders herauszustechen. Dafür entwickelt der Roman einen enorme Sogwirkung. Ich habe das Buch an zwei Abenden durchgelesen. Mit der Liebesgeschichte konnte ich dagegen wenig anfangen. Sie hätte für mich nicht unbedingt sein müssen. Die Dynamik zwischen den Mädchen war deutlich interessanter und emotional stärker. An jede Wendung der Handlung werde ich mich vermutlich nicht lange erinnern. Viele Bilder habe ich dagegen noch sehr deutlich vor Augen. Die Schleier, die Blumensymbolik, den Bestrafungsbaum oder die Frauen, die sich an ihren Verletzungen erkennen. Genau diese Bilder sind bei mir hängen geblieben. Das dunkle Schweigen der Mädchen wird nicht zu meinen Lieblingsbüchern gehören. Dafür sind mir einige Teile der Handlung zu konstruiert. Die Atmosphäre, die Bilder und vor allem die Idee hinter dem Roman werden mir trotzdem im Gedächtnis bleiben. 3,5 von 5 ⭐️
13. Juli 2026
Die Ausgangsidee dieses dystopischen Romans ist verstörend und entwickelt sofort einen starken Reiz. Junge Frauen werden kurz vor ihrer vorgesehenen Heirat für ein „Gnadenjahr“ aus ihrer Dorfgemeinschaft verbannt und müssen in einem abgeschiedenen Lager überleben. Dort sind sie nicht nur mysteriösen „Wilderern“ ausgeliefert, sondern auch sich selbst. Schon bald verändern Angst und Misstrauen das Zusammenleben der Mädchen. Freundschaften werden auf die Probe gestellt, und innerhalb der Gruppe entstehen erste Machtkämpfe. Schon während des Lesens habe ich mich immer wieder gefragt, ob das alles wirklich logisch ist. Manche Entwicklungen wirkten ziemlich konstruiert. Und trotzdem konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Seine größte Stärke liegt für mich nicht im Plot, sondern in den Bildern, der Atmosphäre und den Themen. Die amerikanische Autorin Kim Liggett entwirft eine patriarchale Gesellschaft, in der Frauen von Geburt an über Rituale, Moral und Religion kontrolliert werden. Offene Gewalt spielt dabei nur eine Rolle. Viel interessanter fand ich, wie das System seine Regeln in den Köpfen der Menschen verankert. Mütter geben die Regeln an ihre Töchter weiter, Frauen verurteilen andere Frauen, und selbst die Mädchen werden gegeneinander ausgespielt. Dieser Teil der Geschichte wirkte auf mich erschreckend glaubwürdig. Je länger ich über den Roman nachdenke, desto weniger sehe ich ihn als klassische Dystopie. Als Parabel über Unterdrückung, Angst, Scham und weibliche Solidarität hat der Roman für mich dagegen viel besser funktioniert. Der Schreibstil ist klar und flüssig, ohne sprachlich besonders herauszustechen. Dafür entwickelt der Roman einen enorme Sogwirkung. Ich habe das Buch an zwei Abenden durchgelesen. Mit der Liebesgeschichte konnte ich dagegen wenig anfangen. Sie hätte für mich nicht unbedingt sein müssen. Die Dynamik zwischen den Mädchen war deutlich interessanter und emotional stärker. An jede Wendung der Handlung werde ich mich vermutlich nicht lange erinnern. Viele Bilder habe ich dagegen noch sehr deutlich vor Augen. Die Schleier, die Blumensymbolik, den Bestrafungsbaum oder die Frauen, die sich an ihren Verletzungen erkennen. Genau diese Bilder sind bei mir hängen geblieben. Das dunkle Schweigen der Mädchen wird nicht zu meinen Lieblingsbüchern gehören. Dafür sind mir einige Teile der Handlung zu konstruiert. Die Atmosphäre, die Bilder und vor allem die Idee hinter dem Roman werden mir trotzdem im Gedächtnis bleiben. 3,5 von 5 ⭐️
13. Juli 2026

205 Follower
Tribute von Panem, Herr der Fliegen und Der Report der Magd in einem Buch? Geht nicht? Geht doch. Genauso fühlte sich nämlich Das dunkle Schweigen der Mädchen an. Kein Wunder, denn die Autorin zitiert zu Beginn ihres Romans zwei der oben genannten Bücher und hat sich wohl von diesen Klassikern inspirieren lassen. Dabei ist das Buch aber keineswegs ein billiger Abklatsch. Es ist ein gut geschriebener, spannender und gut konstruierter Roman mit einer ziemlich düsteren Atmosphäre. Es geht um eine Gesellschaft, in der mehr Frauen als Männer geboren werden. Um die vielen Frauen kleinzuhalten, wurde das sogenannte Gnadenjahr eingeführt. Jungen Frauen wird nachgesagt, dass in ihnen besondere böse Kräfte erwachen (Männer kontrollieren und verführen etc. – klassische Täter-Opfer-Umkehr, lieben wir 🙄) und dass sie diese nur in der Wildnis loswerden können. Bevor sie verheiratet werden, schickt man sie deshalb gemeinsam fort, um sie zu brechen und sie gegeneinander aufzubringen. In der Wildnis sind sie auf sich allein gestellt und müssen sich zusätzlich vor Wilderern in Acht nehmen. Denn Körperteile dieser jungen Mädchen werden zu "magischen" Rezepturen und Aphrodisiaka verarbeitet. Klingt grausam? Ist es auch. Aber dahinter steckt tatsächlich noch viel mehr. Und wer liebt nicht den ein oder anderen Plottwist? 😜 Ähnlich wie in Herr der Fliegen spielen sich die Mädchen mit der Zeit gegenseitig aus. Der Kampf um Hierarchie und ums Überleben bringt dabei auch die unschönen Seiten der menschlichen Natur zum Vorschein. Das Buch war für mich eine tolle Mischung aus Dystopie, Action und Feminismus. Ich kann es trotz dieses "hübschen" Covers weiterempfehlen. Wers spannend und feministisch mag ist hier richtig😉
1 Tage vor
Tribute von Panem, Herr der Fliegen und Der Report der Magd in einem Buch? Geht nicht? Geht doch. Genauso fühlte sich nämlich Das dunkle Schweigen der Mädchen an. Kein Wunder, denn die Autorin zitiert zu Beginn ihres Romans zwei der oben genannten Bücher und hat sich wohl von diesen Klassikern inspirieren lassen. Dabei ist das Buch aber keineswegs ein billiger Abklatsch. Es ist ein gut geschriebener, spannender und gut konstruierter Roman mit einer ziemlich düsteren Atmosphäre. Es geht um eine Gesellschaft, in der mehr Frauen als Männer geboren werden. Um die vielen Frauen kleinzuhalten, wurde das sogenannte Gnadenjahr eingeführt. Jungen Frauen wird nachgesagt, dass in ihnen besondere böse Kräfte erwachen (Männer kontrollieren und verführen etc. – klassische Täter-Opfer-Umkehr, lieben wir 🙄) und dass sie diese nur in der Wildnis loswerden können. Bevor sie verheiratet werden, schickt man sie deshalb gemeinsam fort, um sie zu brechen und sie gegeneinander aufzubringen. In der Wildnis sind sie auf sich allein gestellt und müssen sich zusätzlich vor Wilderern in Acht nehmen. Denn Körperteile dieser jungen Mädchen werden zu "magischen" Rezepturen und Aphrodisiaka verarbeitet. Klingt grausam? Ist es auch. Aber dahinter steckt tatsächlich noch viel mehr. Und wer liebt nicht den ein oder anderen Plottwist? 😜 Ähnlich wie in Herr der Fliegen spielen sich die Mädchen mit der Zeit gegenseitig aus. Der Kampf um Hierarchie und ums Überleben bringt dabei auch die unschönen Seiten der menschlichen Natur zum Vorschein. Das Buch war für mich eine tolle Mischung aus Dystopie, Action und Feminismus. Ich kann es trotz dieses "hübschen" Covers weiterempfehlen. Wers spannend und feministisch mag ist hier richtig😉
1 Tage vor
3 von 97 Rezensionen
Seitenbasierte Kommentare

Dieses Buch macht mich jetzt schon so wütend (Aber auf einen gute Weise) 😅
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