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Irgendwie viel… und irgendwie zu wenig
📝Worum geht's? "Hidden Lies. Mein Geheimnis kann dich töten" ist eine dystopische Jugendgeschichte über Schuld, Angst und Geheimnisse in einer Welt, die nach einer verheerenden Krankheit auseinandergebrochen ist. Die Hauptfigur Kara ist mit dem gefährlichen Virus „Morbus Shade“ infiziert. Während der Krankheit verlieren Betroffene die Kontrolle über sich und greifen andere Menschen an. Nach dem Ausbruch wurde die Gesellschaft in zwei Gruppen geteilt: Gesunde und Infizierte. Die Infizierten werden gefürchtet und ausgeschlossen. Kara schafft es mithilfe ihrer Familie, ihre Krankheit geheim zu halten und wieder unter den „Gesunden“ zu lleben. Ein Medikament unterdrückt die Symptome — allerdings nur vorübergehend. Deshalb lebt Kara ständig mit der Angst, entdeckt zu werden oder die Kontrolle erneut zu verlieren. Besonders schwierig wird es, als sie Adrian näherkommt. Er hasst Infizierte zutiefst, weil er durch die Krankheit Menschen verloren hat. Trotzdem entwickelt sich zwischen den beiden langsam eine emotionale Verbindung. ⭐Meine Meinung ⭐⭐⭐ "Hidden Lies. Mein Geheimnis kann dich töten" konnte mich leider nicht komplett abholen. Irgendwie passiert in der Geschichte total viel — und gleichzeitig auch irgendwie nichts. Die Handlung zieht sich stellenweise, obwohl ständig neue Dinge passieren. Das Thema der gesellschaftlichen Spaltung zwischen Infizierten und Gesunden fand ich eigentlich spannend. Gerade dieser Hass gegenüber Menschen, die ihre Infektion unter Kontrolle haben, hatte definitiv Potenzial. Allerdings waren viele Plotentwicklungen für mich ziemlich vorhersehbar und manche Handlungen wirkten etwas zu einfach gelöst. Generell hatte ich das Gefühl, dass die Autorin sehr viele Ideen gleichzeitig unterbringen wollte, wodurch sich die Geschichte für mich stellenweise etwas „halb gar“ angefühlt hat. Im Zombie-/Pandemie-Genre wurde hier leider auch nichts wirklich neu erfunden — vieles kennt man einfach schon aus ähnlichen Geschichten. Trotzdem gab es ein paar Dinge, die mir gefallen haben: Die Geschichte wird zwar komplett aus Karas POV erzählt, aber die kleinen Einblicke in die Gedanken oder Vergangenheit anderer Charaktere am Ende mancher Kapitel mochte ich echt gern. Das hat nochmal etwas Abwechslung reingebracht. Das Finale war dann einfach nur ein kompletter Fiebertraum — irgendwie wild, chaotisch und fast schon drüber. Ich glaube, dass mir das Buch ein paar Jahre früher deutlich besser gefallen hätte. Für ein jüngeres YA-Publikum funktioniert die Geschichte wahrscheinlich wesentlich stärker.
10. Mai 2026
Irgendwie viel… und irgendwie zu wenig
📝Worum geht's? "Hidden Lies. Mein Geheimnis kann dich töten" ist eine dystopische Jugendgeschichte über Schuld, Angst und Geheimnisse in einer Welt, die nach einer verheerenden Krankheit auseinandergebrochen ist. Die Hauptfigur Kara ist mit dem gefährlichen Virus „Morbus Shade“ infiziert. Während der Krankheit verlieren Betroffene die Kontrolle über sich und greifen andere Menschen an. Nach dem Ausbruch wurde die Gesellschaft in zwei Gruppen geteilt: Gesunde und Infizierte. Die Infizierten werden gefürchtet und ausgeschlossen. Kara schafft es mithilfe ihrer Familie, ihre Krankheit geheim zu halten und wieder unter den „Gesunden“ zu lleben. Ein Medikament unterdrückt die Symptome — allerdings nur vorübergehend. Deshalb lebt Kara ständig mit der Angst, entdeckt zu werden oder die Kontrolle erneut zu verlieren. Besonders schwierig wird es, als sie Adrian näherkommt. Er hasst Infizierte zutiefst, weil er durch die Krankheit Menschen verloren hat. Trotzdem entwickelt sich zwischen den beiden langsam eine emotionale Verbindung. ⭐Meine Meinung ⭐⭐⭐ "Hidden Lies. Mein Geheimnis kann dich töten" konnte mich leider nicht komplett abholen. Irgendwie passiert in der Geschichte total viel — und gleichzeitig auch irgendwie nichts. Die Handlung zieht sich stellenweise, obwohl ständig neue Dinge passieren. Das Thema der gesellschaftlichen Spaltung zwischen Infizierten und Gesunden fand ich eigentlich spannend. Gerade dieser Hass gegenüber Menschen, die ihre Infektion unter Kontrolle haben, hatte definitiv Potenzial. Allerdings waren viele Plotentwicklungen für mich ziemlich vorhersehbar und manche Handlungen wirkten etwas zu einfach gelöst. Generell hatte ich das Gefühl, dass die Autorin sehr viele Ideen gleichzeitig unterbringen wollte, wodurch sich die Geschichte für mich stellenweise etwas „halb gar“ angefühlt hat. Im Zombie-/Pandemie-Genre wurde hier leider auch nichts wirklich neu erfunden — vieles kennt man einfach schon aus ähnlichen Geschichten. Trotzdem gab es ein paar Dinge, die mir gefallen haben: Die Geschichte wird zwar komplett aus Karas POV erzählt, aber die kleinen Einblicke in die Gedanken oder Vergangenheit anderer Charaktere am Ende mancher Kapitel mochte ich echt gern. Das hat nochmal etwas Abwechslung reingebracht. Das Finale war dann einfach nur ein kompletter Fiebertraum — irgendwie wild, chaotisch und fast schon drüber. Ich glaube, dass mir das Buch ein paar Jahre früher deutlich besser gefallen hätte. Für ein jüngeres YA-Publikum funktioniert die Geschichte wahrscheinlich wesentlich stärker.
10. Mai 2026






