Das animalische Echo. Was wir von Tieren über unsere Gefühle lernen

Das animalische Echo. Was wir von Tieren über unsere Gefühle lernen

Hardcover
4.51

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Beschreibung

Wie wir zu unseren animalischen Grundlagen finden

Lange hat sich der Mensch über die Tiere gestellt. Wolfgang Schmidbauer schlägt einen anderen Weg vor: Die Aufmerksamkeit für unser tierisches Erbe, das Wissen um die Vielfalt und Schönheit der Nähe zwischen Tier und Mensch muss nicht kränken. Sie kann demütig machen und uns vor den Abstürzen schützen, die an der Behauptung zweifeln lassen, der Mensch sei die Krone der Schöpfung.
Mit seinem Modell der animalischen Anmutungen gibt der renommierte Psychoanalytiker Denkanstöße, die helfen, sich in einer komplizierten und unsicheren Welt zurechtzufinden und seinen emotionalen Bedürfnissen Raum zu geben.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Ratgeber & Sachbücher
Sub-Genre
Persönlichkeitsentwicklung
Format
Hardcover
Seitenzahl
283
Preis
22.70 €

Autorenbeschreibung

Wolfgang Schmidbauer, geb. 1941, gilt als einer der bekanntesten Psychoanalytiker Deutschlands. Neben Sachbüchern, von denen einige Bestseller wurden, hat er auch Erzählungen, Romane und Berichte über Kindheits- und Jugenderlebnisse verfasst. Er ist Kolumnist und schreibt regelmäßig für Fach- und Publikumszeitschriften.

Beiträge

1
Alle
4.5

Vom Tier in uns und der Wärme, die wir verlernen.

Wolfgang Schmidbauer, einer der erfahrensten deutschen Psychoanalytiker, legt mit über achtzig ein erstaunlich frisches und gedankenreiches Buch vor. Sein Leitbegriff, das „animalische Echo”, bezeichnet jene vorsprachliche, empathische und soziale Schicht unseres Erlebens, die wir mit anderen Säugetieren teilen und die in einer zunehmend narzisstischen, digitalisierten Welt zu verstummen droht. Daraus entwickelt er eine eigene Theorie psychischer Gesundheit, die er dem Narzissmus als Gegenpol entgegensetzt. Die große Stärke des Buches ist Schmidbauers Bildung und sein Blick. Er bewegt sich mühelos zwischen Freud, Klages, Fromm, Rilke, Tolstoi, Kleist und der aktuellen Bindungs und Evolutionsforschung, und er bleibt dabei immer am konkreten Fall, an einer Hundephobie, an einem weinenden Kind, an einer „weißen Schlange” im Traum. Seine Sprache ist klar, oft poetisch, nie modisch, und die Kapitel über Tiere als Übergangsobjekte, über Bäume und über die künstliche „Intelligenz” als Parasit gehören zum Schönsten und Schärfsten. Wer Geduld für ein assoziatives, essayistisches Tempo mitbringt und sich auf eine etwas eigenwillige Begriffsbildung einlässt, wird reich belohnt. Wer eine straffe These mit klaren Belegen sucht, könnte den Bogen stellenweise weit finden. Ein kluges, warmes, gegen den Strom gebürstetes Buch für alle, die psychoanalytisches Denken, Naturphilosophie und literarische Tiefe in einem suchen.

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