Dann ziehe ich eben aus
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Beschreibung
Der vermeintliche Tod einer Mutter, die gar keine Mutter war, bringt alles durcheinander.
Lisa hat bereits vor Jahrzehnten mit ihrer Mutter, ihrem Stiefvater und ihrem leiblichen Vater den Kontakt abgebrochen. Auf einmal meldet sich eine längst vergessene Tante, um aus Sensationslust die Todesnachricht von Lisas Mutter zu überbringen. Die Tante spielt die ahnungslose, liebe Verwandte, die sich bloß nirgends eingemischt hat und daher nichts von Lisas schwieriger Kindheit, geschweige denn vom Missbrauch durch den Stiefvater weiß. Tatsächlich aber war sie bis zuletzt die Vertraute der Mutter.
Lisa wird wieder von Erinnerungen heimgesucht: Heiteres, Komisches, Tragisches. Etwa dass Lisas Stiefvater sich wie Mutters Stiefvater benahm, wenn er nachts ins Zimmer kam. Ein weiter Bogen über die gesamte Kindheit.
Und später: Sex mit einem Fremden, als Lisa von zu Hause ausreißt, um ihren leiblichen Vater zu suchen.
Als Erwachsene: Nachforschungen über Großvaters Verbleib und was sich rekonstruieren ließ: Das Lagerleben, der interne Widerstand, das Leben mit sadistischen SS-Leuten und jenen mit zeitweise menschlichem Antlitz, die überlieferte Kindheit der Mutter als „Halbjüdin“, die Erzählungen von Großmutter, die in der Not einen arischen Bäckermeister heiratete und an ihm zerbrach.
Der Versuch, durch das Aufrollen der Großvatergeschichte die eigenen Erinnerungen zu übertönen. Schließlich betreten ProtagonistInnen aus Lisas Kindheit die Träume, um ein surreales Theaterstück aufzuführen. Als bemühten sie sich, endlich wieder verblassen zu können. Als müssten die Einzelteile der Vergangenheit erst in der gesamten Wucht aufeinander treffen, um sich wieder auf ein erträgliches Maß zu verkleinern. Da sie lebenslänglich Wohnrecht im Kopf haben.
Die Schrecken des Holocaust wirken auf 3 Generationen Frauen und auf deren Männer nach. Wehrlosigkeit von Mädchen gegenüber männlicher Gewalt dominiert das Leben der Frauen. Sie kämpfen mit der Unfähigkeit, die eigenen Töchter vor einer ähnlichen Geschichte zu bewahren. Es wird abwechselnd aus verschiedenen Perspektiven und verschiedenen Perioden erzählt.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Christine Werner: Schreibarbeiterin, geboren am 26. August 1954 in Wien, lebt und arbeitet in Wien und in der Steiermark. Publikationen: – 2011 Herausgeberin von „Die Zuckerlfabrik im Schulbankfach“, Anthologie zum 100jährigen Frauentag, Arovell-Verlag, Gosau/Wien. Geschichten von österreichischen Heimatdichterinnen/Theaterfrauen/Darstellerinnen/Radiofrauen/Netzkünstlerinnen/undsoweiter: El Awadalla, Karin Gayer, Margit Hahn, Monika Krautgartner, Tina Leisch, Elisabeth Vera Rathenböck, Lale Rodgarkia-Dara, Eva Rossmann, Andrea Steffal, Cornelia Travnicek, Sylvia Treudl, Barbara Unger-Wiplinger und Christine Werner. – 2009 „Die Arbeitslosenpolizei“, Erwerbslose in Österreich, Recherche in Prosa, Arovell-Verlag, Gosau/Wien, Cartoons von Carina Klammer. – 2008 „Verdammt“, Novelle, Arovell-Verlag Gosau/Wien, ein absurder Amoklauf rund um eine Scheidung und einige Leichen im Keller. – 2002 „fern & weh, ein Reisefieber“, ein Paar, zwei Geschwindigkeiten – innere und äußere Reise um die Welt, Sisyphus-Verlag, Kärnten/Wien. – 2000 „Wien ist nicht Chicago“, historisch-zeitkritischer Roman, Resistenz-Verlag, Gmünd 1938 – Flucht der Jüdin Emmy Mahler. – 1999 „Eine Handbreit über dem Knie“, historisch-zeitkritischer Roman, Resistenz-Verlag Linz/Wien. Drei Generationen Frauen in der Zeit von 1938–1970 in Wien, Nationalsozialismus, Nachkriegszeit, Wiederaufbau. – 1996 „Meine Schuhe eingraben“, Reihe „Lyrik aus Österreich“, Verlag G. Grasl, Baden bei Wien. Zahlreiche Beiträge in Anthologien, Rezensionen und Kritiken, Text- und Bildcollagen, zahlreiche Lesungen und öffentliche Auftritte, u.a. in New York, literarisches Kabarett, Schreibwerkstatt mit obdachlosen Frauen, Theaterfotografie für mehrere Produktionen von Tina Leisch und Hubsi Kramar, Hörbilder (ORF, Freies Radio) Dramen: „Die Ewigkeit ist eine chemische Fabrik“, „Unerhört“, „Nähe“, „Flucht in Schubhaft“, „Ums überleben dran vorbei“, „Iks und die Schlampe“, „Grüß Gott Österreich, Gute Nacht“ Zahlreiche Preise und Auszeichnungen, Arbeits- und Reisestipendien Mitglied der Grazer AutorInnenvereinigung
Beschreibung
Der vermeintliche Tod einer Mutter, die gar keine Mutter war, bringt alles durcheinander.
Lisa hat bereits vor Jahrzehnten mit ihrer Mutter, ihrem Stiefvater und ihrem leiblichen Vater den Kontakt abgebrochen. Auf einmal meldet sich eine längst vergessene Tante, um aus Sensationslust die Todesnachricht von Lisas Mutter zu überbringen. Die Tante spielt die ahnungslose, liebe Verwandte, die sich bloß nirgends eingemischt hat und daher nichts von Lisas schwieriger Kindheit, geschweige denn vom Missbrauch durch den Stiefvater weiß. Tatsächlich aber war sie bis zuletzt die Vertraute der Mutter.
Lisa wird wieder von Erinnerungen heimgesucht: Heiteres, Komisches, Tragisches. Etwa dass Lisas Stiefvater sich wie Mutters Stiefvater benahm, wenn er nachts ins Zimmer kam. Ein weiter Bogen über die gesamte Kindheit.
Und später: Sex mit einem Fremden, als Lisa von zu Hause ausreißt, um ihren leiblichen Vater zu suchen.
Als Erwachsene: Nachforschungen über Großvaters Verbleib und was sich rekonstruieren ließ: Das Lagerleben, der interne Widerstand, das Leben mit sadistischen SS-Leuten und jenen mit zeitweise menschlichem Antlitz, die überlieferte Kindheit der Mutter als „Halbjüdin“, die Erzählungen von Großmutter, die in der Not einen arischen Bäckermeister heiratete und an ihm zerbrach.
Der Versuch, durch das Aufrollen der Großvatergeschichte die eigenen Erinnerungen zu übertönen. Schließlich betreten ProtagonistInnen aus Lisas Kindheit die Träume, um ein surreales Theaterstück aufzuführen. Als bemühten sie sich, endlich wieder verblassen zu können. Als müssten die Einzelteile der Vergangenheit erst in der gesamten Wucht aufeinander treffen, um sich wieder auf ein erträgliches Maß zu verkleinern. Da sie lebenslänglich Wohnrecht im Kopf haben.
Die Schrecken des Holocaust wirken auf 3 Generationen Frauen und auf deren Männer nach. Wehrlosigkeit von Mädchen gegenüber männlicher Gewalt dominiert das Leben der Frauen. Sie kämpfen mit der Unfähigkeit, die eigenen Töchter vor einer ähnlichen Geschichte zu bewahren. Es wird abwechselnd aus verschiedenen Perspektiven und verschiedenen Perioden erzählt.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Christine Werner: Schreibarbeiterin, geboren am 26. August 1954 in Wien, lebt und arbeitet in Wien und in der Steiermark. Publikationen: – 2011 Herausgeberin von „Die Zuckerlfabrik im Schulbankfach“, Anthologie zum 100jährigen Frauentag, Arovell-Verlag, Gosau/Wien. Geschichten von österreichischen Heimatdichterinnen/Theaterfrauen/Darstellerinnen/Radiofrauen/Netzkünstlerinnen/undsoweiter: El Awadalla, Karin Gayer, Margit Hahn, Monika Krautgartner, Tina Leisch, Elisabeth Vera Rathenböck, Lale Rodgarkia-Dara, Eva Rossmann, Andrea Steffal, Cornelia Travnicek, Sylvia Treudl, Barbara Unger-Wiplinger und Christine Werner. – 2009 „Die Arbeitslosenpolizei“, Erwerbslose in Österreich, Recherche in Prosa, Arovell-Verlag, Gosau/Wien, Cartoons von Carina Klammer. – 2008 „Verdammt“, Novelle, Arovell-Verlag Gosau/Wien, ein absurder Amoklauf rund um eine Scheidung und einige Leichen im Keller. – 2002 „fern & weh, ein Reisefieber“, ein Paar, zwei Geschwindigkeiten – innere und äußere Reise um die Welt, Sisyphus-Verlag, Kärnten/Wien. – 2000 „Wien ist nicht Chicago“, historisch-zeitkritischer Roman, Resistenz-Verlag, Gmünd 1938 – Flucht der Jüdin Emmy Mahler. – 1999 „Eine Handbreit über dem Knie“, historisch-zeitkritischer Roman, Resistenz-Verlag Linz/Wien. Drei Generationen Frauen in der Zeit von 1938–1970 in Wien, Nationalsozialismus, Nachkriegszeit, Wiederaufbau. – 1996 „Meine Schuhe eingraben“, Reihe „Lyrik aus Österreich“, Verlag G. Grasl, Baden bei Wien. Zahlreiche Beiträge in Anthologien, Rezensionen und Kritiken, Text- und Bildcollagen, zahlreiche Lesungen und öffentliche Auftritte, u.a. in New York, literarisches Kabarett, Schreibwerkstatt mit obdachlosen Frauen, Theaterfotografie für mehrere Produktionen von Tina Leisch und Hubsi Kramar, Hörbilder (ORF, Freies Radio) Dramen: „Die Ewigkeit ist eine chemische Fabrik“, „Unerhört“, „Nähe“, „Flucht in Schubhaft“, „Ums überleben dran vorbei“, „Iks und die Schlampe“, „Grüß Gott Österreich, Gute Nacht“ Zahlreiche Preise und Auszeichnungen, Arbeits- und Reisestipendien Mitglied der Grazer AutorInnenvereinigung



