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Daily Soap

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Über das Buch

Tonis Hautton fällt in die Kategorie Cappuccino Macchiato, serviert an einem lauen Novemberabend in Sri Lanka (gemäß der nationalen Kategorisierung Andersfarbiger). Aber nicht nur der alltägliche Rassismus macht ihr zu schaffen, sondern auch die fragwürdigen Leidenschaften ihrer Familie für Versicherungspolicen, Affären, Scam-Mails und Gartenzäune. Und dann sind da noch ihre chronischen Kopfschmerzen sowie die Zwillingsschwester, die in fast allem besser ist als sie. Nur wenn Toni ihre Daily Soap schaut, kann sie kurz abschalten. Bis irgendwann nicht einmal das mehr geht.
Das Familienunternehmen Banal & Bodeca ist derweil einem heftigen Shitstorm ausgesetzt. Um den Vorwurf des Rassismus zu entkräften, möchte es eine Reality-Show mit Schwarzen Darstellern produzieren lassen. Als sich die Wege der beiden Familien kreuzen, kommt es zu ungeahnten Verstrickungen. Alle Beteiligten müssen sich fragen: Ist das Leben nicht selbst eine Art Seifenoper?

Editionen (2)

ISBN9783036950624
VerlagKein & Aber
Erscheinungsdatum14.03.25
Seitenzahl288

Merkmale

1 Bewertungen

SchnellKomplexUngewöhnlichNachdenklichWitzigVerstörend

Rezensionen & Bewertungen

51 Bewertungen

13 Rezensionen

3,8

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  • t2b2
    t2b2

    55 Follower

    4,5

    Böse, bissig, überspitzt und lustig. Ein wahnsinnig unterhaltsames Buch u.a. über Rassismus, Alkoholismus, Macht und Heuchelei. Ich fand es großartig!

    28. Okt. 2025

  • lese_locke
    lese_locke

    86 Follower

    4,5

    Eine sehr empfehlenswerte Schweizer Seifenoper! „Daily Soap“ ist eine ungewohnte satirische Auseinandersetzung mit den Themen Alltagsrassismus und Sexismus. Nora Osagiobare verarbeitet in ihrem Debütroman ihre persönlichen Erfahrungen mit Rassissmus. Den Einstieg ins Buch fand ich etwas anstrengend, da viele verschiedene Personen und Szenen vorkommen. Mit dem Erzählstrang von Toni‘s Geschichte liest es sich dann aber leicht wie eine Seifenoper. Das ganze Buch ist geprägt von überzeichneten Charakteren und skurrilsten Situationen! „Verantwortlich für die Einteilung von Schweizer Bürgern mit Hautfarben außerhalb des eidgenössischen Hautfarbenspektrums ist das Bundesamt für die Rationalisierung Andersfarbiger anhand von Cappuccino beziehungsweise Kaffee, kurz BARACK. „Während Wanda kreideweiß ist, fällt mein Hautton in die Kategorie Cappuccino mit einem Schuss mehr Milch, also Cappuccino Macchiato und einem Löffel Rohrzucker, serviert an einem lauen Novemberabend in Sri Lanka. Quelle: BARACK.“ „…die Kantonspolizei habe sich darauf geeinigt, der Verhaftung lachender Schwarzer absolute Priorität zu geben - da es für Schwarze in der Schweiz kaum Gründe zum Lachen gebe - die nicht illegaler Natur wären.“

    26. Okt. 2025

  • wieauchimmer
    wieauchimmer

    106 Follower

    3,5

    Ein Buch wie eine Telenovela

    Daily Soap fühlt sich an wie eine überdrehte Schweizer Telenovela. Alles ist übertrieben, voller absurder Wendungen und überzeichneten Figuren. Im Mittelpunkt steht Toni, die in einer chaotischen Familie lebt, sich mit Alltagsrassismus herumschlägt und Zuflucht in ihrer Lieblings-Soap sucht – bis auch die nicht mehr hilft. Anfangs war der Stil ungewohnt, aber sobald ich drin war, hat das Buch einfach Spaß gemacht. Die Handlung ist bewusst drüber, der Humor schräg, und trotzdem steckt viel Gesellschaftskritik dahinter. Mal komisch, mal unangenehm ehrlich und nebenbei so absurd witzig. Wer Lust auf eine wilde, clevere Geschichte hat, die gleichermaßen albern und nachdenklich ist, sollte Daily Soap eine Chance geben. Der Humor ist speziell, aber genau das macht das Buch so besonders.

    13. März 2025

3 von 13 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Nora Osagiobare

Nora Osagiobare wurde 1992 in Zürich geboren. Mit ihrem Debütroman Daily Soap war sie Stipendiatin der Autor:innenwerkstatt Prosa am Literarischen Colloquium Berlin und erhielt einen Werkbeitrag des Kantons Zürich. Für ihre Kurzgeschichte Daughter Issues wurde sie 2025 im Rahmen der 49. Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt mit dem KELAG-Preis ausgezeichnet. Sie ist Co-Präsidentin des Deutschschweizer PEN-Zentrums und lebt in Zürich.

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