Blick ins Buch

Romane

Claudine geht

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Über das Buch

Claudine geht, der vierte Roman des Claudine-Zyklus, verschiebt den Blick von der berühmten Ich-Erzählerin auf Annie, eine junge Frau in einer erstickenden Ehe, deren Selbstbeobachtung zur stillen Revolte wird. In tagebuchnaher, psychologisch feiner Prosa verbindet Colette die Eleganz der Belle Époque mit einer nüchternen Analyse weiblicher Abhängigkeit, Begehren und sozialer Maskerade. Der Roman steht im Kontext der frühen Moderne, wo Intimität, Körperwissen und moralische Konventionen neu verhandelt werden. Colette, geboren 1873 als Sidonie-Gabrielle Colette, kannte die Spannungen zwischen literarischer Selbsterfindung und gesellschaftlicher Kontrolle aus eigener Erfahrung. Die ersten Claudine-Bücher erschienen zunächst unter dem Namen ihres Ehemanns Willy, dessen Einfluss und Ausbeutung ihre frühe Karriere prägten. Ihre später erkämpfte künstlerische Autonomie, ihre Erfahrungen mit Ehe, Bühne, Paris und unkonventionellen Liebesformen geben diesem Werk seine besondere Schärfe. Empfohlen sei Claudine geht allen Leserinnen und Lesern, die an feministischer Literaturgeschichte, französischer Erzählkunst und subtilen Studien innerer Befreiung interessiert sind. Das Buch ist weniger Skandalroman als präzise Untersuchung eines Bewusstseins, das lernt, sich selbst ernst zu nehmen.

Editionen (1)

ISBN9788028397036
VerlagCopycat
Erscheinungsdatum26.06.25
Seitenzahl84

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