Christine Bernard. Das Eisrosenkind

Christine Bernard. Das Eisrosenkind

von Michael E. Vieten·Buch 2 von 6
Taschenbuch
4.39
GesichtBulleKommissarKlassische Musik

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Beschreibung

Der Mensch glaubt, er hofft, und er irrt. Ein kalter Morgen im März. Eine gefrorene Kinderleiche am Moselufer. Eisige Farinade verziert das kleine Gesicht. Ist das die achtjährige Rosalia, nach der die Trierer Kriminalpolizei verzweifelt sucht? Ist sie im Nachtfrost erfroren oder verbirgt sich ein noch viel schrecklicheres Geheimnis hinter der Schönheit des Grauens? Nach seinem ersten Psychokrimi „Christine Bernard – Der Fall Siebenschön“ veröffentlicht Michael E. Vieten nun einen weiteren mörderischen Fall, bei dem Kommissarin Bernard mit den dunkelsten und abgründigsten Seiten der Menschen konfrontiert wird. Ihre Ermittlungsarbeiten führen sie durch das winterliche Trier. Ein Thriller, der Gänsehaut verschafft – und das nicht nur aufgrund eisiger Temperaturen! Ein neuer spannender Fall voller Hoffnung, Glaube und Irrtum für Kommissarin Christine Bernard.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Krimis
Sub-Genre
Polizei
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
304
Preis
14.00 €

Beiträge

6
Alle
5

Das Buch „Das Eisrosenkind“ habe ich durch den Autor bekommen. Dieser hatte mich angeschrieben und mir über den Verlag ein Rezensionsexemplar zusenden lassen. An dieser Stelle ein Dankeschön dafür. Ich kannte bisher noch kein Buch vom Autor und war daher gespannt was mich hier erwarten würde. Wie ich gelesen habe handelt es sich bei das Eisrosenkind um den zweiten Band der Ermittlerin Christine Bernard. Der Fall Siebenschön ist demzufolge Band 1. Ich finde jedoch das ich Band 2 auch ohne des Vorgängers lesen konnte, obwohl mir sicher ein paar Einzelheiten um Christine ihr Privatleben fehlen. Das Buch selbst bzw. der Fall wurde abgeschlossen und hinterlässt keinen Cliffhanger. In das Eisrosenkind verschwindet ein 8-jähriges Mädchen aus dem Schulhort. Keiner hat etwas gesehen oder mitbekommen. Christine wird aufgrund dessen aus dem Konzert ihres Freundes gerissen. Wenig später wird eine kleine Leiche gefunden. Alles deutet darauf hin das es sich hier um die gesuchte Rosalia Lemke handelt, da diese Ähnlichkeit mit dem vermissten Mädchen hatte. Das besondere an der Leiche war hier, das diese vollständig gefroren war und Rosenblätter dabei lagen. Erst die Gerichtsmedizin deckte auf, das es sich hier um ein anderes Mädchen handelte. Plötzlich hatten Christine und ihr Kollege Torsten Kluge einen weiteren Fall. Von Rosalia fehlte weiterhin jede Spur. Wird das Mädchen gefunden und ist sie noch am Leben? Wenn ihr das wissen möchtet, dann das Buch selbst lesen. Soviel für euch zum Inhalt. Mehr wird hier nicht verraten, da ich euch ansonsten spoilern würde. Das wollen wir ja nicht. Das Eisrosenkind hat mir sehr gut gefallen. Der Schreibstil war angenehm und leicht zu lesen. Das Schriftbild nicht zu klein. Die Kapitel hatten für mich eine angenehme Länge. Christine Bernard wurde hier als sehr menschlich dargestellt. Sie lässt die Fälle an sich heran, was in den Job sicher nicht immer so gut ist. Sie konnte sich in die Personen hineinversetzen. Auch ihre Gedanken und Taten waren nachzuvollziehen. Wollte sie doch schnell einen Täter finden und den Fall lösen. Gerade Fälle in denen es um Kinder geht, gehen einem immer sehr nah. Der Krimi wurde spannend gehalten bis zum Schluss. Als Leser selbst rätselte man mit wer denn nun der Täter war. Blutige Szenen und Gewalt blieben hier aus. Ich stellte mir die Frage wie ein Kind so einfach aus dem Hort verschwinden kann, ohne dass jemand etwas mit bekommen hat. Das Cover fand ich auch recht interessant gestaltet. Der Buchtitel passt hier gut zum Inhalt. Für alle die gerne Krimis lesen ist dieses Buch zu empfehlen.

3

Ein Krimi, der vor allem durch seinen Schreibstil überzeugt. Leider reichte das aber nicht, um über die "Klassiker" hinwegzutäuschen, die für eine gewisse Vorhersehbarkeit sorgten.

4

Dies war mein erstes Buch von Michael E. Vieten, daher war ich gespannt darauf, was mich erwarten würde. Im Großen und Ganzen war ich positiv überrascht - mit kleineren Abstrichen. Die Geschichte zog mich schnell in ihren Bann und hielt mich dann mit interessanten Wendungen und spannenden Einfällen bis zum Schluss mühelos gefangen. Dennoch gab es ein paar Dinge, die mich gestört haben. Die Protagonistin, Christine Bernard, war mir direkt sympathisch. Sie ist ehrgeizig, dabei aber auch mitfühlend. Ihr Beruf hat sie noch nicht abgestumpft, und so vergießt sie die ein oder andere Träne, kann und will keine professionelle Distanz wahren und macht sich dadurch angreifbar. Ich finde es gut, wenn ein Charakter nicht perfekt ist, aber manchmal reizt Christine das richtig aus! Sie verrennt sich total, schießt sich gegen alle Vernunft auf einen bestimmten Tatverdächtigen ein und ist danach völlig blind und taub für jeden anderen Ansatz. Im ganzen Buch zieht sie immer wieder voreilig Schlüsse und verfällt danach in sturköpfiges Scheuklappendenken. Da habe ich oft ungläubig den Kopf geschüttelt! Ich hatte schnell das Gefühl, die verschiedenen Protagonisten zu kennen. Sie werden detailliert beschrieben, mit ihren Schrullen und Marotten, und erschienen mir vielschichtig und (meist) glaubwürdig. Den Schreibstil fand ich sehr angenehm und abwechlungsreich, immer passend zu Stimmung und Atmosphäre der jeweiligen Szene: manche Szenen sind eher nüchtern geschrieben, mit kurzen, emotionslosen Sätzen, in anderen finden sich fast schon poetische Formulierungen. Zitat: Der Anblick war schrecklich und doch hatte dieses tote Gesicht einen ganz eigenen, einen letzten Zauber. Die Haut schimmerte matt in verschiedenen Grautönen und verlieh eine schlichte Würde. Dunkelgraue Lippen. Eiskristalle hatten sich auf allen Haaren gebildet. Auf denn Augenbrauen und an den Wimpern sahen sie aus wie Puderzucker. Gelegentlich fand ich die Dialoge jedoch etwas zu förmlich, und was mich immer wieder stutzen ließ: die verschiedenen Charaktere werden auffallend oft mit vollem Namen oder Berufsbezeichnung benannt. Da ist Christine selten einfach nur Christine, meistens ist sie entweder Christine Bernard oder Kommissarin Bernard, auch wenn sie gerade erst einen oder zwei Sätze davor erwähnt wurde. Für mich hat das den Lesefluss gelegentlich empfindlich gestört. Eigentlich kennt man als Leser die wichtigsten Charaktere doch so weit, dass man nicht immer wieder daran erinnert werden muss, wer sie sind, gerade wenn sie, wie hier, lebendig und gut beschrieben wurden. Zitat: Kommissarin Bernard tippte Berichte und kam einem Amtshilfeersuchen der französischen Kollegen in einem anderen Fall nach. Sogar ein Mittagessen mit Polizeiärztin Frauke Prinz war drin. Entgegen ihrer Vermutung verlor Frauke kein Wort über ihre Beziehung mit Hauptkommissar Matheo Anderson vom LKA. Manchmal hatte ich den Eindruck, dass die Ermittlungen eher chaotisch und planlos verlaufen. Die Kommissare stolpern durch einige Szenen wie kopflose Hühner und kommen zum Beispiel gar nicht auf den Gedanken, mal die Großeltern des Kindes zu verhören - bis sie denen zufällig begegnen. Überhaupt finden sie Vieles nur durch Zufall heraus, lassen sich erstaunlich einfach von Tatverdächtigen überrumpeln und begehen wirklich dämliche Fehler - da vergisst ein Einsatzkommando schon mal die Nachtsichtgeräte zuhause, und ein Kommissar lässt sein Auto unverschlossen am Straßenrand stehen... Nicht alles machte in meinen Augen 100%igen Sinn. Zum Beispiel wird eine Person stundenlang bei gravierenden Minusgraden eingesperrt, liegt davon einen Großteil bewusstlos auf dem eisigen Boden, hat dann aber weder Erfrierungen noch andere schwerwiegende Schäden. Und obwohl vermutet wird, dass die Person vorher vom Täter betäubt wurde, veranlasst niemand, dass das Betäubungsmittel im Krankenhaus mal abgeklärt wird! Das klingt jetzt alles ein bisschen negativ, aber tatsächlich fand ich das Buch sehr unterhaltsam und spannend. Ich wollte unbedingt herausfinden, wer denn nun der Mörder ist, und trotz der Dinge, die mich gestört haben, hat es mir viel Spaß gemacht, "Das Eisrosenkind" zu lesen. Mit der Auflösung war ich allerdings nur so halbwegs zufrieden, denn ein paar Zufälle erschienen mir dann doch zu weit hergeholt... Außerdem wird die Geschichte für mein Empfinden künstlich herausgezögert: eigentlich ist der Täter schon so gut wie gefasst, aber dann beginnt für die Polizisten eine Reihe von Pleiten, Pech und Pannen - zum Beispiel wird Christine von einem Reh umgerannt (!!) und verliert dabei ihre Waffe. Fazit: Meiner Meinung nach ist "Das Eisrosenkind" ein sehr unterhaltsamer, spannender Krimi - wenn auch mit ziemlich chaotischen Ermittlern und ein wenig zu vielen Zufällen für meinen Geschmack... Die Protagonisten fand ich glaubhaft und sympathisch, den Schreibstil flüssig und die Geschichte einfallsreich, allerdings konnte mich die Auflösung nicht komplett überzeugen.

5

Mitten am Tag verschwindet die achtjährige Rosalia aus dem Kinderhort. Niemand scheint sie gesehen zu haben, niemand scheint überhaupt bemerkt zu haben, dass das junge Mädchen weg ist. Nicht wirklich später wird eine gefrorene Kinderleiche entdeckt und sofort sind sich die Ermittler sicher, dass es sich um das vermisste Mädchen handelt? Doch kann es wirklich so einfach sein? Und warum hat das Mädchen eine ganz andere Augenfarbe als Rosalia? Wer ist das junge Mädchen und ist ihr Mörder auch für die Entführung Rosalias verantwortlich? Ein Wettlauf gegen die Zeit scheint unvermeidbar. Der Schreibstil des Autors hat mich sofort gefallen. Das Buch hat sich weggelesen wie nichts und ich hatte es wirklich innerhalb von einem Tag durch, weil ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen und unbedingt wissen wollte, ob Rosalia wirklich gefunden wird. Ob sie lebend gefunden wird. Obwohl es bereits der zweite Fall der Protagonistin ist, muss man den ersten nicht unbedingt gelesen haben. Der Leser bekommt trotzdem noch unglaublich viel des Privatlebens der Kommissarin mit, ihren Gedanken und Gefühlen. Anfangs, wird man wirklich ins kalte Wasser geworfen, wenn man mit Christine zu ihrem ersten Tatort fährt. Ein totes Mädchen, gefroren in Eis, nicht mal acht Jahre alt. Christine hat mir als Protagonistin wirklich gut gefallen. Obwohl sie schon jahrelang im Polizeidienst tätig ist, hat sie ihre Sensibilität nicht verloren, was sie mir wirklich sehr sympathisch gemacht hat. Einfühlsam und mit Respekt vor dem, was passiert ist, versucht sie den Fall zu lösen, steht nicht nur einmal völlig im Dunkeln und lässt den Leser auch daran teilhaben. Obwohl hinter der Geschichte selbst ein Krimi steckt, ein sehr ernstes Thema, gab es keine blutigen Momente, oder Momente, in denen man das Gefühl bekommen hat, irgendetwas passt hier nicht. Der Schreibstil selbst, welcher das Gefühlsleben der Protagonisten einfühlsam und doch durchdacht beschreibt, hat mich nicht losgelassen. Die Handlung baut an Spannung auf, wie man sie sich in jedem Krimi wünscht und ich muss sagen, die Auflösung - welche ich hier natürlich nicht preisgeben werde - hat am Ende diesmal sogar mich überraschen können, denn mit dieser habe ich so nicht gerechnet. Am meisten ist mir der Satz "Der Mensch glaubt, er hofft, er irrt.", hängen geblieben, welcher auch auf dem Buchrücken zu finden ist, denn er spiegelt in manchen Situationen sogar mich selbst wieder.. so irrsinnig es auch gerade klingen mag. Ich kann dem Autor nur danken, dass ich dieses Buch lesen durfte und hoffe, dass ich auch an neuen fall von Christine Bernard teilhaben und mit ihr gemeinsam ermitteln darf. Eine klare Leseempfehlung meinerseits.

4

Christine Bernard Das Eisrosenkind Acabus Autor: Michael E. Vieten. Jahrgang 1962. Aufgewachsen in Düsseldorf und Ratingen. Hat danach den Großteil seines Lebens im Norden Deutschlands verbracht. Lebt und arbeitet heute im Hunsrück mit Blick auf den Hochwald. Gelernter Hotelkaufmann, später Wechsel in die IT-Branche. Gründete 2002 einen Internet-Versandhandel, den er 2011 verkauft, um mehr Zeit für die Dinge zu haben, die ihm wirklich wichtig sind. Schreibt seit seiner Jugend. Überwiegend Prosa und Lyrik, Romane und Erzählungen, am liebsten Balladen über die kleinen und großen Dramen im Leben von Menschen. Freut sich immer sehr darüber, wenn er seinen Lesern etwas mitgeben konnte, für ihre eigene Reise durch die Zeit. (Quelle: Acabus) Kommissarin Christine Bernard von der Kripo Trier wartet im Foyer der Europahalle auf den Einlass. Sie war dort, um Torben Heintz beim Konzert zuzuhören. Als das Handy in Ihrer Handtasche plötzlich zu vibrieren beginnt, verabschiedet sie sich kurz und geht zu Ihrem Auto. Dort angekommen ruft Sie zurück und erfährt von einem Vermisstenfall, um den sie gebeten wird sich zu kümmern. Obwohl sie noch eine Verabredung mit Torben hat, sagt Sie zu und übernimmt den Einsatz. Das Buch besteht aus insgesamt 18 Kapiteln, die alle dick gedruckt zu Beginn eines neuen Kapitels mittig stehen. Eines der Kapitel ist dabei gleichzeitig der Titel des Buches. Da es sich bei diesem Buch um den 2. Band handelt, ist einigen Lesern die Kommissarin schon bekannt, weshalb die Charaktere nicht nochmals neu beschrieben werden, sondern die Biografie eher an Band 1. anknüpft. Auch die Handlung des 1. Falls wird in diesem Buch kurz angesprochen, reicht aber nicht aus um diese völlig zu verstehen (weshalb ein Lesen des 1. Buches von meiner Seite geraten wird). Die Handlung wird dabei gewohnt detailreich beschrieben, womit die Vorstellung um einiges erleichtert wird. Auch der Lesefluss ist angenehm und wird eigentlich niemals wirklich unterbrochen, womit sich das Buch sehr flüssig lesen lässt. Für einen Krimi fehlt es der Handlung etwas an Spannung und Action, was aber keinesfalls negativ ist. Im Gegenteil, so bekommt der Leser mal einen völlig anderen Krimi zu lesen. Allein die Tatsache, dass der Autor den Leser sehr in der Bahn hält und man so nicht wirklich die Gelegenheit hat, selbst zu ermitteln, fällt dabei negativ ins Auge. Dies führt auch schnell dazu, dass der Täter relativ schnell gefunden wird bzw. das Ausgrenzen möglicher Täter wird sehr erleichtert. Cover: Das Cover ist fast ausschließlich in den Farben Schwarz und Weiß gehalten, lediglich ein Teil des Titels sowie einige Kleckse sind Rot. Die Ermittlerin des Buches taucht auch im Titel auf (hier besteht schnell die Gefahr, dass der Leser denkt, dass es sich um die Autorin handeln könnte). Der Rest des Titels ist wie oben schon gesagt, in Rot gehalten und hebt sich perfekt vom Hintergrund ab. Außerdem kommt der Teil des Titels auch genauso im Buch vor. Im Hintergrund sehen wir eine Eisrose (was wiederum auch zum Titel und Inhalt passt) , die an manchen Stellen Rote Flecken aufweist (womöglich Blut). Das Cover ist schlicht gehalten ist trotzdem aber sehr stimmig. Fazit: “Das Eisrosenkind” ist ein gelungener 2. Fall für die Ermittlerin. Alle Alten wie auch neuen Leser werden mit diesem Buch einige schöne Stunden verbringen. Gerade die Tatsache, dass der Autor nicht im Stil vieler Krimis schreibt, sondern etwas Neues versucht, ist den Kauf wert. Von mir bekommt das Buch 4/5 Sternen. Klappentext: Der Mensch glaubt, er hofft, und er irrt. Ein kalter Morgen im März. Eine gefrorene Kinderleiche am Moselufer. Eisige Farinade verziert das kleine Gesicht. Ist das die achtjährige Rosalia, nach der die Trierer Kriminalpolizei verzweifelt sucht? Ist sie im Nachtfrost erfroren oder verbirgt sich ein noch viel schrecklicheres Geheimnis hinter der Schönheit des Grauens? Nach seinem ersten Psychokrimi „Christine Bernard – Der Fall Siebenschön“ veröffentlicht Michael E. Vieten nun einen weiteren mörderischen Fall, bei dem Kommissarin Bernard mit den dunkelsten und abgründigsten Seiten der Menschen konfrontiert wird. Ihre Ermittlungsarbeiten führen sie durch das winterliche Trier. Ein Thriller, der Gänsehaut verschafft – und das nicht nur aufgrund eisiger Temperaturen! Ein neuer spannender Fall voller Hoffnung, Glaube und Irrtum für Kommissarin Christine Bernard. (Quelle: Acabus) Autor: Christine Bernard Titel: Das Eisrosenkind Verlag: Acabus Genre: Krimi Seiten: 304 Preis: 12,90 ISBN: 9783862824137 http://wurm200.blogspot.de/

5

Mitten am Tag verschwindet die achtjährige Rosalia aus dem Kinderhort. Niemand scheint sie gesehen zu haben, niemand scheint überhaupt bemerkt zu haben, dass das junge Mädchen weg ist. Nicht wirklich später wird eine gefrorene Kinderleiche entdeckt und sofort sind sich die Ermittler sicher, dass es sich um das vermisste Mädchen handelt? Doch kann es wirklich so einfach sein? Und warum hat das Mädchen eine ganz andere Augenfarbe als Rosalia? Wer ist das junge Mädchen und ist ihr Mörder auch für die Entführung Rosalias verantwortlich? Ein Wettlauf gegen die Zeit scheint unvermeidbar. Der Schreibstil des Autors hat mich sofort gefallen. Das Buch hat sich weggelesen wie nichts und ich hatte es wirklich innerhalb von einem Tag durch, weil ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen und unbedingt wissen wollte, ob Rosalia wirklich gefunden wird. Ob sie lebend gefunden wird. Obwohl es bereits der zweite Fall der Protagonistin ist, muss man den ersten nicht unbedingt gelesen haben. Der Leser bekommt trotzdem noch unglaublich viel des Privatlebens der Kommissarin mit, ihren Gedanken und Gefühlen. Anfangs, wird man wirklich ins kalte Wasser geworfen, wenn man mit Christine zu ihrem ersten Tatort fährt. Ein totes Mädchen, gefroren in Eis, nicht mal acht Jahre alt. Christine hat mir als Protagonistin wirklich gut gefallen. Obwohl sie schon jahrelang im Polizeidienst tätig ist, hat sie ihre Sensibilität nicht verloren, was sie mir wirklich sehr sympathisch gemacht hat. Einfühlsam und mit Respekt vor dem, was passiert ist, versucht sie den Fall zu lösen, steht nicht nur einmal völlig im Dunkeln und lässt den Leser auch daran teilhaben. Obwohl hinter der Geschichte selbst ein Krimi steckt, ein sehr ernstes Thema, gab es keine blutigen Momente, oder Momente, in denen man das Gefühl bekommen hat, irgendetwas passt hier nicht. Der Schreibstil selbst, welcher das Gefühlsleben der Protagonisten einfühlsam und doch durchdacht beschreibt, hat mich nicht losgelassen. Die Handlung baut an Spannung auf, wie man sie sich in jedem Krimi wünscht und ich muss sagen, die Auflösung - welche ich hier natürlich nicht preisgeben werde - hat am Ende diesmal sogar mich überraschen können, denn mit dieser habe ich so nicht gerechnet. Am meisten ist mir der Satz "Der Mensch glaubt, er hofft, er irrt.", hängen geblieben, welcher auch auf dem Buchrücken zu finden ist, denn er spiegelt in manchen Situationen sogar mich selbst wieder.. so irrsinnig es auch gerade klingen mag. Ich kann dem Autor nur danken, dass ich dieses Buch lesen durfte und hoffe, dass ich auch an neuen fall von Christine Bernard teilhaben und mit ihr gemeinsam ermitteln darf. Eine klare Leseempfehlung meinerseits.

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