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Romane

Chor der Erinnyen

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Über das Buch

In ihrer Parallelgeschichte zum Bestseller Die Kieferninseln schreibt Marion Poschmann humorvoll, poetisch und höchst originell über Kontrollverlust, aufdringliche Freundinnen und aufbegehrende Mütter, über den Frevel an der Natur und ihre fragile Schönheit, über die Dämonisierung von Frauen und die Kraft der Verbundenheit.

Mathildas Mann hat fluchtartig das Haus verlassen, ohne Erklärung. Ob ihr das Sorge bereitet, lässt sie sich nicht anmerken. Sie, die Studienrätin für Mathematik und Musik, betrachtet die Dinge mit nüchterner Gelassenheit. Als eine Freundin aus Kindertagen auftaucht, ihre sonst so zurückhaltende Mutter plötzlich über eine geheimnisvolle Macht zu verfügen scheint und sie selbst von Visionen heimgesucht wird, kippt jedoch ihre rationale Welt ins Unheimliche. Hat sie von ihrer Mutter das Zweite Gesicht geerbt? Es kommt zu Waldbränden und skurrilen Heilritualen, es kommt Wind auf, dessen Flüstern ihr seltsam vertraut erscheint. Hört sie tatsächlich den Chor der Erinnyen?

Editionen (2)

ISBN9783518474464
VerlagSuhrkamp
Erscheinungsdatum15.10.24
Seitenzahl188

Rezensionen & Bewertungen

17 Bewertungen

3 Rezensionen

2,8

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  • finnja.blm
    finnja.blm

    17 Follower

    1,5

    Sprachlich wunderschön, inhaltlich nicht meins

    „Chor der Erinnyen“ von Marion Poschmann besticht durch seine wunderschöne Sprache: Klare Bilder, feine Rhythmen und eine poetische Klarheit ziehen sich durch den gesamten Text. Trotz dieser sprachlichen Stärke fiel es mir schwer, wirklich in die Handlung hineinzufinden. Da ich diesen Roman für ein Seminar lesen musste, fühlte es sich eher wie eine Pflichtaufgabe an. Das Thema „Erinnyen“ und generell Mythologie spiegeln ehrlicherweise aber auch nicht meine Interessen wider. Besonders gefallen haben mir jedoch die Einschübe „Story von Roswitha“. Die Perspektive der Mutter, ihr nachdenklicher Rückblick und die fragmentarische Erzählweise bringen zusätzliche Tiefe und eine emotionale Ebene ins Spiel. Wer also poetische Prosa schätzt und sich auf eine ruhig erzählte Geschichte einlassen kann, wird in Poschmanns Roman viel finden, das ihn begeistert. Für alle, die eher Spannung (wobei mein Dozent es wohl äußerst spannend und interessant fand) und direkten Erzählfluss suchen oder das Buch nur als Pflichtlektüre lesen, könnte es jedoch zu langsam und anstrengend sein.

    11. Juni 2025

  • books.of.aly
    books.of.aly

    37 Follower

    3,0

    Künstlerische Sprache, aber thematisch etwas schwach.

    25. Dez. 2023

  • 5,0

    Wie Poesie!

    8. Mai 2024

Autorin / Autor

Über Marion Poschmann

Marion Poschmann wurde in Essen geboren und lebt heute in Berlin. Für ihre Lyrik und Prosa wurde sie mit zahlreichen renommierten Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bremer Literaturpreis 2021 für ihren Lyrikband Nimbus und im selben Jahr mit dem WORTMELDUNGEN-Literaturpreis. Zuletzt erhielt sie 2023 den Joseph-Breitbach-Preis für ihr Gesamtwerk.

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