Besessen - eine Mordsidee
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Ich bin in Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern) geboren und von der Stadt, mit ihren sieben Seen, und dem grandiosen Schweriner Schloss fasziniert. Neben meinem Tennissport lese und sehe ich ausschließlich Krimis. Da ich das große Glück habe, im Schweriner Schloss zu arbeiten, bin ich auf die Idee gekommen, selbst Krimis zu schreiben. "Süßer Schmerz - eine Mordsgeschichte" war mein Debüt-Krimi im Jahr 2013. Der Zuspruch von vielen Lesern, Freunden und Bekannten hat mich motiviert, weitere Krimis zu
Beiträge
Das mit 128 Seiten sehr schlanke Büchlein stand seit 2014 ungelesen in einem meiner Bücherregale. Und wäre es nicht so dünn und hätte ich nicht für ein paar Stunden damit in einem Wartezimmer gesessen, hätte ich es wohl abgebrochen. Die Gründe kurz und knapp: Ellen Arnold ist heiß, und darauf wird man ständig hingewiesen. Nicht nur Kriminalhauptkommissar Thomas Berger ‘betrachtet wollüstig’ ihren schönen Körper, der ist überhaupt ein atemberaubender Anblick: sinnliche Lippen, ein fester Po, lange sonnengebräunte Beine, eine schlanke Taille… Und so weiter. Da kann man Berger kaum übel nehmen, dass er a) seine Frau mit Ellen betrügt und b) damit beginnt, viel über sein eigenes Aussehen nachzudenken. Midlife-Crisis im Zeitraffer. Kinderleiche? Welche Kinderleiche? Ach, richtig, da war doch was… Ermittelt wird, wenn Sauna,Sex und Tennis noch Zeit dafür lassen. Obwohl gerade erst ein kleines Mädchen aufgefunden wurde, brutal vergewaltigt und ermordet, machen die Ermittler schon um 17 Uhr Feierabend. Berger, um für sein Tennisturnier am Wochenende zu trainieren. Ellen, um sich in der Sauna zu entspannen. Man muss halt Prioritäten setzen. Und beide verschwinden regelmäßig für einen Quickie in der Asservatenkammer. Was Berger nicht davon abhält, seine Leute anzublaffen, weil sie für seinen Geschmack nicht schnell genug arbeiten. Beide wirken unglaublich selbstzentriert und denken über die banalsten Dinge nach, als hätte sich nicht gerade eine Tragödie abgespielt. Das ermordete Kind wird überhaupt schnell zur Nebensache. Von tatsächlichen Ermittlungen bekommt man nicht viel mit, obwohl die Ermittler sogar Grund haben, eine Mordserie zu vermuten – die Ergebnisse fliegen ihnen eher nebenher zu. Aber das spielt auch keine Rolle mehr, denn längst hat sich ein ganz anderer Fall aufgetan. Im Endeffekt hatte ich den Eindruck, nicht das Buch gelesen zu haben, das der Klappentext versprach. Der Schreibstil liest sich sehr simpel. Die Sätze sind oft recht kurz; Dinge, die für die Handlung eigentlich keine Rolle spielen, werden indes ausführlich beschrieben. “Ellen ging in ihre Küche und holte eine Flasche Wasser aus dem Kühlschrank. Sie goss das Wasser in ein Glas und ließ noch zusätzlich drei Eiswürfel hineinfallen. Sie stellte das Glas vor Thomas auf dem Tisch ab. Thomas trank das eiskalte Wasser in einem Zug aus und schaute sich nebenbei in der Wohnung von Ellen um.” (Zitat) Manches wirkt wie aus einem Prospekt des Tourismusverbandes: “Der Schweriner Theater, ein nachempfundener italienischer Renaissancebau, zieht nicht nur das Schweriner Publikum an. Theaterliebhaber aus anderen Bundesländern reisen in Bussen an und schätzen die einzigartige Vielfalt des Hauses.” (Zitat) Die unerwartete Wendung am Schluss sammelt Pluspunkte. Leider konnte sie mich nicht gänzlich überzeugen, da der betreffende Charakter auf mich nicht schlüssig und komplex genug wirkte. FAZIT Die Leiche eines kleinen Mädchens wird gefunden; es steht zu befürchten, dass der Täter weitere Kinder ermorden könnte. Dennoch konzentrieren sich die Ermittler Thomas Berger und Ellen Arnold keineswegs auf die Ermittlungen, sondern frönen ihrer Affaire und machen des Öfteren früh Feierabend, um in die Sauna zu gehen oder Tennis zu spielen… Doch schnell wendet sich die Geschichte ohnehin einem ganz anderen Fall zu – und der Fall des ermordeteten Kindes löst sich quasi von allein. Die 128 Seiten des Buches lesen sich schnell runter, aber Spannung kam für mich dennoch nicht auf.
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Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Ich bin in Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern) geboren und von der Stadt, mit ihren sieben Seen, und dem grandiosen Schweriner Schloss fasziniert. Neben meinem Tennissport lese und sehe ich ausschließlich Krimis. Da ich das große Glück habe, im Schweriner Schloss zu arbeiten, bin ich auf die Idee gekommen, selbst Krimis zu schreiben. "Süßer Schmerz - eine Mordsgeschichte" war mein Debüt-Krimi im Jahr 2013. Der Zuspruch von vielen Lesern, Freunden und Bekannten hat mich motiviert, weitere Krimis zu
Beiträge
Das mit 128 Seiten sehr schlanke Büchlein stand seit 2014 ungelesen in einem meiner Bücherregale. Und wäre es nicht so dünn und hätte ich nicht für ein paar Stunden damit in einem Wartezimmer gesessen, hätte ich es wohl abgebrochen. Die Gründe kurz und knapp: Ellen Arnold ist heiß, und darauf wird man ständig hingewiesen. Nicht nur Kriminalhauptkommissar Thomas Berger ‘betrachtet wollüstig’ ihren schönen Körper, der ist überhaupt ein atemberaubender Anblick: sinnliche Lippen, ein fester Po, lange sonnengebräunte Beine, eine schlanke Taille… Und so weiter. Da kann man Berger kaum übel nehmen, dass er a) seine Frau mit Ellen betrügt und b) damit beginnt, viel über sein eigenes Aussehen nachzudenken. Midlife-Crisis im Zeitraffer. Kinderleiche? Welche Kinderleiche? Ach, richtig, da war doch was… Ermittelt wird, wenn Sauna,Sex und Tennis noch Zeit dafür lassen. Obwohl gerade erst ein kleines Mädchen aufgefunden wurde, brutal vergewaltigt und ermordet, machen die Ermittler schon um 17 Uhr Feierabend. Berger, um für sein Tennisturnier am Wochenende zu trainieren. Ellen, um sich in der Sauna zu entspannen. Man muss halt Prioritäten setzen. Und beide verschwinden regelmäßig für einen Quickie in der Asservatenkammer. Was Berger nicht davon abhält, seine Leute anzublaffen, weil sie für seinen Geschmack nicht schnell genug arbeiten. Beide wirken unglaublich selbstzentriert und denken über die banalsten Dinge nach, als hätte sich nicht gerade eine Tragödie abgespielt. Das ermordete Kind wird überhaupt schnell zur Nebensache. Von tatsächlichen Ermittlungen bekommt man nicht viel mit, obwohl die Ermittler sogar Grund haben, eine Mordserie zu vermuten – die Ergebnisse fliegen ihnen eher nebenher zu. Aber das spielt auch keine Rolle mehr, denn längst hat sich ein ganz anderer Fall aufgetan. Im Endeffekt hatte ich den Eindruck, nicht das Buch gelesen zu haben, das der Klappentext versprach. Der Schreibstil liest sich sehr simpel. Die Sätze sind oft recht kurz; Dinge, die für die Handlung eigentlich keine Rolle spielen, werden indes ausführlich beschrieben. “Ellen ging in ihre Küche und holte eine Flasche Wasser aus dem Kühlschrank. Sie goss das Wasser in ein Glas und ließ noch zusätzlich drei Eiswürfel hineinfallen. Sie stellte das Glas vor Thomas auf dem Tisch ab. Thomas trank das eiskalte Wasser in einem Zug aus und schaute sich nebenbei in der Wohnung von Ellen um.” (Zitat) Manches wirkt wie aus einem Prospekt des Tourismusverbandes: “Der Schweriner Theater, ein nachempfundener italienischer Renaissancebau, zieht nicht nur das Schweriner Publikum an. Theaterliebhaber aus anderen Bundesländern reisen in Bussen an und schätzen die einzigartige Vielfalt des Hauses.” (Zitat) Die unerwartete Wendung am Schluss sammelt Pluspunkte. Leider konnte sie mich nicht gänzlich überzeugen, da der betreffende Charakter auf mich nicht schlüssig und komplex genug wirkte. FAZIT Die Leiche eines kleinen Mädchens wird gefunden; es steht zu befürchten, dass der Täter weitere Kinder ermorden könnte. Dennoch konzentrieren sich die Ermittler Thomas Berger und Ellen Arnold keineswegs auf die Ermittlungen, sondern frönen ihrer Affaire und machen des Öfteren früh Feierabend, um in die Sauna zu gehen oder Tennis zu spielen… Doch schnell wendet sich die Geschichte ohnehin einem ganz anderen Fall zu – und der Fall des ermordeteten Kindes löst sich quasi von allein. Die 128 Seiten des Buches lesen sich schnell runter, aber Spannung kam für mich dennoch nicht auf.




