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Auf einer Wellenlänge – Der Mufti von Jerusalem, die NSDAP und eine Rundfunkstation in Königs Wusterhausen

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Über das Buch

Das Radio war ein zentrales Medium der nationalsozialistischen Propagandapolitik. Unzählige Reden Hitlers, aber auch Musik und Lebenspraktisches wurden per moderner Kurzwellentechnik bis in die hintersten Winkel des Deutschen Reichs gesendet. Wenig bekannt ist, dass es bei Königs Wusterhausen, südlich von Berlin, während des Zweiten Weltkriegs einen arabischsprachigen Sender gab. Hier war der Mufti von Jerusalem, Mohammed Amin al-Husseini, der seit 1941 Asyl in Deutschland genoss, regelmäßig zu Gast. Er war ein glühender Antisemit und übermittelte den eliminatorischen Judenhass der Nazis per Rundfunk in den Nahen Osten. Schon im Mandatsgebiet Palästina schürte al-Husseini in den 1920er Jahren den Hass auf Jüdinnen und Juden. Nach Kriegsende lebte er in Ägypten, trat weiterhin öffentlich als Befürworter des Holocaust auf und führte 1948 arabische Truppen im Krieg gegen den jungen Staat Israel. Wie es zu der Zusammenarbeit zwischen den Nationalsozialisten und dem Mufti kam, was sie einte, was sie trennte und welche Rolle das Radio dabei spielte, zeichnet dieser Essay nach. \nEin rekonstruierendes MaroHeft von Olaf Kistenmacher, mit Zeichnungen von Michaela Melián.
ISBN9783875126341
VerlagMaro
Erscheinungsdatum31.10.25
Seitenzahl36

Rezensionen & Bewertungen

1 Bewertungen

2 Rezensionen

4,5

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  • lesen_mit_jonas
    lesen_mit_jonas

    120 Follower

    4,5

    Wie immer wundervoll gestaltet, zeigt uns das Heft einen Teil der Geschichte, welchen man eher selten gehört hat. Für solche wertvollen Berichte kann man die Maro Hefte nur lieben und weiterempfehlen.

    Maro Heft #19 Ein rekonstruierendes Heft Text: Olaf Kistenmacher Illustrationen: Michela Melián ,,Auf einer Wellenlänge " - Der Mufti von Jerusalem, die NSDAP und eine Rundfunkstation in Königs Wusterhausen Das Heft schildert die Geschichte von Israel und Palästina. Ein besonderes Augenmerk wird auf Mohammed Amin al-Husseinī gelegt. Der ehemalige Mufti von Jerusalem und klarer Antisemit, wurde unter anderem für Aufstände angeklagt. Er konnte einer Strafe immer wieder entfliehen und kam so irgendwann ins NS Deutschland, wo er seit 1941 Asyl bekam. Über einen Radiosender in der Nähe von Königs Wusterhausen wurde er zum Sprecher eines Senders, der in den Nahen Osten gesendet wurde. Dort verbreitete er seinen Judenhass per Rundfunk in seine alte Heimat. Belangt wurde er dafür nie und lebte nach dem Zweiten Weltkrieg im Exil. Seine Nähe zu Hitler hat er zeit seines Lebens nie bedauert, sondern immer verteidigt und ihn als Freund bezeichnete. Zudem sorgte er nicht nur für Propaganda, sondern half auch dabei, eine muslimische SS-Division aufzubauen. Spannend war es, diesen Teil der Geschichte zu lesen, der mir bis heute nicht bekannt gewesen ist. Ein interessanter Teil der Geschichte, der zeigt, wie sich der Antisemitismus auch im Nahen Osten weiter verbreiten konnte. Wie immer wundervoll gestaltet, zeigt uns das Heft einen Teil der Geschichte, welchen man eher selten gehört hat. Für solche wertvollen Berichte kann man die Maro Hefte nur lieben und weiterempfehlen.

    Wie immer wundervoll gestaltet, zeigt uns das Heft einen Teil der Geschichte, welchen man eher selten gehört hat. Für solche wertvollen Berichte kann man die Maro Hefte nur lieben und weiterempfehlen.

    6. Jan. 2026

  • xgrinsekatzex
    xgrinsekatzex

    63 Follower

    Ich mag hier keine Sterne abgeben, da ich mich auf dem Gebiet null auskenne. Auf jeden Fall ein Teil der Geschichte, von dem ich noch nie gehört habe.

    31. Jan. 2026

Autorin / Autor

Über Olaf Kistenmacher

Olaf Kistenmacher ist Publizist, Historiker und Philosoph. Zuletzt erschien die Monografie »›Gegen den Geist des Sozialismus‹. Anarchistische und kommunistische Kritik der Judenfeindschaft in der KPD zur Zeit der Weimarer Republik« (ça ira).

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