Blick ins Buch

Jugendbücher

Auf einer Skala von 1 bis 10

3,5(63)
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Über das Buch

Iris ist tot. Und Tamar sitzt in Lime Grove, einer geschlossenen Jugendpsychiatrie, wo sie den ganzen Tag lang sinnlose Fragen beantworten soll. Wie fühlst du dich, auf einer Skala von 1 bis 10? Du weißt schon, dass du dich nicht normal verhältst? Was genau ist eigentlich passiert? Aber Tamar sagt nichts. Sie kann einfach nicht erzählen, was mit Iris geschehen ist. Das Monster lässt es nicht zu.

Packend, echt, mitfühlend – dieser Insiderroman liest sich wie ein Thriller und sensibilisiert für die dramatischen Ausmaße psychischer Krankheiten.

Editionen (1)

ISBN9783551521118
VerlagCarlsen
Erscheinungsdatum31.05.19
Seitenzahl224

Rezensionen & Bewertungen

63 Bewertungen

10 Rezensionen

3,5

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  • xtotox
    xtotox

    24 Follower

    3,0

    3,5* Die Handlungen in dem Buch erfolgen meiner Meinung nach manchmal zu schnell und sprunghaft. Dennoch kommt man gut in der Geschichte mit. Ansonsten finde ich, dass man beim Lesen das Gefühl von Distanz bekommt, wo ich mir an einigen Stellen gewünscht hätte, dass man mehr Einblicke bekommt und diese Distanz weiter überwunden wird. Durch die Vorher und Jetzt Sprünge in dem Buch vervollständigt sich die Geschichte immer mehr, was ich gut gemacht finde. So bekommt man einen Einblick, wie es zu dem kam, was sich in der Gegenwart der Geschichte abspielt. Psychiche Krankheiten werden in diesem Buch nicht romantisiert, sondern versucht so ehrlich wie möglich rüber zu bringen. Man sollte sich die Triggerwarnung also zu Herzen nehmen. Das Ende ist gut, weil es nicht beschreibt, dass am Ende alles schön und rosig ist, wenn man psychisch krank ist. Es aber dennoch Raum für Hoffnung, Besserung und Glück lässt.

    28. Dez. 2022

  • jeyssoullines
    jeyssoullines

    60 Follower

    3,0

    aufwühlende Thematik, wenig Tiefgang, gutes Jugendbuch

    Mich hat dieses Buch angesprochen, da es von psychische Erkrankungen handelt und ich deren Hergang äußerst interessant finde. Leider kann man zur Hauptprotagonistin keine wirkliche Verbindung aufbauen, da fast nur ihre Erkrankung und nicht ihre Persönlichkeit im Vordergrund stehen. Der Schreibstil passt soweit ganz gut zur Geschichte, man merkt allerdings, das es sich hier um ein Jugendbuch handelt. Die Kapitelwechsel, bestehend aus Gegenwart und Vergangenheit, haben die, leider etwas vorhersehbare Handlung, etwas aufgepeppt. Das Thema, welches hier behandelt wird, ist aufwühlend und mit Vorsicht zu genießen. Leider hat mir doch einiges im Buch gefehlt, es wurden zu wenig Informationen preisgegeben, viele Stellen waren mir zu abgehackt und auch unrealistisch geschildert. Gut finde ich, dass das Buch darauf abzielt, dass man seine Probleme offen erkennen, dagegen ankämpfen und sich überwinden sollte. Zudem sollte man sich Hilfe suchen und diese dann auch annehmen.

    6. Jan. 2023

  • 3,0

    Tamar landet in einer geschlossenen Jugendpsychiatrie, da sie sich die Schuld für den Tod ihrer besten Freundin Iris gibt. Dadurch ist sie depressiv geworden und hat damit angefangen sich selbst zu verletzen. Dort angekommen fühlt sie sich unwohl, weil die anderen Jugendlichen viele Wutanfälle haben. Tamar lebt sich schnell dort ein und sich auch mit den anderen gut versteht. Trotz allem fällt es ihr schwer mit ihrer Erkrankung zurechtzukommen. Die Ärzte versuchen ständig herauszufinden, was vor dem Tod von Iris passiert ist, da Tamar die letzte Person war, die Iris lebend gesehen hat... Ich lese ja sehr gerne Bücher über psychische Erkrankungen, deshalb durfte auch das nicht fehlen. Auch wenn man quasi vom Klappentext davon ausgehen kann, dass sensible Themen behandelt werden, finde ich es trotzdem wichtig, dass ich einem Buch eine Trigger Warnung ist. Gerade im Bereich der Selbstverletzung. Ich finde es sehr schade, dass es in diesem Buch keine gab! Ein weiterer Punkt, den ich schade fand, war, dass ich leider nicht viele Informationen von Tamar hatte. Als Leser bekommt man viele Einblicke in ihr Leben in der Psychiatrie, aber was Tamar wirklich für ein Mensch ist, erfährt man leider nicht. Im Grunde geht es nur um die Psychiatrie und ihre Erkrankung, was ich schade finde, denn genau dadurch, wird Tamar nur auf das reduziert, obwohl sie so viel mehr ist, als ihre Erkrankung. Daher konnte ich leider zur Protagonistin keine engere Verbindung aufbauen, mir fehlte es an Tiefe. Obwohl ihre Geschichte mich sehr berührt hat. Ich habe oft selbst solche Gedanken, daher habe ich mich teilweise verstanden gefühlt. Positiv finde ich den Schreibstil der Autorin. Da das Buch ja ein Jugendbuch ist, wurde auch der Schreibstil auf die Jugendlichen angepasst, was total gut zur Geschichte passt. Außerdem ist der Schreibstil nicht flüssig, sondern eher abgehakt. Das passt sehr gut zur Geschichte, da es ja um Tamar und ihren Monstern geht und vor allem was in ihrem Kopf damit passiert. Der Schreibstil von Ceylan Scott konnte mich jedoch überzeugen. ,,Auf einer Skala von 1 bis 10‘‘ fand ich durchwachsen. Die Nebencharaktere haben mir gut gefallen, sie waren authentisch und lebhaft. Jedoch hat leider unsere Protagonistin nicht viel davon abbekommen, was die Geschichte etwas öde macht. Die psychischen Erkrankungen wurden gut dargestellt und man hatte ein gutes Bild von Erkrankungen, die man nicht kennt. Dennoch hatte ich das Gefühl, dass die Protagonisten meistens auf ihre Erkrankung reduziert wurden. Das hat mir leider gar nicht gefallen. Das Ende hat mir gut gefallen und ist der Autorin gut gelungen. Es war ein wenig vorhersehbar, aber hat sehr gut zur Geschichte gepasst. Dazu möchte ich noch anmerken, dass es kein Sachbuch oder ähnliches ist, sondern eine Geschichte, die über psychische Erkrankungen und das innere eines Menschen aufklären möchte.

    11. Nov. 2024

3 von 10 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Ceylan Scott

Ceylan Scott wurde 1997 in London geboren. Bereits in der Pubertät litt sie verstärkt unter psychischen Problemen. Inzwischen wurde bei ihr eine Borderline-Persönlichkeitsstörung diagnostiziert. Sie lebt zusammen mit ihren Eltern, ihrer Zwillingsschwester und drei Familienhunden in Bath und studiert mittlerweile Psychologie und Kriminologie. »Auf einer Skala von 1 bis 10« ist ihr erster Roman. "Mit sechzehn habe ich mich entschieden, ein Buch zu schreiben. Ich wurde gerade in eine psychiatrische Klinik eingewiesen, hatte zu viel Zeit und Tausend Dinge gingen mir im Kopf herum. Alles frustrierte mich: weit weg von zu Hause zu sein, das Stigma und das Missverständnis, was mir und anderen, die so waren wie ich, entgegengebracht wurde. Obwohl Tamar und die schillernden Leute, die sie trifft, vollkommen fiktiv sind, mussten wir doch einen ähnlich steinigen Weg bis zur Genesung gehen. Einen Weg, den viele für unmöglich halten. Für mich war das Schreiben eine kathartische Erfahrung. Ich konnte meinen starken, intensiven Gefühlen endlich freien Lauf lassen, sie dann packen und ordnen. Ich glaube, das Resultat ist ein Buch, was sich echt anfühlt. Real ist. Weil Tamars Gefühle real sind. Real für mich, real für andere Jugendliche und real für die, die unter einer psychischen Krankheit leiden. Aber vor allem habe ich dieses Buch geschrieben, weil es mir Kraft gegeben hat. Und ich hoffe sehr, dass es zumindest einen Funken Hoffnung schenkt, Stärke und Kraft gibt, für alle, die von der Dunkelheit gefangen gehalten werden."

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