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Mit „Au revoir und tschüss“ erzählt Gudrun Lochte eine einfühlsame Geschichte über den Mut, das eigene Leben zu hinterfragen und eingefahrene Wege zu verlassen. Im Mittelpunkt steht Caro, die nach Jahren zwischen Familie, Beruf und den Erwartungen ihres Mannes den Schritt wagt, sich mit einem Sprachkurs in Südfrankreich eine Auszeit nur für sich selbst zu gönnen. Was als Reise zum Erlernen der französischen Sprache beginnt, entwickelt sich zu einer Reise zu sich selbst. Besonders gelungen ist die atmosphärische Darstellung von Uzès und der Provence. Die lebendigen Beschreibungen der verwinkelten Gassen, der Märkte, der mediterranen Landschaft und der französischen Lebensart vermitteln echtes Urlaubsgefühl und machen Lust, selbst nach Südfrankreich zu reisen. Man spürt, dass die Autorin die Region kennt und ihre Eindrücke authentisch in die Geschichte einfließen lässt. Caro ist eine sympathische Protagonistin, deren innere Entwicklung nachvollziehbar geschildert wird. Ihr wachsendes Selbstbewusstsein und die Freude darüber, wieder eigene Entscheidungen treffen zu dürfen, stehen im Mittelpunkt des Romans. Die Begegnungen mit den Menschen vor Ort verleihen der Handlung Wärme und zeigen, wie bereichernd neue Perspektiven sein können. Besonders die ruhig erzählten zwischenmenschlichen Momente bleiben in Erinnerung. Der Roman lebt weniger von überraschenden Wendungen als von seiner leisen, lebensnahen Erzählweise. Wer actionreiche Spannung erwartet, wird hier nicht fündig. Manche Entwicklungen wirken vorhersehbar oder etwas zufällig, und einige Figuren bleiben eher skizzenhaft. Dennoch überzeugt „Au revoir und tschüss“ als warmherziger Wohlfühlroman über Selbstfindung, Neuanfang und die Erkenntnis, dass es nie zu spät ist, das eigene Glück in die Hand zu nehmen. Die Geschichte liest sich angenehm flüssig und eignet sich hervorragend als Sommerlektüre – besonders für alle, die Frankreich lieben oder sich von einer ruhigen, optimistischen Geschichte inspirieren lassen möchten. Ein atmosphärischer Roman mit viel Provence-Flair, sympathischen Figuren und einer ermutigenden Botschaft über Aufbruch und Selbstbestimmung. Kleine Schwächen in der Handlung ändern nichts daran, dass das Buch vor allem durch seine Stimmung und seine lebenskluge Grundidee überzeugt.

12 Stunden vor
Mit „Au revoir und tschüss“ erzählt Gudrun Lochte eine einfühlsame Geschichte über den Mut, das eigene Leben zu hinterfragen und eingefahrene Wege zu verlassen. Im Mittelpunkt steht Caro, die nach Jahren zwischen Familie, Beruf und den Erwartungen ihres Mannes den Schritt wagt, sich mit einem Sprachkurs in Südfrankreich eine Auszeit nur für sich selbst zu gönnen. Was als Reise zum Erlernen der französischen Sprache beginnt, entwickelt sich zu einer Reise zu sich selbst. Besonders gelungen ist die atmosphärische Darstellung von Uzès und der Provence. Die lebendigen Beschreibungen der verwinkelten Gassen, der Märkte, der mediterranen Landschaft und der französischen Lebensart vermitteln echtes Urlaubsgefühl und machen Lust, selbst nach Südfrankreich zu reisen. Man spürt, dass die Autorin die Region kennt und ihre Eindrücke authentisch in die Geschichte einfließen lässt. Caro ist eine sympathische Protagonistin, deren innere Entwicklung nachvollziehbar geschildert wird. Ihr wachsendes Selbstbewusstsein und die Freude darüber, wieder eigene Entscheidungen treffen zu dürfen, stehen im Mittelpunkt des Romans. Die Begegnungen mit den Menschen vor Ort verleihen der Handlung Wärme und zeigen, wie bereichernd neue Perspektiven sein können. Besonders die ruhig erzählten zwischenmenschlichen Momente bleiben in Erinnerung. Der Roman lebt weniger von überraschenden Wendungen als von seiner leisen, lebensnahen Erzählweise. Wer actionreiche Spannung erwartet, wird hier nicht fündig. Manche Entwicklungen wirken vorhersehbar oder etwas zufällig, und einige Figuren bleiben eher skizzenhaft. Dennoch überzeugt „Au revoir und tschüss“ als warmherziger Wohlfühlroman über Selbstfindung, Neuanfang und die Erkenntnis, dass es nie zu spät ist, das eigene Glück in die Hand zu nehmen. Die Geschichte liest sich angenehm flüssig und eignet sich hervorragend als Sommerlektüre – besonders für alle, die Frankreich lieben oder sich von einer ruhigen, optimistischen Geschichte inspirieren lassen möchten. Ein atmosphärischer Roman mit viel Provence-Flair, sympathischen Figuren und einer ermutigenden Botschaft über Aufbruch und Selbstbestimmung. Kleine Schwächen in der Handlung ändern nichts daran, dass das Buch vor allem durch seine Stimmung und seine lebenskluge Grundidee überzeugt.
12 Stunden vor








