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Fragmente einer Berliner Nacht
Nachts sind alle so sehr mit sich selbst beschäftigt, mit ihrem Rausch und ihrer Balz und ihrer Selbstverwirklichung, dass eine Person am Rand nicht weiter auffällt. Zitat S. 279 Thomas Nagelschmidt hat einen Roman über das Arbeiten bei Nacht verfasst, indem verschiedene Berufe vom Taxifahrer, über die Flaschensammlerin bis zum Drogendealer beleuchtet werden. Das Buch erzählt von Menschen, die das Nachtleben prägen und die die Stadt am Laufen halten, wenn wir uns noch mal gemütlich die Decke über den Kopf ziehen. Die Geschichte ist sehr geschickt aufgebaut. Sie spielt in nur einer Nacht, in der in der in Berlin Mitte das Soho-House - ein Luxushotel - brennt. Für die Geschichte ist das nicht relevant, denn sie spielt in Kreuzberg, quasi einer anderen Welt. Die Story wird aus Sicht verschiedener Nachtschwärmer*innen erzählt, z.B. von Ingrid der Flaschensammlerin, Felix dem Drogendealer, Tanja der Sanitäterin oder Ten dem Türsteher. Und immer gibt es Überschneidungen in den Geschichten, die man nur beim aufmerksamen Lesen bemerkt. Das macht es zu einem sehr großen Leseerlebnis, auch wenn die einzelnen Geschichten oft traurig und aufwühlend sind. Wir erleben Schicksale, leiden mit und hoffen, dass das Leben der einzelnen in dieser einen Berliner Nacht eine gute Wendung nimmt. Ich würde mir wünschen, dass das Buch eine viel größere Beachtung bekommt. Es hat sich auf jeden Fall verdient.
30. Aug. 2025
Fragmente einer Berliner Nacht
Nachts sind alle so sehr mit sich selbst beschäftigt, mit ihrem Rausch und ihrer Balz und ihrer Selbstverwirklichung, dass eine Person am Rand nicht weiter auffällt. Zitat S. 279 Thomas Nagelschmidt hat einen Roman über das Arbeiten bei Nacht verfasst, indem verschiedene Berufe vom Taxifahrer, über die Flaschensammlerin bis zum Drogendealer beleuchtet werden. Das Buch erzählt von Menschen, die das Nachtleben prägen und die die Stadt am Laufen halten, wenn wir uns noch mal gemütlich die Decke über den Kopf ziehen. Die Geschichte ist sehr geschickt aufgebaut. Sie spielt in nur einer Nacht, in der in der in Berlin Mitte das Soho-House - ein Luxushotel - brennt. Für die Geschichte ist das nicht relevant, denn sie spielt in Kreuzberg, quasi einer anderen Welt. Die Story wird aus Sicht verschiedener Nachtschwärmer*innen erzählt, z.B. von Ingrid der Flaschensammlerin, Felix dem Drogendealer, Tanja der Sanitäterin oder Ten dem Türsteher. Und immer gibt es Überschneidungen in den Geschichten, die man nur beim aufmerksamen Lesen bemerkt. Das macht es zu einem sehr großen Leseerlebnis, auch wenn die einzelnen Geschichten oft traurig und aufwühlend sind. Wir erleben Schicksale, leiden mit und hoffen, dass das Leben der einzelnen in dieser einen Berliner Nacht eine gute Wendung nimmt. Ich würde mir wünschen, dass das Buch eine viel größere Beachtung bekommt. Es hat sich auf jeden Fall verdient.
30. Aug. 2025






