Eine zarte Liebesgeschichte und eine verrückte, wilde Reise quer durch Amerika
Seit dem Tod ihres Vaters hat sich Amy völlig zurückgezogen. Als ob nicht alles schlimm genug wäre, beschließt ihre Mutter von Kalifornien an die Ostküste zu ziehen, und Amy soll nachkommen … im Auto mit einem wildfremden Jungen! Amy ist verzweifelt. Doch dann steht Roger vor ihr – total süß und irgendwie sympathisch. Die beiden verstehen sich auf Anhieb und sind sich einig: Amys Mom hat sich für den Trip die langweiligste aller Strecken ausgesucht! Und so begeben sie sich kurzerhand auf eine eigene, wilde Reise kreuz und quer durch die Staaten. Und während Amy noch mit ihrer Vergangenheit kämpft, merkt sie, wie sehr sie diesen Jungen mag ...
Ein schönes Buch für Zwischendurch
Man fliegt regelrecht durch das Buch und es macht richtig Lust auf ein Road-Trip🤭
Allerdings finde ich es schade das man kaum Gefühle von Roger im Bezug auf Amy erleben konnte und er einfach so in sie verliebt war, es aber kaum Anzeichen dafür gab
28. Juli 2024
4,0
Ein schönes Buch für Zwischendurch
Man fliegt regelrecht durch das Buch und es macht richtig Lust auf ein Road-Trip🤭
Allerdings finde ich es schade das man kaum Gefühle von Roger im Bezug auf Amy erleben konnte und er einfach so in sie verliebt war, es aber kaum Anzeichen dafür gab
Nachdem ich viele positive Rezensionen über Amy und ihren Road Trip gelesen hatte, wanderte das Buch auch auf meine Wunschliste. Das war schon vor ziemlich langer Zeit und da ich kein großer Road Trip Fan bin (oder war) hab ich das Buch ewig lange vor mir hergeschoben. Jetzt hab ich endlich mal Zeit gefunden um das Buch tatsächlich zu lesen und ja, was soll ich sagen… hätte ich gewusst, was da auf mich zukommt, hätte ich das schon viel früher getan!
Im Mittelpunkt steht also Amy Curry. Sie hat vor drei Monaten ihren Vater bei einem Autounfall verloren und ist seitdem vollkommen unklar darüber, wie ihr Leben weitergehen soll. Von ihrem Zwillingsbruder Charlie hat sie sich vollkommen entfernt und der weilt in einer Entzugsklinik in North Carolina. Ihre Mutter will ebenfalls einfach nur wegrennen und kauft ein Haus in Conneticut. Amy muss ihr Schuljahr beenden und dann nachkommen. Der Haken an der Sache: Amy soll in ihr neues Heim fahren, doch Amy fährt seit drei Monaten nicht mehr. Die Lösung kommt in Form eines sympathischen Typens namens Roger daher. Er ist College Student und Sohn einer Freundin von Amys Mutter. Roger soll den Sommer bei seinem Vater in Philadelphia verbringen und Amy mit dem Wagen zu ihrer Mutter bringen. So weit der Plan.
Natürlich kommt das alles ein bisschen anders. Anstatt der Route ihrer Mutter zu folgen, verfolgen Amy und Roger schon ganz bald eigene Ziele und fahren durch etliche Staaten. Während Amy ein bisschen verloren ist und einfach mal Lust hat, Probleme zu machen und von ihrem neuen Zuhause fernzubleiben, hängt Roger noch an seiner Exfreudin, die er unbedingt zur Rede stellen will. Nach und nach sehen die beiden also die verschiedensten Staaten, übernachten in den unmöglichsten Absteigen und entwickeln sich beide zusammen weiter.
Wie gesagt, ich bin eigentlich kein großer Road Trip Fan. Ich weiß nicht, warum das so ist, ich empfand solche Geschichten bisher immer als äußerst langweilig. Da hab ich also die Rechnung ohne Morgan Matson gemacht, denn langweilig ist das Buch auf gar keinen Fall! Zum einen haben wir da die endlos lange Liste an Erlebnissen: Den Yosemite Nationalpark, Hotels, eine Party bei Rogers College Freunden und sogar das Einkaufen bei Wal-Mart ist mit den beiden aufregend und witzig. Zum anderen wurden all diese Erlebnisse nicht nur in Textform sondern auch mit Hilfe von Grafiken dokumentiert. Zu Beginn ihrer Reise bekommt Amy von ihrer Mutter ein Reisetagebuch, indem sie ihre Erlebnisse festhalten soll. Am Anfang ist sie davon wenig begeistert, doch nach und nach sammelt sie dort nicht nur Infos über die Staaten, die sie durchqueren, und Kassenbelege von Diners, sondern auch Fotos und Playlists. Obwohl ich das eBook gelesen hab, war die Qualität der Handschrift und der Bilder erstaunlich gut und hat das Ganze etwas aufgelockert. Auch die Playlisten fand ich super! Am Anfang erstellt sie meist Roger, da Amy nur Musicals mag. Roger hört viele unbekannte Bands, aber auch einige mir bekannte Namen wie zum Beispiel Fall Out Boy, Hellogoodbye, Owl City, The Fray, Head Automatica und Oasis. Insgesamt geht es sogar ziemlich oft um Musik, da Amys Vater ein großer Elvis-Fan war. Während sie am Anfang des Buches einen riesigen Hass auf Elvis hat, gibt es gegen Ende des Buches sogar eine wachsende Anzahl seiner Titel in ihren Playlisten, woran man nur einmal mehr den Verarbeitungsprozess von Amy erkennt. Wahnsinnig gute Idee!
Kommen wir mal zu den Charaktern. Hauptsächlich geht es natürlich um Roger und Amy, die beide eine mehr oder minder große Last zu tragen haben. Die sind beide total sympathisch und ich hab sie wirklich richtig gerne auf ihrer Reise begleitet. Sie sind angenehm und haben keine großartigen nervigen Eigenschaften, allerdings viele kleine liebenswerten Eigenheiten. Im Laufe ihrer Fahrt wachsen sie richtig zusammen und gewöhnen sich aneinander. Genau dieser Prozess und dieses Warmwerden der Charakter war unfassbar schön beschrieben. Amy fällt zwischendurch immer mal wieder auf, wie selbstverständlich die beiden miteinander umgehen. Seien es ihre Insiderwitze, dass Amy Roger beim Autofahren ein Bonbon reicht oder dass es ihnen bald schon nicht mehr viel ausmacht in einem Hotel im Doppelbett zusammen zu schlafen, die Entwicklung ist einfach authentisch und schön gemacht.
Nicht weniger nennenswert sind all die Leute, die sie auf ihrer Reise treffen. Das fängt schon im Yosemite Park, ihrem ersten Halt an, wo Amy früher immer mit ihrem Vater und ihrem Bruder Halt gemacht hat. Dort treffen sie eine etwas ältere Dame, die Amy erkennt und sofort nach ihrer Familie fragt, was natürlich die Wunde wieder aufreißt. Dann haben wir noch Hadley, Rogers Exfreundin, die immer noch eine so große Rolle in seinem Leben spielt, obwohl sie es gar nicht weiß. Ihren sympathischen, aber etwas gelangweilten Bruder Lucien, der Amy nicht nur zeigt, dass man im Leben immer weitergehen muss, sondern auch von ihr lernt, seine Ziele zu verfolgen. Amys Mutter, die sich tierische Sorgen macht und zum ersten Mal in ihrem Leben keine Kontrolle über ihre Tochter hat. Ein Junge namens Walcott, der nachts im Golfclub den Rasen mäht, aber eigentlich leidenschaftlicher Musiker ist (von dem stammt das wunderschöne Zitat unten). Bronwyn, eine Freundin von Roger, die Amys Klamotten aufpimpt, die beiden zu einer Party überredet und vor Energie nur so sprüht.
„Gestern Abend hatten wir ’nen Gig. […] Das war voll genial. Genau darum geht’s, sag ich euch. Da stehen lauter Fremde vor dir in der Dunkelheit, denen erzählst du deine Wahrheit. Nicht mehr und nicht weniger. Und wenn es funktioniert, ist es der Hammer.“
Ihr seht, ich bin total begeistert. Jede kleinste Nebenfigur scheint hier genau platziert zu sein. Sie alle begleiten Amy und Roger auf ihrem Weg quer durch Amerika und helfen den beiden, sich weiter zu entwickeln. Am Ende des Buches steht man zwar nicht vor zwei ganz neuen Charaktern, aber vor zweien, die an ihren Erlebnissen gewachsen sind.
Außerdem möchte ich das Cover noch lobend erwähnen, weil es einfach so passend ist. Mir gefallen die warmen Farben und dieser Highway im Hintergrund. außerdem sind keine Gesichter zu sehen, sodass immer noch Raum für eigene Vorstellungen von Amy und Roger sind.
Fazit
Ja, was soll ich groß sagen. 5 Sterne für einen wunderbaren Roman, den ich gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Ich hätte auch nichts dagegen, Amy und Roger noch weiter durch ihr Leben zu begleiten. Die Charakter waren allesamt sympathisch und hatten ihre ganz persönliche Rolle. Die Erlebnisse waren spannend, witzig, tragisch, berührend, romantisch und das alles ganz ohne Kitsch oder unnötige Theatralik. Dazu die kleinen Grafiken und Playlisten..wunderschön. Dicke Leseempfehlung!
(Juli 2013)
21. Okt. 2023
5,0
Nachdem ich viele positive Rezensionen über Amy und ihren Road Trip gelesen hatte, wanderte das Buch auch auf meine Wunschliste. Das war schon vor ziemlich langer Zeit und da ich kein großer Road Trip Fan bin (oder war) hab ich das Buch ewig lange vor mir hergeschoben. Jetzt hab ich endlich mal Zeit gefunden um das Buch tatsächlich zu lesen und ja, was soll ich sagen… hätte ich gewusst, was da auf mich zukommt, hätte ich das schon viel früher getan!
Im Mittelpunkt steht also Amy Curry. Sie hat vor drei Monaten ihren Vater bei einem Autounfall verloren und ist seitdem vollkommen unklar darüber, wie ihr Leben weitergehen soll. Von ihrem Zwillingsbruder Charlie hat sie sich vollkommen entfernt und der weilt in einer Entzugsklinik in North Carolina. Ihre Mutter will ebenfalls einfach nur wegrennen und kauft ein Haus in Conneticut. Amy muss ihr Schuljahr beenden und dann nachkommen. Der Haken an der Sache: Amy soll in ihr neues Heim fahren, doch Amy fährt seit drei Monaten nicht mehr. Die Lösung kommt in Form eines sympathischen Typens namens Roger daher. Er ist College Student und Sohn einer Freundin von Amys Mutter. Roger soll den Sommer bei seinem Vater in Philadelphia verbringen und Amy mit dem Wagen zu ihrer Mutter bringen. So weit der Plan.
Natürlich kommt das alles ein bisschen anders. Anstatt der Route ihrer Mutter zu folgen, verfolgen Amy und Roger schon ganz bald eigene Ziele und fahren durch etliche Staaten. Während Amy ein bisschen verloren ist und einfach mal Lust hat, Probleme zu machen und von ihrem neuen Zuhause fernzubleiben, hängt Roger noch an seiner Exfreudin, die er unbedingt zur Rede stellen will. Nach und nach sehen die beiden also die verschiedensten Staaten, übernachten in den unmöglichsten Absteigen und entwickeln sich beide zusammen weiter.
Wie gesagt, ich bin eigentlich kein großer Road Trip Fan. Ich weiß nicht, warum das so ist, ich empfand solche Geschichten bisher immer als äußerst langweilig. Da hab ich also die Rechnung ohne Morgan Matson gemacht, denn langweilig ist das Buch auf gar keinen Fall! Zum einen haben wir da die endlos lange Liste an Erlebnissen: Den Yosemite Nationalpark, Hotels, eine Party bei Rogers College Freunden und sogar das Einkaufen bei Wal-Mart ist mit den beiden aufregend und witzig. Zum anderen wurden all diese Erlebnisse nicht nur in Textform sondern auch mit Hilfe von Grafiken dokumentiert. Zu Beginn ihrer Reise bekommt Amy von ihrer Mutter ein Reisetagebuch, indem sie ihre Erlebnisse festhalten soll. Am Anfang ist sie davon wenig begeistert, doch nach und nach sammelt sie dort nicht nur Infos über die Staaten, die sie durchqueren, und Kassenbelege von Diners, sondern auch Fotos und Playlists. Obwohl ich das eBook gelesen hab, war die Qualität der Handschrift und der Bilder erstaunlich gut und hat das Ganze etwas aufgelockert. Auch die Playlisten fand ich super! Am Anfang erstellt sie meist Roger, da Amy nur Musicals mag. Roger hört viele unbekannte Bands, aber auch einige mir bekannte Namen wie zum Beispiel Fall Out Boy, Hellogoodbye, Owl City, The Fray, Head Automatica und Oasis. Insgesamt geht es sogar ziemlich oft um Musik, da Amys Vater ein großer Elvis-Fan war. Während sie am Anfang des Buches einen riesigen Hass auf Elvis hat, gibt es gegen Ende des Buches sogar eine wachsende Anzahl seiner Titel in ihren Playlisten, woran man nur einmal mehr den Verarbeitungsprozess von Amy erkennt. Wahnsinnig gute Idee!
Kommen wir mal zu den Charaktern. Hauptsächlich geht es natürlich um Roger und Amy, die beide eine mehr oder minder große Last zu tragen haben. Die sind beide total sympathisch und ich hab sie wirklich richtig gerne auf ihrer Reise begleitet. Sie sind angenehm und haben keine großartigen nervigen Eigenschaften, allerdings viele kleine liebenswerten Eigenheiten. Im Laufe ihrer Fahrt wachsen sie richtig zusammen und gewöhnen sich aneinander. Genau dieser Prozess und dieses Warmwerden der Charakter war unfassbar schön beschrieben. Amy fällt zwischendurch immer mal wieder auf, wie selbstverständlich die beiden miteinander umgehen. Seien es ihre Insiderwitze, dass Amy Roger beim Autofahren ein Bonbon reicht oder dass es ihnen bald schon nicht mehr viel ausmacht in einem Hotel im Doppelbett zusammen zu schlafen, die Entwicklung ist einfach authentisch und schön gemacht.
Nicht weniger nennenswert sind all die Leute, die sie auf ihrer Reise treffen. Das fängt schon im Yosemite Park, ihrem ersten Halt an, wo Amy früher immer mit ihrem Vater und ihrem Bruder Halt gemacht hat. Dort treffen sie eine etwas ältere Dame, die Amy erkennt und sofort nach ihrer Familie fragt, was natürlich die Wunde wieder aufreißt. Dann haben wir noch Hadley, Rogers Exfreundin, die immer noch eine so große Rolle in seinem Leben spielt, obwohl sie es gar nicht weiß. Ihren sympathischen, aber etwas gelangweilten Bruder Lucien, der Amy nicht nur zeigt, dass man im Leben immer weitergehen muss, sondern auch von ihr lernt, seine Ziele zu verfolgen. Amys Mutter, die sich tierische Sorgen macht und zum ersten Mal in ihrem Leben keine Kontrolle über ihre Tochter hat. Ein Junge namens Walcott, der nachts im Golfclub den Rasen mäht, aber eigentlich leidenschaftlicher Musiker ist (von dem stammt das wunderschöne Zitat unten). Bronwyn, eine Freundin von Roger, die Amys Klamotten aufpimpt, die beiden zu einer Party überredet und vor Energie nur so sprüht.
„Gestern Abend hatten wir ’nen Gig. […] Das war voll genial. Genau darum geht’s, sag ich euch. Da stehen lauter Fremde vor dir in der Dunkelheit, denen erzählst du deine Wahrheit. Nicht mehr und nicht weniger. Und wenn es funktioniert, ist es der Hammer.“
Ihr seht, ich bin total begeistert. Jede kleinste Nebenfigur scheint hier genau platziert zu sein. Sie alle begleiten Amy und Roger auf ihrem Weg quer durch Amerika und helfen den beiden, sich weiter zu entwickeln. Am Ende des Buches steht man zwar nicht vor zwei ganz neuen Charaktern, aber vor zweien, die an ihren Erlebnissen gewachsen sind.
Außerdem möchte ich das Cover noch lobend erwähnen, weil es einfach so passend ist. Mir gefallen die warmen Farben und dieser Highway im Hintergrund. außerdem sind keine Gesichter zu sehen, sodass immer noch Raum für eigene Vorstellungen von Amy und Roger sind.
Fazit
Ja, was soll ich groß sagen. 5 Sterne für einen wunderbaren Roman, den ich gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Ich hätte auch nichts dagegen, Amy und Roger noch weiter durch ihr Leben zu begleiten. Die Charakter waren allesamt sympathisch und hatten ihre ganz persönliche Rolle. Die Erlebnisse waren spannend, witzig, tragisch, berührend, romantisch und das alles ganz ohne Kitsch oder unnötige Theatralik. Dazu die kleinen Grafiken und Playlisten..wunderschön. Dicke Leseempfehlung!
(Juli 2013)
Die international erfolgreiche Jugendbuchautorin Morgan Matson studierte Schreiben für junge Leser an der New School in New York. Road-Trips quer durchs Land sind ihre große Leidenschaft und sie hat schon drei Mal die USA durchreist ... bis jetzt. Geboren wurde sie an der Ostküste, lebt jetzt aber in Los Angeles.