All die gestohlenen Erinnerungen

All die gestohlenen Erinnerungen

Hardcover
3.912

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Beschreibung

Können gestohlene Erinnerungen zurückgegeben werden?

Ein verblichener Stoffpierrot, ein Medaillon – so schlicht und klein diese Objekte auch sein mögen, jedes birgt ein großes Geheimnis. Jedes wurde einst seinem Besitzer von den Nazis entrissen. Nun soll die Französin Irène sie im Auftrag der Arolsen Archive den Familien der Opfer zurückgeben. Über eine Nummer im Stoff stößt Irène auf den 15-jährigen Lazar, der Buchenwald überlebte und dessen Spur sich als junger Mann in Griechenland verliert. Und sie findet Unglaubliches über die Polin Wita heraus, die das Medaillon in Auschwitz bei sich trug. Wie werden die Nachkommen Lazars und Witas, die über ganz Europa verteilt sind, auf die Schicksale reagieren, die mit den Objekten zu ihnen zurückkehren? Auch Irènes Leben wird nicht mehr dasselbe sein.

»Historisch faszinierend, menschlich herzzerreißend.« Libération

Von der Presse gefeiert – d as französische Meisterwerk über Erinnerung, die Rekonstruktion der Vergangenheit und die Arbeit der berühmten Arolsen Archive

Uhren, Fotos, Spielzeug – die Nazis nahmen den Inhaftierten der Konzentrationslager allen persönlichen Besitz ab. Die meisten Objekte wurden von der SS bei der Räumung der Konzentrationslager vernichtet. Erhalten blieben nur etwa 3000 Gegenstände, die in den Arolsen Archiven in Hessen verwahrt werden. Im Rahmen der Kampagne #StolenMemory suchen Mitarbeiter:innen die Familien der KZ-Häftlinge, um ihnen diese Gegenstände zurückzugeben. 850 Familien wurden inzwischen gefunden.

Historisch relevant, hervorragend recherchiert, intensiv und feinfühlig in die Gegenwart geholt.

Ausgezeichnet mit dem Grand Prix RTL-Lire, einem der renommiertesten Literaturpreise Frankreichs.

Ein Buch von großer emotionaler Intensität für Leser:innen von Meriel Schindler.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Hardcover
Seitenzahl
432
Preis
24.70 €

Autorenbeschreibung

Gaëlle Nohant wurde1973 in Paris geboren und lebt und arbeitet heute in Lyon. Ihr Roman »All die gestohlenen Erinnerungen« wurde 2023 mit dem Grand Prix RTL-Lire, einem der renommiertesten Literaturpreise Frankreichs, ausgezeichnet.

Beiträge

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Alle
5

Eine klare Leseempfehlung, wenn man vielleicht am Anfang denkt, so viele Namen, aber es findet sich alles. Gut geschrieben.

Diese Bewertung gelesen und so würde ich es auch sagen.: Ich muss sagen, das ich mich etwas erschlagen gefühlt habe von den vielen Informationen und historischen Fakten die hier aufeinander treffen. Ich hatte zunächst das Gefühl in ein Sachbuch zu lesen als in einem Roman. Je länger ich aber in die Geschichte von Irene abgetaucht bin, umso mehr hat sie mich gefesselt.  Für mich ist jedes Kapitel ein Puzzleteil,  das sich ausführlich mit jener Person des Namens beschäftigt. Zusammengesetzt ergeben diese Mosaiksteinchen ein Gesamtbild.   Kaum ist eine Frage halbwegs beantwortet, tauchen aus diesen Antworten neue Fragen auf. Wie ein Spinnennetz ergeben sich neue Spuren, die nicht immer zum Ziel führen, sondern auch in diverse Sackgassen oder zunächst unbedeutenden Nebenschauplätzen enden. Hier den Überblick zu bewahren, ist die große Kunst der Mitarbeiter des Arolsen Archives. Eine Schwierigkeit bei dieser Arbeit ist es auch, die noch vorhandenen Quellen richtig in den historischen Kontext einzuordnen. Denn, als klar wird, dass der Krieg verloren ist, wird ja angeordnet, so viele Dokumenten wie möglich, zu vernichten, um keine Beweise über ihre Gräueltaten den Siegermächten zu überlassen. Außerdem habe sich zahlreiche Nazis geschickt ihre eigenen Legenden gebastelt, um nicht zur Rechenschaft gezogen zu werden.   Mit diesem eindrucksvollen historischen Roman hat Gaëlle Nohant die akribische Arbeit der Arolsen Archives vor den Vorhang geholt. Gerne gebe ich diesem Buch eine Leseempfehlung

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