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Science-Fiction?
Dies ist nicht die Vorlage zu dem jüngst erschienenen Alien Film, obwohl dies Buch den gleichen Titel hat. Hier kommt ein SF aus der Feder der sehr erfolgreichen Autorin Lindholm/Hobb, ein Ausflug der sonst im Fantasy-Genre schreibenden Schriftstellerin, ein schon etwas älteres Werk, 1992 zum ersten Mal erschienen. Die Idee ist brilliant und sehr vielschichtig, wenn auch die Geschichte in ein paar kurzen Sätzen umrissen werden könnte, was ich hier aber natürlich nicht mache, um nicht zu spoilern. Nur so viel: Die Erde ist von den Menschen verlassen, ein Teil der Menschen wurde von einer Alien-Rasse evakuiert, der andere Teil ist wohl untergegangen, da die Erde zur Zeit der Evakuierung für Menschen nahezu unbewohnbar, da durch sie vergiftet wurde. Nun müssen die Menschen für andere Welten «angepasst» werden, was viele nötige Einschränkungen bedeutet. Wir befinden uns aber beinahe ausschliesslich auf einem lebendigen Raumschiff (Beastship) und die meiste Zeit befinden sich die wenigen Menschen, es sind gerade einmal 3, im Kälteschlaf. Hinzu kommt noch TED, eine Art Alien-Parasit, der das lebendige Raumschiffwesen lenkt und beherrscht. Dieser Parasit langweilt sich zu Tode und wendet sich deshalb der alten, menschlichen Literatur zu, um die Rasse Mensch zu studieren. Gerne diskutiert er seine Eindrücke mit dem ein oder anderen Menschen, den er einzeln immer wieder einmal aufweckt. Die sehr verkopft erzählte, ansonsten einfache Geschichte hat mich länger beschäftigt, da ich das Englisch recht schwierig zu lesen fand und ich dennoch nicht aufgeben wollte, (schliesslich ist es ein Buch von Megan Lindholm), mich jedoch immer mehr langweilte. Erst im letzten Drittel des Buches wird es einigermassen interessant, auch wenn es da so manche Logikfehler gibt. Eigentlich ist es nach meinem Empfinden keine richtige Science-Fiction, weil es an glaubhafter Wissenschaft fehlt. Eher würde ich es als Fantasy bezeichnen, die im Weltraum und zufällig in der Zukunft spielt. Es ist nicht alles schlecht, da das Buch sich der Frage stellt, was der Mensch ist, wohin er sich entwickeln muss und ob es eine Zukunft für diese Spezies geben kann. Aber es lässt vieles vermissen, was ich an Lindholm/Hobb und auch am SF so mag. Es wird berichtet, dass Alien Earth als Roman Serie geplant war, was aber verworfen wurde. Ich meine zu verstehen, warum
7. Nov. 2025
Science-Fiction?
Dies ist nicht die Vorlage zu dem jüngst erschienenen Alien Film, obwohl dies Buch den gleichen Titel hat. Hier kommt ein SF aus der Feder der sehr erfolgreichen Autorin Lindholm/Hobb, ein Ausflug der sonst im Fantasy-Genre schreibenden Schriftstellerin, ein schon etwas älteres Werk, 1992 zum ersten Mal erschienen. Die Idee ist brilliant und sehr vielschichtig, wenn auch die Geschichte in ein paar kurzen Sätzen umrissen werden könnte, was ich hier aber natürlich nicht mache, um nicht zu spoilern. Nur so viel: Die Erde ist von den Menschen verlassen, ein Teil der Menschen wurde von einer Alien-Rasse evakuiert, der andere Teil ist wohl untergegangen, da die Erde zur Zeit der Evakuierung für Menschen nahezu unbewohnbar, da durch sie vergiftet wurde. Nun müssen die Menschen für andere Welten «angepasst» werden, was viele nötige Einschränkungen bedeutet. Wir befinden uns aber beinahe ausschliesslich auf einem lebendigen Raumschiff (Beastship) und die meiste Zeit befinden sich die wenigen Menschen, es sind gerade einmal 3, im Kälteschlaf. Hinzu kommt noch TED, eine Art Alien-Parasit, der das lebendige Raumschiffwesen lenkt und beherrscht. Dieser Parasit langweilt sich zu Tode und wendet sich deshalb der alten, menschlichen Literatur zu, um die Rasse Mensch zu studieren. Gerne diskutiert er seine Eindrücke mit dem ein oder anderen Menschen, den er einzeln immer wieder einmal aufweckt. Die sehr verkopft erzählte, ansonsten einfache Geschichte hat mich länger beschäftigt, da ich das Englisch recht schwierig zu lesen fand und ich dennoch nicht aufgeben wollte, (schliesslich ist es ein Buch von Megan Lindholm), mich jedoch immer mehr langweilte. Erst im letzten Drittel des Buches wird es einigermassen interessant, auch wenn es da so manche Logikfehler gibt. Eigentlich ist es nach meinem Empfinden keine richtige Science-Fiction, weil es an glaubhafter Wissenschaft fehlt. Eher würde ich es als Fantasy bezeichnen, die im Weltraum und zufällig in der Zukunft spielt. Es ist nicht alles schlecht, da das Buch sich der Frage stellt, was der Mensch ist, wohin er sich entwickeln muss und ob es eine Zukunft für diese Spezies geben kann. Aber es lässt vieles vermissen, was ich an Lindholm/Hobb und auch am SF so mag. Es wird berichtet, dass Alien Earth als Roman Serie geplant war, was aber verworfen wurde. Ich meine zu verstehen, warum
7. Nov. 2025




