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Story super aber Umsetzung zu schwierig
Wie schon in der Überschrift erwähnt, finde ich die Story des Buches erstklassig, gerade weil mich Themen wie Weltraum und Weltuntergang ohnehin interessieren. Der Mond bricht auseinander, und die Bruchstücke werden auf die Erde stürzen und somit die Menschheit auslöschen. Innerhalb von zwei Jahren müssen sie einen Weg finden, eine Raumstation zu errichten, um die Menschheit zu retten. Die Story hat sehr viel Potenzial, und wir erleben alle Etappen bis zur Wiederbesiedelung der Erde 5000 Jahre später. Das Buch ist in drei Teile gegliedert. Der erste Teil beschreibt die Vorbereitungszeit für die Arche, die dann in den Weltraum geschossen wird – mit handverlesenen Menschen, dem Besten, was die Menschheit aufgrund ihrer Fähigkeiten zu bieten hat. Der zweite Teil befasst sich mit dem Weltuntergang selbst und dem Überleben im Weltraum. Dort erleben wir Machtkämpfe, die letztendlich dazu führen, dass am Ende nur noch sieben Frauen übrig bleiben. Von diesen sieben Frauen sowie eingefrorenen menschlichen Zellen hängt dann das Fortbestehen der Menschheit ab. Alle zukünftigen Menschen, die im Weltraum gezüchtet werden, stammen von diesen sieben Frauen ab. Nach 5000 Jahren, im dritten Teil des Buches, kehren die Menschen zur Erde zurück und stellen fest, dass mit großer Wahrscheinlichkeit Menschen auf der Erde überlebt haben. Dabei erleben wir eine künstliche Evolution im Gegensatz zu einer natürlichen Evolution. Wie gesagt, die Story des Buches ist wirklich stark. Es sind 1000 Seiten, die enormes Potenzial gehabt hätten. Aber jetzt kommt mein Kritikpunkt: Um dieses Buch wirklich genießen zu können, muss man gefühlt ein Studium als Raumfahrtingenieur oder Astrophysiker absolviert haben. In vielen Bereichen ist es dermaßen technisch geschrieben, dass es den normalen Leser, der nicht aus diesem Gebiet kommt, nicht abholt und das Lesen erheblich erschwert. Es werden so viele Fachausdrücke und technische Details verwendet, was der Autor sicherlich gut gemeint hat, um ein möglichst genaues Bild davon zu vermitteln, was im Weltraum gebaut wird und wie diese Arche aussieht, die die Menschheit retten soll. Letztendlich verliert sich der Autor meiner Meinung nach aber zu sehr in diesen technischen Beschreibungen. Das Schicksal der Figuren kommt dabei zu kurz. Im ersten Teil, als sie von ihren Familien Abschied nehmen, wird alles relativ kühl wiedergegeben. Man kann keinerlei Emotionen zu den Protagonisten aufbauen. Die emotionale Lage wirkt sehr distanziert dargestellt, was angesichts dieser großartig gedachten Geschichte ein großes Manko ist. Gerade in so einer Situation sind Emotionen das, was ein Buch vermitteln sollte, um mit den Protagonisten mitzufühlen. Es reicht nicht, nur ein Raumschiff bildlich darzustellen – und es gibt im Buch sogar Abbildungen dazu, damit man es sich nicht nur vorstellen muss, sondern auch visuell erfassen kann. Doch genau das verdrängt alles andere, nämlich das Wesentliche: die Emotionen und die Gefühlslage, die hier völlig außer Acht gelassen werden. Im zweiten Teil, als die Zivilisation im Weltraum auf sich allein gestellt ist, erleben wir die üblichen Machtkämpfe und Rivalitäten, wie man sie aus vielen Gemeinschaften kennt. Auch das wird eher fade dargestellt. Ich kenne keine anderen Werke des Autors, und ehrlich gesagt habe ich auch nicht vor, mir weitere anzueignen. Meine erste Einschätzung wäre, dass er vielleicht ein besserer Sachbuchautor als Romanautor ist. Dennoch wird er sicherlich seine Leserschaft haben – und das auch zurecht. Vielleicht habe ich auch einfach mit dem falschen Buch begonnen. Ich würde es jedoch niemandem empfehlen, der nicht mit dieser Materie vertraut ist. Wer mit Fachausdrücken aus der Physik und Raumfahrttechnik nichts anfangen kann, wird hier vermutlich schnell überfordert sein. Mir ging es zeitweise ähnlich – ich war kurz davor, das Buch abzubrechen, habe dann aber angefangen, einige Seiten zu überfliegen und nur noch an den Stellen intensiver zu lesen, an denen interessante Begegnungen oder Situationen auftauchten. Leider hielt das nie lange an, da man schnell wieder in den technischen Details versinkt. Daher gibt es von mir nur 2,5 Sterne.
16. Apr. 2026
Story super aber Umsetzung zu schwierig
Wie schon in der Überschrift erwähnt, finde ich die Story des Buches erstklassig, gerade weil mich Themen wie Weltraum und Weltuntergang ohnehin interessieren. Der Mond bricht auseinander, und die Bruchstücke werden auf die Erde stürzen und somit die Menschheit auslöschen. Innerhalb von zwei Jahren müssen sie einen Weg finden, eine Raumstation zu errichten, um die Menschheit zu retten. Die Story hat sehr viel Potenzial, und wir erleben alle Etappen bis zur Wiederbesiedelung der Erde 5000 Jahre später. Das Buch ist in drei Teile gegliedert. Der erste Teil beschreibt die Vorbereitungszeit für die Arche, die dann in den Weltraum geschossen wird – mit handverlesenen Menschen, dem Besten, was die Menschheit aufgrund ihrer Fähigkeiten zu bieten hat. Der zweite Teil befasst sich mit dem Weltuntergang selbst und dem Überleben im Weltraum. Dort erleben wir Machtkämpfe, die letztendlich dazu führen, dass am Ende nur noch sieben Frauen übrig bleiben. Von diesen sieben Frauen sowie eingefrorenen menschlichen Zellen hängt dann das Fortbestehen der Menschheit ab. Alle zukünftigen Menschen, die im Weltraum gezüchtet werden, stammen von diesen sieben Frauen ab. Nach 5000 Jahren, im dritten Teil des Buches, kehren die Menschen zur Erde zurück und stellen fest, dass mit großer Wahrscheinlichkeit Menschen auf der Erde überlebt haben. Dabei erleben wir eine künstliche Evolution im Gegensatz zu einer natürlichen Evolution. Wie gesagt, die Story des Buches ist wirklich stark. Es sind 1000 Seiten, die enormes Potenzial gehabt hätten. Aber jetzt kommt mein Kritikpunkt: Um dieses Buch wirklich genießen zu können, muss man gefühlt ein Studium als Raumfahrtingenieur oder Astrophysiker absolviert haben. In vielen Bereichen ist es dermaßen technisch geschrieben, dass es den normalen Leser, der nicht aus diesem Gebiet kommt, nicht abholt und das Lesen erheblich erschwert. Es werden so viele Fachausdrücke und technische Details verwendet, was der Autor sicherlich gut gemeint hat, um ein möglichst genaues Bild davon zu vermitteln, was im Weltraum gebaut wird und wie diese Arche aussieht, die die Menschheit retten soll. Letztendlich verliert sich der Autor meiner Meinung nach aber zu sehr in diesen technischen Beschreibungen. Das Schicksal der Figuren kommt dabei zu kurz. Im ersten Teil, als sie von ihren Familien Abschied nehmen, wird alles relativ kühl wiedergegeben. Man kann keinerlei Emotionen zu den Protagonisten aufbauen. Die emotionale Lage wirkt sehr distanziert dargestellt, was angesichts dieser großartig gedachten Geschichte ein großes Manko ist. Gerade in so einer Situation sind Emotionen das, was ein Buch vermitteln sollte, um mit den Protagonisten mitzufühlen. Es reicht nicht, nur ein Raumschiff bildlich darzustellen – und es gibt im Buch sogar Abbildungen dazu, damit man es sich nicht nur vorstellen muss, sondern auch visuell erfassen kann. Doch genau das verdrängt alles andere, nämlich das Wesentliche: die Emotionen und die Gefühlslage, die hier völlig außer Acht gelassen werden. Im zweiten Teil, als die Zivilisation im Weltraum auf sich allein gestellt ist, erleben wir die üblichen Machtkämpfe und Rivalitäten, wie man sie aus vielen Gemeinschaften kennt. Auch das wird eher fade dargestellt. Ich kenne keine anderen Werke des Autors, und ehrlich gesagt habe ich auch nicht vor, mir weitere anzueignen. Meine erste Einschätzung wäre, dass er vielleicht ein besserer Sachbuchautor als Romanautor ist. Dennoch wird er sicherlich seine Leserschaft haben – und das auch zurecht. Vielleicht habe ich auch einfach mit dem falschen Buch begonnen. Ich würde es jedoch niemandem empfehlen, der nicht mit dieser Materie vertraut ist. Wer mit Fachausdrücken aus der Physik und Raumfahrttechnik nichts anfangen kann, wird hier vermutlich schnell überfordert sein. Mir ging es zeitweise ähnlich – ich war kurz davor, das Buch abzubrechen, habe dann aber angefangen, einige Seiten zu überfliegen und nur noch an den Stellen intensiver zu lesen, an denen interessante Begegnungen oder Situationen auftauchten. Leider hielt das nie lange an, da man schnell wieder in den technischen Details versinkt. Daher gibt es von mir nur 2,5 Sterne.
16. Apr. 2026






