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Lyrik & Dramen

König Lear

3,7(23)
Sprache
Deutsch
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Über das Buch

William Shakespeares König Lear entfaltet den Zerfall eines Reiches, einer Familie und einer Sprache der Gewissheiten. Aus der törichten Abdankung des alten Königs erwächst eine Tragödie, in der Macht, Liebe, Undank und Erkenntnis unerbittlich ineinandergreifen. Der Stil verbindet höfische Rhetorik, bittere Narrenweisheit und kosmische Bildlichkeit; im Kontext der großen Tragödien um 1600 steht das Stück neben Hamlet, Othello und Macbeth als radikale Untersuchung menschlicher Verletzbarkeit. Shakespeare, 1564 in Stratford-upon-Avon geboren und als Schauspieler, Dramatiker und Teilhaber des Londoner Theaters tätig, schrieb aus einer Epoche politischer Unsicherheit, dynastischer Sorgen und religiöser Spannungen heraus. Die alte Lear-Sage, chronikalische Quellen und die Bühnenpraxis seiner Zeit ermöglichten ihm, Fragen nach legitimer Herrschaft, kindlicher Pflicht und sozialer Ordnung mit außergewöhnlicher psychologischer Tiefe zu verbinden. Dieses Drama empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die Literatur nicht nur als Handlung, sondern als Erkenntnisform begreifen. König Lear fordert heraus, erschüttert und belohnt mit einer seltenen Verbindung aus philosophischer Schärfe und emotionaler Wucht. Wer verstehen will, wie Theater die Abgründe von Macht und Menschlichkeit sichtbar macht, findet hier ein unverzichtbares Werk.

Editionen (26)

ISBN9788028343521
VerlagSharp Ink
Erscheinungsdatum01.12.23
Seitenzahl236

Rezensionen & Bewertungen

23 Bewertungen

7 Rezensionen

3,7

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  • troller
    troller

    12 Follower

    3,5

    Drei erben, drei sterben.

    24. Apr. 2024

  • keksisbaby
    keksisbaby

    97 Follower

    3,0

    "Wer mit den Weisen umgeht, der wird weise; wer aber der Narren Geselle ist, der wird Unglück haben." Der König will nicht länger herrschen und so fordert er seine drei Töchter auf, ihm ihre Liebe zu bekunden. Die Worte der beiden Ältesten schmeicheln seinem Ohr, doch die Jüngste bleibt bescheiden und gibt ihm zur Antwort, dass sie ihn wie einen Vater liebe nicht mehr und nicht weniger. Dafür wird sie ohne Mitgift verbannt. Als dann aber das Land geteilt ist und der greise König Unterkunft bei seinen Töchtern einfordert, wird er bloß gestellt und verlacht. Keine der beiden hält zu ihm, sondern hatten es von vornherein auf seine Macht abgesehen und darüber wird er wahnsinnig. König Lear ist mit eines der bekanntesten Tragödien William Shakespears und man sollte es einfach mal der Bildung halt halber gelesen haben. Ich gestehe, mir gefällt Hamlet bisher noch immer am besten, bei König Lear waren mir einfach zu viele Verrückte unterwegs. Lear der den Verstand verliert, der Narr der ihn begleitet und in Rätseln spricht und dann Edgar, der toll geworden ist, weil sein Halbbruder gegen ihn intrigiert. Am Ende wie bei Shakespears Tragödien üblich, gibt es ein Gemetzel und ne Menge Blut vergießen, bei dem mindestens die Hälfte der Besetzung das Zeitliche segnet. Das wirklich spannende an diesem Werk sind die Charakterstudien. Eitelkeit, die einen zu Fall bringt, Bescheidenheit und die Erkenntnis dass der Mensch in seiner Blöße, einfach ein armes nacktes Tier ist und das nicht jeder der einem Honig ums Maul schmiert, auch das Beste im Sinn hat.

    20. Okt. 2022

  • evergreen
    evergreen

    40 Follower

    4,0

    Komplex, aber mitreissend.. Tragisch, intrigant, aber unendlich berührend.

    5. Sept. 2022

3 von 7 Rezensionen

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