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Liebesheirat
Mehar wird heiraten. Sie weiß aber nicht, wen. Die indischen Traditionen im Jahr 1929 sind von weiblicher Fremdbestimmung gezeichnet, die Gehorsam und Unterwürfigkeit erfordern. Mehar hat sogar ihren Namen von ihrer neuen Familie erhalten - ihren Geburtsnamen erfahren wir nie. Um keine Schande über ihre Familie zu bringen, fügt sich Mehar und hüllt sich nicht nur sprichwörtlich in Schweigen. Trotzdem möchten sie und ihre beiden „Leidensgenossinnen“ Harban und Gurleen herausfinden, wer von ihnen welchen der drei Brüder heiraten wird. Mehar erfährt am eigenen Leib, dass die eigenen Gefühle meist nichts mit den herzlosen Heiratsregeln zu tun haben und man eine Menge Wut und Enttäuschung auf sich zieht, weil man nicht über die eigenen Bedürfnisse sprechen darf. Wie so oft hätte ich die zweite Zeitebene der Geschichte, in der Mehars Urenkel an den Ort dieses unglücklichen Lebens zurückkehrt, nicht gebraucht. Auch der Fokus auf Merhars „Begehren“ wirkte für mich etwas zu plakativ, zumal die Ereignisse am Ende gefühlt auf wenigen Seiten abgehandelt werden. Das Buch entwickelte jedoch einen unbestreitbaren Sog, an den ich gern zurückdenke.
31. Okt. 2024
Liebesheirat
Mehar wird heiraten. Sie weiß aber nicht, wen. Die indischen Traditionen im Jahr 1929 sind von weiblicher Fremdbestimmung gezeichnet, die Gehorsam und Unterwürfigkeit erfordern. Mehar hat sogar ihren Namen von ihrer neuen Familie erhalten - ihren Geburtsnamen erfahren wir nie. Um keine Schande über ihre Familie zu bringen, fügt sich Mehar und hüllt sich nicht nur sprichwörtlich in Schweigen. Trotzdem möchten sie und ihre beiden „Leidensgenossinnen“ Harban und Gurleen herausfinden, wer von ihnen welchen der drei Brüder heiraten wird. Mehar erfährt am eigenen Leib, dass die eigenen Gefühle meist nichts mit den herzlosen Heiratsregeln zu tun haben und man eine Menge Wut und Enttäuschung auf sich zieht, weil man nicht über die eigenen Bedürfnisse sprechen darf. Wie so oft hätte ich die zweite Zeitebene der Geschichte, in der Mehars Urenkel an den Ort dieses unglücklichen Lebens zurückkehrt, nicht gebraucht. Auch der Fokus auf Merhars „Begehren“ wirkte für mich etwas zu plakativ, zumal die Ereignisse am Ende gefühlt auf wenigen Seiten abgehandelt werden. Das Buch entwickelte jedoch einen unbestreitbaren Sog, an den ich gern zurückdenke.
31. Okt. 2024






