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Romane

Das Porzellanzimmer

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Über das Buch

„Sunjeev Sahota erzählt in Das Porzellanzimmer auf kleinem Raum eine epische Geschichte, die tiefen Eindruck hinterlässt.“ Brigitte Wir 1929 im ländlichen Punjab: Drei sehr junge Frauen werden in einer Zeremonie mit drei Brüdern verheiratet. Nachts trifft je eine ihren Ehemann in kompletter Dunkelheit, in der Hoffnung, einen Sohn zu zeugen. Tagsüber verrichten die Frauen ihre Pflichten, eingesperrt im Porzellanzimmer, in dem die Aussteuer ihrer Schwiegermutter Mai lagert. Als Mehar sich in einen der Brüder verliebt, wird eine gefährliche Leidenschaft entfacht, die mehr als ein Leben gefährdet. Siebzig Jahre später reist Mehars Urenkel aus England auf eine verlassene indische Farm. Dort findet er das verbarrikadierte Porzellanzimmer. Er wird sich mit seinen inneren Dämonen auseinandersetzen – und mit seiner verborgenen Familiengeschichte. Aus dem Englischen von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann, dem preisgekrönten Übersetzerduo von Delia Owens' "Der Gesang der Flusskrebse" und „Eine Frage der Chemie“ von Bonnie Garmus

Editionen (4)

ISBN9783446277090
Verlaghanserblau in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Erscheinungsdatum23.01.23
Seitenzahl240

Rezensionen & Bewertungen

91 Bewertungen

15 Rezensionen

3,8

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  • julsico
    julsico

    78 Follower

    4,0

    Liebesheirat

    Mehar wird heiraten. Sie weiß aber nicht, wen. Die indischen Traditionen im Jahr 1929 sind von weiblicher Fremdbestimmung gezeichnet, die Gehorsam und Unterwürfigkeit erfordern. Mehar hat sogar ihren Namen von ihrer neuen Familie erhalten - ihren Geburtsnamen erfahren wir nie. Um keine Schande über ihre Familie zu bringen, fügt sich Mehar und hüllt sich nicht nur sprichwörtlich in Schweigen. Trotzdem möchten sie und ihre beiden „Leidensgenossinnen“ Harban und Gurleen herausfinden, wer von ihnen welchen der drei Brüder heiraten wird. Mehar erfährt am eigenen Leib, dass die eigenen Gefühle meist nichts mit den herzlosen Heiratsregeln zu tun haben und man eine Menge Wut und Enttäuschung auf sich zieht, weil man nicht über die eigenen Bedürfnisse sprechen darf. Wie so oft hätte ich die zweite Zeitebene der Geschichte, in der Mehars Urenkel an den Ort dieses unglücklichen Lebens zurückkehrt, nicht gebraucht. Auch der Fokus auf Merhars „Begehren“ wirkte für mich etwas zu plakativ, zumal die Ereignisse am Ende gefühlt auf wenigen Seiten abgehandelt werden. Das Buch entwickelte jedoch einen unbestreitbaren Sog, an den ich gern zurückdenke.

    31. Okt. 2024

  • frfranzili
    frfranzili

    1 Follower

    3,5

    Ein kurzweiliger Roman mit einem interessanten und wichtigem Thema. Der Lesefluss war für mich nicht immer vorhanden aber dennoch ein interessanter Schreibstil. Der zweite Handlungsstrang nimmt nicht viel Platz im Buch ein, hätte für mich aber dennoch mehr Bezug zur eigentlichen Geschichte herstellen können.

    4. Sept. 2024

  • books_and_bakery
    books_and_bakery

    107 Follower

    3,5

    "Nicht alle Gefängnisse haben Gitter" Durch den tollen Schreibstil, ist man durch die Seiten geflogen. Die Geschichte von Mehar konnte mich von Anfang an fesseln. Ich war immer gespannt, wie es weitergeht und wollte nicht aufhören zu lesen. Es ist berührend, schockierend und tiefgründig. Eine junge mutige Frau, die für ihre Liebe kämpfte. Die Erzählung der Gegenwart war leider nicht mein Fall. Sie hat meinen Lesefluss gestört und ich empfand sie für die Geschichte auch nicht relevant. Da das Buch, eh schon relativ dünn, für so eine bewegende Thematik war, haben mich die Gegewartspassagen gestört. Dadurch kam das wichtigere Thema zu kurz und wurde dann doch recht oberflächlich behandelt. Ich hätte liebend gerne nur die Geschichte aus der Vergangenheit (1929) gelesen. Eine richtig interessante & spannende Thematik - arrangierte Ehe/Zwangsverheiratung in Indien. Fazit: Trotz ein paar Schwächen eine gutes Buch. Es hatte auf jeden Fall viel Potenzial.

    29. Jan. 2024

3 von 15 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Sunjeev Sahota

Sunjeev Sahota, geboren 1981, ist ein britischer Schriftsteller. Seine Großeltern väterlicherseits sind 1966 aus Punjab in Indien nach Großbritannien migriert. Er veröffentlichte die preisgekrönten Romane Ours are the Streets (2011) und The Year of the Runaways (2015), letzterer stand auf der Shortlist für den Man Booker Prize 2015 und wurde 2017 mit dem Literaturpreis der Europäischen Union ausgezeichnet. Sahota unterrichtet Kreatives Schreiben an der Durham University und lebt in Sheffield. Das Porzellanzimmer basiert lose auf seiner eigenen Familiengeschichte.

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