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Das dritte Licht

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Über das Buch

Irland, zu Beginn der 1980er Jahre: An einem heißen Sommertag liefert ein Vater seine kleine Tochter bei entfernten Verwandten auf einer Farm im tiefsten Wexford ab. Seine Frau ist schon wieder schwanger, noch ein Maul wird zu stopfen sein. So findet sich das Mädchen bei dem kinderlosen Ehepaar John und Edna Kinsella wieder. An einem ungewohnt schönen und behaglichen Ort, wo es Milch und Rhabarber und Zuwendung im Überfluss gibt. Aber auch ein trauriges Geheimnis, das einen Schatten auf die leuchtend leichten Tage wirft, in denen das Mädchen lernt, was Familie bedeuten kann. Das dritte Licht (»Foster«) wurde mit dem renommierten Davy Byrnes Award ausgezeichnet und in Irland als The Quiet Girl, ebenfalls preisgekrönt, verfilmt. Nun ist diese meisterhaft komponierte Geschichte über wirkliches Zusammenleben, Zuneigung und Zärtlichkeit endlich wieder in der deutschen Übersetzung von Hans-Christian Oeser bei Steidl erhältlich – in einer neuen, von der Autorin überarbeiteten Fassung.

Editionen (4)

ISBN9783969992357
VerlagSteidl Verlag
Erscheinungsdatum01.02.23
Seitenzahl104

Rezensionen & Bewertungen

542 Bewertungen

109 Rezensionen

4,2

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  • liesl23
    liesl23

    47 Follower

    5,0

    So wenig Seiten und soviel Gefühl 🩷

    Eine wunderbare Geschichte, die einem wieder zeigt, wie wichtig es ist Kindern die Liebe, Aufmerksamkeit und das ehrliche Interesse zu vermitteln, dass es verdient. Das auch jeder erwachsene Mensch verdient. Tolle Erzählung, ich hab richtig mitgefühlt, wie betroffen sie war, dass sie wieder zurück musste. Das Ehepaar ist so liebevoll, verständnisvoll und unterstützend, solche Leute braucht man im Leben und die kleine ist durch den Aufenthalt menschlich bestimmt sehr gewachsen. 💕 Kann ich jedem nur empfehlen ♥️

    So wenig Seiten und soviel Gefühl 🩷

    4. Apr. 2026

  • wedalou
    wedalou

    82 Follower

    4,5

    Minimalistisch und sehr berührend Gewaltig wie ein Roman, doch ist es „nur“ eine Erzählung, die es aber in sich hat. Irland in den 80er Jahren, ein sechsjähriges Mädchen verbringt den Sommer bei entfernten Verwandten auf dem Hof. Ihren Eltern scheint alles zu viel, die Mutter schon wieder schwanger, der Vater unzufrieden so viele Mäuler stopfen zu müssen. Zum ersten Mal erfährt das Mädchen Aufmerksamkeit, Zuwendung, Interesse und Fürsorge. Das Staunen, die Freude und das Neuentdecken der Protagonistin ist herzerweichend und bringt große Freude Keegan nutzt das Unausgesprochene, lässt die Lesenden zwischen den Zeilen lesen und fordert unsere Fantasie mit ihrem offenen Ende. Große Erzählkunst, ein literarischer Leckerbissen und auch als Hörbuch wundervoll gelesen von Laura Maire.

    17. Jan. 2026

  • selena_
    selena_

    129 Follower

    4,5

    Leise erzählt, stark gefühlt! Mehr als nur eine Geschichte über eine Farm

    Das dritte Licht hat mich wirklich überrascht, weil das Buch mit sehr wenigen Worten unglaublich viel Gefühl erzeugt. Claire Keegan schreibt ruhig und schlicht, aber genau dadurch wirken die Szenen so intensiv und echt. Besonders schön fand ich, wie die Geschichte aus der Sicht des Kindes erzählt wird und wie kleine Gesten plötzlich eine grosse Bedeutung bekommen. Die Atmosphäre auf der Farm fühlt sich warm und gleichzeitig traurig an, weil man merkt, dass die Hauptfigur dort zum ersten Mal echte Aufmerksamkeit erlebt. Die Handlung selbst ist unspektakulär, aber die kleinen Alltagsmomente und die Atmosphäre tragen das ganze Buch. Es geht weniger um grosse Ereignisse als um Gefühle, Nähe und das, was nicht gesagt wird. Obwohl das Buch sehr kurz ist, bleibt die Geschichte lange im Kopf und wirkt noch nach dem Lesen nach.

    13. Mai 2026

3 von 109 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Claire Keegan

Claire Keegan, geboren 1968, wuchs auf einer Farm in der irischen Grafschaft Wicklow auf. Sie hat in New Orleans, Cardiff und Dublin studiert. Bei Steidl sind von der vielfach ausgezeichneten Autorin bereits die Erzählungsbände Wo das Wasser am tiefsten ist und Durch die blauen Felder (in einem Band: Liebe im hohen Gras, 2022) erschienen. Ihre Erzählung Kleine Dinge wie diese (2022) stand auf der Shortlist des Booker Prize.

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