Blick ins Buch

Romane

Die Rebellion

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Über das Buch

Der 45-jährige Andreas Pum hat im Krieg ein Bein verloren, bekam zwar eine Auszeichnung, aber nicht einmal eine Prothese. Trotzdem glaubt er, die Regierung wird ihn schon versorgen. Das erweist sich als Irrtum. Andreas muß vor der Kommission einen Zitterer simulieren, um die Lizenz zum Drehorgelspiel zu ergattern. Mit seinem Leierkasten humpelt Andreas von Hinterhof zu Hinterhof. Angehörige hat der Kriegsversehrte keine. Der Winter steht bevor. Andreas träumt von breithüftigen Witwen mit vorgewölbten Busen. Genau so eine läuft ihm über den Weg: Katharina Blumich. Hals über Kopf heiratet Andreas das Weib, dem brünstige Weichheit entströmt. Bei der ersten Bewährungsprobe wendet sich die Frau von dem neuen Ehemann, diesem Krüppel, ab und wirft sich sofort einem Mann mit gesunden Gliedern an den Hals. Vinzenz Topp ist der Glückliche, Unterinspektor der Polizei. Andreas wandert ins Gefängnis. Das Delikt: Bewaffneter Widerstand gegen die Staatsgewalt und Amtsehrenbeleidigung. Andreas hatte einen Polizisten mit der Krücke geschlagen. Der Staatsdiener wollte eine Auseinandersetzung schlichten. Der Invalide war von Herrn Unternehmer Arnold in der Straßenbahn als Simulant und Bolschewik verunglimpft worden. Die Lizenz zum Leierkastenspiel wird Andreas entzogen. Im Gefängnis verliert Andreas den Glauben. Von seiner Ehefrau will er sich scheiden lassen. Aus dem Gefängnis kommt er mit weißem Haar. Aber einen Freund hat Andreas noch. Der stellt ihn als Wärter in der Toilette des Cafés Halali an. Als Andreas am Arbeitsplatz stirbt, will er die Gnade Gottes nicht. Er will in die Hölle.

Editionen (22)

ISBN9783966621830
VerlagBoer Verlag
Erscheinungsdatum31.12.21
Seitenzahl128

Rezensionen & Bewertungen

4 Bewertungen

1 Rezensionen

3,5

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  • schon_da_nie_l
    schon_da_nie_l

    6 Follower

    3,0

    Feine Charakterbeschreibung, für meinen Geschmack zu langatmig

    Das Buch beschreibt die Handlung eines zufriedenen Menschen, dem Unrecht widerfährt, und was dann in ihm heranwächst. Feine Detaillierung, aber für meinen Geschmack zu langatmig. Diese Geschichte konnte mich nie fesseln und in den Worten versinken lassen.

    5. März 2025

Autorin / Autor

Über Joseph Roth

1894-1939

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