Blick ins Buch

Krimis

Odins Söhne

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Über das Buch

Berlin, 2. Weltkrieg: Oppenheimer, einst angesehener Kommissar, muss im Untergrund überleben. Bei einem seiner Schwarzmarktgeschäfte geschieht ein brutaler Mord. Kurz darauf wird seine Unterstützerin Hilde verhaftet. Der Tote war ihr Ehemann, SS-Hauptsturmführer Erich Hauser. Zwar sind die beiden seit Jahren getrennt, doch die Regimegegnerin Hilde hätte ein Motiv gehabt, denn der skrupellose Mediziner Hauser war KZ-Lagerarzt und hat Menschenversuche durchgeführt. Oppenheimer, selbst als Jude verfolgt, riskiert alles, um Hilde aus den Fängen der NS-Justiz zu retten.

Editionen (3)

ISBN9783956390234
VerlagAudio Media Verlag
Erscheinungsdatum01.09.15

Rezensionen & Bewertungen

24 Bewertungen

8 Rezensionen

4,3

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  • beajayy
    beajayy

    433 Follower

    3,5

    Ein spannendes Wiedersehen mit Kommissar Oppenheimer!

    Nach dem ersten Band “Germania”, freute ich mich sehr darauf, wieder in Oppenheimers Welt einzutauchen. Dieser außergewöhnliche Ermittler ist mir richtig ans Herz gewachsen - mit seiner klugen, vorsichtigen Art und seinem feinen Gespür für Menschen und Situationen. Die Geschichte spielt im Berlin des Jahres 1945, und ich war sofort wieder mittendrin in dieser düsteren Zeit. Oppenheimer, der sich als untergetauchter Jude durchschlagen muss, wird in einen mysteriösen Mordfall verwickelt. Seine Unterstützerin Hilde wird verhaftet, weil ihr Ex-Mann, ein SS-Hauptsturmführer und KZ-Arzt, ermordet aufgefunden wurde. 
Die Atmosphäre des zerstörten Berlins ist wieder unglaublich eindringlich beschrieben. Ich konnte die Verzweiflung der letzten Kriegsmonate beim Lesen förmlich spüren. Besonders faszinierend finde ich, wie Oppenheimer trotz seiner gefährlichen Situation seinen moralischen Kompass nicht verliert. Seine Entwicklung als Charakter macht die Geschichte für mich besonders wertvoll. 
Bei aller Sympathie für Oppenheimer und die spannende Geschichte: Die relative Bewegungsfreiheit eines untergetauchten Juden im Berlin der letzten Kriegsmonate erscheint mir manchmal etwas zu optimistisch dargestellt. Das hat mich gelegentlich aus der sonst so überzeugenden Atmosphäre gerissen. Trotzdem hat Gilbers wieder einen atmosphärisch dichten Roman geschaffen, der von der faszinierenden Hauptfigur Oppenheimer getragen wird. Auch wenn die Handlung manchmal etwas konstruiert wirkt, macht die Entwicklung des Charakters und die packende Atmosphäre das Buch zu einer fesselnden Lektüre. Ein solider zweiter Teil, der mich vor allem durch seinen sympathischen Protagonisten überzeugt. Ich freue mich schon darauf ihn weiter bei seinen Ermittlungen zu begleiten.

    27. Nov. 2024

  • pkn
    pkn

    40 Follower

    5,0

    Das Dritte Reich schlägt, in den letzten Zügen liegend, nochmal wild um sich und droht Oppenheimers Freundin Hilde mit in den Abgrund zu reißen. Ich konnte auf dem Büchertrödel nur Teil 2 und 3 der Reihe finden, aber man kann Teil 2 auch lesen, ohne Teil 1 zu kennen. Wenige Wochen vor der Kapitulation wird Berlin täglich heftig bombardiert, Leben findet praktisch zwischen diesen Bombardements statt. Und Oppenheimer versucht Hilde zu retten, ohne selbst unterzugehen. Unerschütterliche Nazis, Opportunisten, Ganoven mit Herz und Menschen, die auch in der ausweglosesten Situation nicht nur an sich denken, dazu immer heftigere Bombenangriffe und Zerstörung. Harald Gilbers gelingt es, das alles mit einem interessanten Kriminalfall zu verbinden. Am Schluss leben alle noch, doch ich werde gleich mit Teil 3 beginnen, denn sicher ist in diesen Tagen nichts und niemand.

    26. Nov. 2024

  • flatterohrchefin
    flatterohrchefin

    20 Follower

    4,0

    Wieder spannend und atmosphärisch, aber für mich mit mannsgroßem Plothole.

    Der 2. Band der Oppenheimer-Reihe beeindruckt wieder durch die beklemmenden Beschreibungen der Stadt im Bombenkrieg und der großen Gefahr, in der die Protagonisten leben. Der Krimi ist - für mich - insofern ein bisschen enttäuschend, weil Hilde - Achtung, Spoiler! - die Finte nicht durchschaut. Und das müsste sie, als Ehefrau des ermordeten Herrn Hausers. Sie müsste es an der Physiognomie erkennen, an Leberflecken, an alten Narben, an der frischen Narbe, die nicht ihre Arbeit ist. Und vor allem an den Händen. Ja, das sind Männerhände, aber nicht die ihres Mannes. Punkt. Den Rest hätte ich als Ehefrau nicht mal sehen müssen, um zu wissen: Nee, das isser nicht. Und das macht mir dann den Krimi ein bisschen madig. Für mich ein Plothole. Aber der Rest außenrum ist wieder hervorragend. Empfehlung auf jeden Fall - beim Krimiplot muss man halt das Ehefrauenauge zudrücken.

    4. Dez. 2025

3 von 8 Rezensionen

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