Blick ins Buch

Romane

Das Ende des Bengalischen Tigers

3,7(12)
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Über das Buch

Eine Frau möchte zum zehnten Geburtstag ihres Sohnes, der vor Jahren durch einen tragischen Unfall ums Leben kam, in einer Konditorei zwei Erdbeertörtchen kaufen. Doch als sie den Laden betritt, kommt niemand, um sie zu bedienen. Die zierliche Konditorin steht mit dem Telefonhörer am Ohr hinten in der Küche und weint stumm vor sich hin. Einige Jahre zuvor bekommt eine Schriftstellerin von einer alten Witwe, bei der sie zur Untermiete wohnt, eine Karotte geschenkt, die einer menschlichen Hand ähnelt. Sogar die Lokalnachrichten interessieren sich für die merkwürdige Karotte. Doch kurz darauf macht die Polizei im Gemüsegarten der Witwe einen grausigen Fund. Was hat eine Mutter, die ihr Kind verloren hat, mit einer alten Witwe zu tun, deren Mann vor Jahren unter mysteriösen Umständen verschwunden ist? Welche Verbindung gibt es zwischen einer Schriftstellerin, die regelmäßig bis spät in die Nacht arbeitet, und einer Konditorin, die als Mädchen in ein ehemaliges Postamt eingebrochen war? Yoko Ogawa spinnt ein feines Netz von Geschichten, die in einer rätselhaften Welt spielen. Alle Figuren folgen ihrem eigenen unergründlichen Schicksal, und doch kreuzen sich ihre Wege, während sie wie im Traum an den Abgründen des Lebens entlangwandeln.

Editionen (1)

ISBN9783954380374
VerlagLiebeskind
Erscheinungsdatum02.06.14
Seitenzahl224

Rezensionen & Bewertungen

12 Bewertungen

2 Rezensionen

3,7

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  • jari
    jari

    56 Follower

    4,0

    Oh, Kurzgeschichten. Von denen ich immer wieder behaupte, ich möge sie nicht. Aber bei diesem Buch verhält es sich anders. Ganz anders. Wie der Untertitel schon sagt: es handelt sich um einen Roman in elf Geschichten. Es gehört also alles zusammen. In jeder der elf Geschichten finden sich Spuren und Teile der anderen Texte. Es gehört also fast schon zum guten Ton, nach diesen kleinen Details zu forschen. Ich habe mich jedes Mal gefreut, wenn ich ein Symbol, eine Figur, eine Begebenheit wiedererkannt habe. Trotz dieser kindlichen Freude ändert dies jedoch nichts daran, dass die Geschichten grundsätzlich oft düster, manchmal traurig und einige auch eher verstörend sind. Je weiter man liest, desto mehr Schichten tun sich auf. Das Ganze erinnert oftmals an Inception - kein Wunder also, dass mir dieses Buch so zugesagt hat. Es bietet sich hier ein Reread an, damit man, nachdem man das grosse Ganze gelesen hat, sich noch mehr auf die Verbindungen innerhalb der Kurzgeschichten konzentrieren kann. Ich bin mir auch sicher, dass sich dann noch weitere Ebenen auftun werden.

    21. Dez. 2024

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