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Die Axt im Chrysanthemenwald - 50 Wege, sich in Japan zu blamieren

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Über das Buch

Herr Hoffmann hat die Welt gesehen. Das glaubt er zumindest. Denn eigentlich beschränkt sich die von ihm gesehene Welt auf spanische Inseln, Tirol, Rimini, London und Teile der US-Ostküste. Und jetzt schickt seine Firma den 48-jährigen Familienvater mit einer Schwäche für Schnitzel und Pommes für drei Wochen nach Japan. Ausgerechnet. Denn, wie Herr Hoffmann weiß, in Japan essen sie rohen Fisch. Fast ausschließlich. Außerdem können dort alle Karate und Ping-Pong spielen. Ach ja, und ein bisschen verrückt sind sie auch, diese Japaner. Das weiß man ja schließlich aus dem Fernsehen. Ja, Herr Hoffmann hat die Welt gesehen. Wir begleiten den ahnungslosen Norddeutschen auf seinem unbekümmerten Trip durch das Minenfeld der japanischen Etikette. Dabei wird er nicht nur peinliche und für alle Beteiligten ausgesprochen unangenehme Augenblicke erleben, sondern auch in brenzlige zwischenmenschliche Situationen geraten. Kein Wunder, denn eigentlich ist es völlig unmöglich nach Japan zu reisen, ohne sich dabei unsäglich zu blamieren. Aber Herr Hoffmann geht mit Leichtigkeit noch einen Schritt weiter und beweist ein sicheres Gespür dafür, sich geradezu kriminell unangemessen zu verhalten: nicht nur, dass er die falschen Pantoffeln auf dem Klo trägt und Trinkgeld gibt - nein, er wagt es sogar, das Sakko offen zu tragen, ironische Bemerkungen zu machen und sich in aller Öffentlichkeit die Nase zu putzen. Skandalös. Und was erst alles bei den strengen Ritualen der Visitenkartenübergabe oder dem Austausch von Geschenken schief gehen kann. Kurz: es ist all das festgehalten, was in nur wenigen Tagen Kulturaustausch alles in die Hose gehen kann. In 50 Episoden erlebt der Leser eine amüsante Blamage des tragischen Helden nach der anderen, die aber zum Glück durch die ausklärenden Abschnitte "Was ist diesmal schiefgelaufen?" und "Was können Sie besser machen?" mit Hilfestellungen und Hintergrundinformationen für das eigene Verhalten ergänzt werden. Das Buch ist also weit mehr als nur ein etwas anderer "Japan-Knigge". Anstelle einer bloßen Sammlung von Benimmregeln gewährt jedes Kapitel spannende Einblicke in die Kultur und zeigt, warum in Japan eigentlich alles so anders ist. Und spätestens dann überlegt man sich mit Sicherheit, ob dieses ferne Land im Osten nicht doch eine Reise wert wäre!

Editionen (6)

ISBN9783934918276
VerlagCONBOOK
Erscheinungsdatum22.10.08
Seitenzahl256

Rezensionen & Bewertungen

24 Bewertungen

4 Rezensionen

4,1

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  • scriptumfelicis
    scriptumfelicis

    27 Follower

    4,0

    Ein unterhaltsames und lehrreiches Buch, das auf humorvolle Weise wertvolle Einblicke in Japans kulturelle Eigenheiten gibt. Auch wenn einige Szenen überzeichnet sind und sich manche Fettnäpfchen wiederholen, überzeugt das Buch mit seinen Erläuterungen und praktischen Tipps. Wer auf charmante Weise lernen möchte, wie man sich in Japan nicht blamiert, wird hier bestens unterhalten und gut vorbereitet. - - -

    Zusammenfassung/Klappentext: Dieser Ratgeber nimmt den Leser mit auf eine humorvolle Reise ins Land der aufgehenden Sonne. Dabei begleiten wir Egon Hoffmann, der aus beruflichen Gründen nach Japan reist - und dabei mit Anlauf in jedes nur denkbare Fettnäpfchen springt. Natürlich aus Versehen. Durch seine Missgeschicke werden kulturelle Stolperfallen anschaulich dargestellt. Am Ende jedes Kapitels gibt es hilfreiche Erklärungen und praktische Tipps. Meinung: Dieser etwas andere Reiseführer ist nicht nur lehrreich, sondern auch höchst unterhaltsam. Die kulturellen Unterschiede werden auf humorvolle Weise wiedergegeben, ohne dabei ins Lächerliche abzudriften. Japan unterscheidet sich in vielen Bereichen stark von westlichen Kulturen – und genau diese Unterschiede werden anhand des fiktiven Protagonisten Egon Hoffmanns eindrucksvoll dargestellt. Der tollpatschige Protagonist zeigt auf amüsante Weise, wie schwierig es ist, sich ohne Fehler in der japanischen Gesellschaft zu bewegen – sei es bei der Begrüßung, im Restaurant oder bei der Geschenkübergabe. Die Kapitel sind kurzweilig, unterhaltsam und bieten hilfreiche Tipps. Die komplexen gesellschaftlichen Regeln werden auf zugängliche Weise erklärt. Dadurch bekommt der Leser nicht nur wertvolle Einblicke in die japanische Kultur, sondern lernt auch, wie man sich als Besucher respektvoll verhält. Natürlich ist Egon Hoffmanns Verhalten völlig überzeichnet – er tritt wirklich in jedes erdenkliche Fettnäpfchen. Das empfand ich persönlich aber nicht als störend, sondern als gelungenes Stilmittel, um Japan humorvoll näherzubringen. Allerdings wiederholen sich einige Missgeschicke im Verlauf der Geschichte, was den Lesefluss gelegentlich etwas trübt.

    2. März 2025

  • noanru
    noanru

    8 Follower

    5,0

    Ein gut geschriebenes Buch zum kennenlernen der japanischen Gepflogenheiten. Unterhaltsam geschriebene mit vielen wichtigen historischen Eckdaten. Lässt sich schnell weg lesen, da alles in eine schöne Form gepackt ist und ein Reisender aus der eigenen Kultur begleitet wird.

    3. Jan. 2026

  • 7seasofrhye
    7seasofrhye

    4 Follower

    4,0

    Anhand von 50 Fettnäpfchen zeigen die Autoren, was bei einem Besuch in Japan so alles schiefgehen kann. Die Anekdoten sind unterhaltsam geschrieben – und meistens auch so, dass man nicht nur mit Herrn Hoffmann, der die ganzen Fehltritte vorleben darf, mitfühlen kann, sondern auch das eine oder andere mal genau weiß, dass einem das selbst genauso passiert wäre. Die Tipps, was man denn nun besser machen kann, sind genau das, und keine strengen Verhaltensregeln; immer mit dem Wissen im Hinterkopf, dass man als gaijin sowieso nicht alles auf Anhieb "richtig" machen wird, aber zumindest einige Anhaltspunkte mit auf den Weg bekommt, in welchen Bereichen man sich Mühe geben kann und sollte. Besonders gefällt mir, dass zu jedem Fettnäpfchen deutlich weiter ausgeholt wird, als für die Erklärung zwingend nötig wäre, und man so nebenbei sehr viel Interessantes an Kultur und geschichtlichem Hintergrund mitbekommt.

    3. Okt. 2023

3 von 4 Rezensionen

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Seitenbasierte Kommentare

Seite 7734%
lisaahxo
lisaahxo14. Jan. 2026

Das ist schon crazy, dass sogar der Notarzt dann erstmal eben seine Schuhe ausziehen und ausrichten muss bevor er zur Hilfe eilen kann 🤣

Lesen ist schöner mit der READO App.

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