Blick ins Buch

Romane

La metamorfosis (Edición de Praga)

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Über das Buch

Es ist spät am Abend in der Prager Niklasstraße. Endlich herrscht Stille in der elterlichen Wohnung, Vater, Mutter und die Schwestern haben sich zur Nachtruhe begeben. Nur Franz sitzt hellwach hinter seinem Schreibtisch – in raschen Zügen beginnt er mit der Niederschrift einer verstörenden Geschichte. Schon der erste Satz eröffnet ein Meisterwerk, das Millionen Leser in seinen Bann ziehen wird: „Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheuren Ungeziefer verwandelt.“

Neben dem Originaltext von 1915 ist diesem illustrierten Band auch die Fortsetzung der „Käfergeschichte“ beigestellt, aus der Feder von Kafkas frühverstorbenem Schriftstellerkollegen Karl Brand. Ein sachkundiges und reich bebildertes Begleitwort zur Entstehungsgeschich­te rundet diese Prager Ausgabe der Verwandlung zum editorischen Glanzstück – ein Muss für eingefleischte Kafka-Freunde und für alle, die den Prager Dichter noch für sich entdecken wollen.

Mit einem bebilderten Begleittext zur Entstehung und Wirkung des Werkes von Elisabeth Fuchs und Harald Salfellner.

Editionen (4)

ISBN9783899198447
VerlagVitalis
Erscheinungsdatum01.01.25
Seitenzahl184

Rezensionen & Bewertungen

2658 Bewertungen

301 Rezensionen

3,7

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  • fraufehrmi
    fraufehrmi

    12 Follower

    5,0

    ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

    Ich glaube, kaum ein Buch hat mich so lange beschäftigt wie „Die Verwandlung“. Nicht, weil so unglaublich viel passiert, sondern weil hinter jeder Seite so viele Gedanken und Interpretationen stecken. Schon die erste Szene ist absurd und gleichzeitig faszinierend. Ein Mensch wacht als Ungeziefer auf – und trotzdem geht es eigentlich um etwas ganz anderes. Um Familie. Um Leistung. Um Schuld. Um die Frage, wie viel ein Mensch noch wert ist, wenn er nicht mehr funktionieren kann. Beim Lesen hatte ich ständig das Gefühl, dass Kafka einem etwas sagen möchte, ohne es jemals auszusprechen. Genau das macht das Buch für mich so besonders. Es erklärt nichts, sondern lässt einen selbst nachdenken. Noch Tage später habe ich über einzelne Szenen gegrübelt und sie immer wieder anders interpretiert. Besonders traurig fand ich, wie sich die Familie im Laufe der Geschichte verändert. Anfangs scheint noch Mitgefühl da zu sein, doch nach und nach wird Gregor immer mehr zur Last. Gerade diese Entwicklung wirkt erschreckend real und macht das Buch trotz seiner absurden Grundidee unglaublich menschlich. Ich verstehe vollkommen, warum dieses Werk ein Klassiker ist. Es ist kein Buch, das man wegen einer spannenden Handlung liest, sondern wegen der Gefühle und Gedanken, die es auslöst. Manche Geschichten enden mit der letzten Seite. „Die Verwandlung“ fängt dort eigentlich erst an.

    5 Tage vor

  • inken.2006
    inken.2006

    89 Follower

    4,0

    Lässt Raum zur Eigen- Interpretation. Die Schreibweise sagte mir sehr zu. In dem Buch werden Thematiken bearbeitet, wie: Depression & wie die Mitmenschen damit umgehen. Das Buch behält dauerhaft die selbe Stimmung (es gibt keinen Spannungsbogen). Die permanente triste Stimmung in den Worten, passen perfekt zur Thematik. Ein Buch, bei dem zwischen den Zeilen gelesen wird. Ich kann es empfehlen.

    28. März 2026

  • annalovesbooks23
    annalovesbooks23

    730 Follower

    3,5

    Bedrückend und voller starker Gedanken. Emotional blieb für mich aber etwas Abstand.

    Die Verwandlung war für mich der zweite Klassiker nach Weiße Nächte und ich habe total gemerkt, wie unterschiedlich Klassiker sein können. Während mich Dostojewski emotional komplett abgeholt hat, blieb Kafka für mich deutlich distanzierter. Die Geschichte fand ich trotzdem richtig interessant. Das Aufwachen als Käfer wirkt erstmal absurd, aber eigentlich steckt da so viel mehr dahinter. Für mich stand Gregor nie einfach nur für ein Ungeziefer, sondern eher für Krankheit, Depression und dieses Gefühl, plötzlich nicht mehr in die Welt zu passen oder nicht mehr funktionieren zu können. Vor allem die Familie fand ich dabei spannend zu beobachten. Solange Gregor arbeitet und Geld verdient, hat er seinen Platz. Sobald er krank wird und zur Belastung wird, verändert sich langsam alles. Und ehrlich gesagt fühlt sich genau das bis heute noch ziemlich aktuell an. Das ganze Buch wirkt unglaublich schwer und bedrückend. Man merkt diese Hoffnungslosigkeit wirklich auf jeder Seite. Ich glaube auch, dass diese emotionale Distanz im Schreibstil komplett gewollt ist. Kafka schreibt sehr nüchtern und beobachtend und genau dadurch fühlt sich alles irgendwie kalt an. Ich habe beim Lesen schon verstanden, warum das Buch so ein bedeutender Klassiker ist. Der Schreibstil ist gut und zwischen den Zeilen steckt extrem viel. Gerade die Themen Isolation, gesellschaftlicher Druck und der Umgang mit kranken Menschen waren richtig stark. Mich persönlich hat das Buch emotional aber einfach nicht komplett erreicht. Ich fand die Gedanken hinter der Geschichte teilweise stärker als die Geschichte selbst. Trotzdem bin ich froh, es gelesen zu haben, weil ich glaube, dass genau solche Bücher einen noch lange beschäftigen.

    Bedrückend und voller starker Gedanken. Emotional blieb für mich aber etwas Abstand.

    15. Mai 2026

3 von 301 Rezensionen

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