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Romane

Die weite Sargassosee

3,4(71)
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Deutsch
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Über das Buch

Jamaika, Anfang des 19. Jahrhunderts: In einem alten Herrenhaus wächst Antoinette Cosway in einer Zwischenwelt heran. Auf der einen Seite die schwarzen Dienstboten, ihre Lieder und Rituale, auf der anderen Seite die weißen Plantagenbesitzer. Es ist eine Zeit des Umbruchs, die Sklaverei wurde gerade abgeschafft, die schwarze Bevölkerung begehrt erstmals gegen die ehemaligen Herren auf. Antoinette heiratet einen jungen Engländer, den Mr Rochester aus Charlotte Brontës Klassiker Jane Eyre , doch die Beziehung wird durch Gerüchte über den Wahnsinn in ihrer Familie, durch seine hohen Ansprüche und ihre innere Zerrissenheit überschattet. Schließlich zwingt ihr Mann sie, die Insel zu verlassen und mit ihm nach England zu gehen. Dort lebt Antoinette als Gefangene in seinem großen Herrenhaus und verliert zunehmend den Verstand. Sie wird zu der verrückten Frau auf dem Dachboden.

Jean Rhys’ Die weite Sargassosee ist eine außergewöhnliche Studie über Leidenschaft und Eifersucht und ein Meisterwerk der modernen Literatur.

Editionen (1)

ISBN9783895613623
VerlagSchöffling
Erscheinungsdatum04.08.15
Seitenzahl232

Rezensionen & Bewertungen

71 Bewertungen

5 Rezensionen

3,4

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  • tintenpfade
    tintenpfade

    19 Follower

    3,0

    Die andere Seite von Jane Eyre

    Wenn du Jane Eyre kennst oder lesen willst, dann solltest du "Die weite Sargassosee" unbedingt auf dem Radar haben. Jean Rhys erzählt hier die Geschichte der Frau im Dachgeschoss – Antoinette Cosway, Mr. Rochesters erste Frau. Die, die in Charlotte Brontës Roman als “verrückt” abgestempelt und weggesperrt wird. Rhys gibt ihr eine Stimme, ein Leben, eine Vergangenheit. Und das hat mich fasziniert – aber auch verwirrt. "Die weite Sargassosee" ist kein einfacher Roman. Der Schreibstil ist sehr sprunghaft, Perspektiven wechseln ohne Vorwarnung und manchmal hatte ich das Gefühl, als hätte ich versehentlich Seiten überblättert. Die Erzählstruktur fordert Konzentration. Trotzdem: Das Buch hat Tiefe. Spannend ist der postkoloniale Blick: Wie wurden die sogenannten “weissen Kreolen” behandelt, nachdem die Sklaverei abgeschafft wurde? Was bedeutete es, als Frau (und Ehefrau) mit gemischtem kulturellen Hintergrund zwischen allen Fronten zu stehen? Rhys gibt Antoinette Raum, ihre psychische Entwicklung und die Zerstörung ihrer Identität nachzuzeichnen. Mein Leseeindruck: Ganz ehrlich? Das Buch war okay, aber hat mich nicht komplett überzeugt. Ich finde die Idee wichtig und spannend – besonders im Kontext zu Jane Eyre. Sprachlich ist es fordernd, die Perspektivwechsel sind nicht immer sauber erkennbar. Ich habe das Buch für meine Reading Around the World Challenge gelesen, denn für Dominica gibt es kaum andere ins deutsche übersetzte Werke von Autor:innen, die wirklich von dort stammen. In diesem Kontext war es für mich eine bereichernde Erfahrung – auch wenn es kein Lieblingsbuch geworden ist. Mein Fazit: "Die weite Sargassosee" ist kein Buch für zwischendurch, aber ein wertvolles Puzzlestück für alle, die Jane Eyre lieben, hinterfragen oder literarische Kontexte erforschen wollen. Wenn du bereit bist für einen Blick auf die “andere Seite” einer bekannten Geschichte, dann ist dieses Buch definitiv einen Versuch wert. Reading Around the World Challenge – Dominica

    Die andere Seite von Jane Eyre

    4. Juni 2025

  • mrs.moriarty
    mrs.moriarty

    68 Follower

    Langatmig und verworren erzählt

    14. Apr. 2024

  • sofiareads
    sofiareads

    88 Follower

    4,0

    "this is not a man who will help you when he sees you break up."

    10. Jan. 2025

3 von 5 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Jean Rhys

Jean Rhys wurde 1890 in der Karibik geboren und kam mit 16 Jahren nach England. Ihr erstes Buch erschien 1927, danach folgten vier Romane. In den 1940ern verschwand sie aus der Öffentlichkeit. Erst 1966 erschien ihr berühmtestes Werk »Die weite Sargassosee«, das ihren literarischen Ruf als eine der wichtigsten englischsprachigen Autorinnen begründete. Sie starb 1979 in England.

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