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H wie Habicht

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Über das Buch

Schon als Kind beschloss Helen Macdonald, Falknerin zu werden. Sie eignete sich das Fachvokabular an und las die Klassiker der Falknerei-Literatur. Ihr Vater unterstützte sie in dieser ungewöhnlichen Leidenschaft, er lehrte sie Geduld und Selbstvertrauen und blieb eine wichtige Bezugsperson in ihrem Leben. Als ihr Vater stirbt, setzt sich ein Gedanke in Helens Kopf fest: Sie muss ihren eigenen Habicht abrichten. Sie ersteht ein Habichtweibchen, das sie auf den Namen Mabel tauft, und begibt sich auf die abenteuerliche Reise, das wildeste aller wilden Tiere zu zähmen.

Editionen (9)

ISBN9783869092058
VerlagHörbuch Hamburg
Erscheinungsdatum14.10.16

Rezensionen & Bewertungen

69 Bewertungen

9 Rezensionen

3,5

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  • buecherfink
    buecherfink

    17 Follower

    2,0

    Obwohl ich das Buch wegen seiner Thematik lieben wollte, enttäuschen mich die Wiederholungen in Plot und Formulierungen. Sehr schade!

    7. Jan. 2024

  • buchweiser
    buchweiser

    18 Follower

    4,0

    „H wie Habicht“ der britischen Historikerin und Autorin Helen Macdonald gewann 2014 sowohl den Samuel-Johnson-Preis als auch den Costa Book Award. Es ist eine Mischung aus Memoiren, Trauerbewältigung, Naturbeschreibung und einer Kurzbiografie des Schriftstellers T. H. White (1906 bis 1964). Macdonald ist bereits seit früher Jugend Falknerin, eine Tätigkeit, über die ich bisher recht wenig wusste. Das Abrichten des Habichts Mabel ist Dreh- und Angelpunkt dieses Buches, und so findet man darin unzählige Fachbegriffe aus der Beizjagd. Einige erklärt Macdonald, andere werden ohne Erläuterungen eingeworfen. Als Leser sollte man daher ein gewisses Interesse an diesem Thema mitbringen. Ich habe viele Dinge online recherchiert und viel über das Abrichten von Greifvögeln erfahren. Alles in der Falknerei ist darauf ausgerichtet, einen wilden Vogel zu einem gezähmten Jagdpartner zu machen – entsprechend kriegerisch ist das Vokabular, das die Autorin verwendet, um ihre Geschichte zu erzählen. Allerdings liest sich ihr Text wie Poesie, wenn sie ihre Umgebung beschreibt: „Nachts aber, wenn der Regen orangefarbene Lichtpunkte an die Fensterscheiben pikste, träumte ich von dem Habicht, der durch die feuchte Luft woandershin verschwand. Ich wollte ihm folgen“ Während Macdonald den Verlust ihres Vaters verarbeitet und sich intensiv mit T. H. White und ihrem Habicht befasst, verfällt sie immer stärker in eine sehr esoterische Betrachtung ihrer Situation: „Was mir auf den Straßen im Norden aber vielleicht auch hätte bewusst werden sollen, war, dass sich die Seele nach dem Verlust des Vaters nicht nur neue Väter in der Welt sucht, sondern auch ein neues Ich, mit dem sie diese neuen Väter lieben kann.“ Sie stellt Thesen auf, die für mich nicht immer nachvollziehbar waren. Ich fand mich irgendwann in der Welt von Mabel besser zurecht als in Helens Welt. Sie interpretiert viel in ihr eigenes Verhalten und das des Habichts hinein, verliert sich in seltsamen Gedanken und damit hin und wieder mich als Leserin. Doch im Laufe der Zeit wird der ihr klar: „Ich glaube, ich habe eine leichte Depression“ und begibt sich nach der Trauerfeier für ihren Vater in Behandlung. An dieser Stelle kehrt Normalität in ihr Leben zurück und die Geschichte läuft ein wenig plötzlich ins Alltägliche aus. „H wie Habicht“ ist ein faszinierendes Buch, dessen Schreibstil mich gefesselt hat. Wäre es sachlicher verfasst worden, hätte ich vermutlich nicht genug Geduld für die etwas abgedrehten Ansichten der Autorin aufgebracht. So aber fühlte ich mich bis zum Schluss gut unterhalten. Man muss Gefallen an „Nature Writing“ und etwas schrägen Menschen haben, um sich auf diese Erzählung wirklich einlassen zu können.

    1. Juni 2024

  • tintenhain
    tintenhain

    411 Follower

    abgebrochen Warum? Hier nachzulesen:

    23. Sept. 2022

3 von 9 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Helen Macdonald

Helen Macdonald ist Autorin, Lyrikerin, Illustratorin und Historikerin. Sie arbeitet an der University of Cambrigde, England, im Department of History and Philosophy of Science. Sie hat bereits zwei Bücher veröffentlicht: Shaler's Fish (2001) und Falcon (2006). Für H wie Habicht wurde sie mit dem Samuel Johnson Preis ausgezeichnet.

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