Blick ins Buch

Die Mitte der Welt. SZ Junge Bibliothek Band 24

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Über das Buch

Ein normales Leben hat der siebzehnjährige vaterlose Phil nie kennengelernt. Mit seiner Zwillingsschwester und seiner noch sehr jungen Mutter wohnt er in einem verfallenen Anwesen am Rande der Stadt. Phil weiß kaum etwas über seine Vergangenheit, die Gegenwart ist chaotisch, von seiner Zukunft hat er überhaupt keine Vorstellung. Umso mehr sehnt er sich nach Orientierungshilfen und vor allem danach, mehr über sich zu erfahren. Ein Roman für Jugendliche und Erwachsene.

Editionen (14)

ISBN9783866151253
VerlagSüddeutsche Zeitung / Bibliothek
Erscheinungsdatum01.01.05
Seitenzahl415

Rezensionen & Bewertungen

277 Bewertungen

35 Rezensionen

4,0

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  • ovrjy
    ovrjy

    167 Follower

    4,5

    „Ich erinnere mich nicht an die Zeit, in der ich geboren wurde. Aber ich erinnere mich an den Moment, in dem ich verstanden habe, dass ich lebe.“

    Die Mitte der Welt von Andreas Steinhöfel ist ein Roman, der vor allem durch seine Charaktere und die poetische, gleichzeitig sehr direkte Erzählweise besticht. Für mich war besonders beeindruckend, wie selbstverständlich und doch feinfühlig der Autor mit Themen wie Identität, Familie und Liebe umgeht – ohne dabei in klischeehafte Dramatisierung abzurutschen. Im Mittelpunkt steht Phil, ein schwuler Jugendlicher, dessen sexuelle Orientierung zwar präsent ist, aber nicht zum alleinigen Zentrum des Romans gemacht wird – und gerade das hat mich begeistert. Es geht nicht um das „Coming-out“ oder einen stereotypen Konflikt, sondern um eine Liebesgeschichte, die genauso kompliziert, intensiv und schön ist wie jede andere. Die Beziehung zwischen Phil und Nicholas bildet das emotionale Herz des Buches – leise, kraftvoll und authentisch. Steinhöfel versteht es, Figuren zum Leben zu erwecken: Phils Mutter Glass ist herrlich schräg, exzentrisch, überzeichnet – und passt dennoch perfekt in das skurrile Haus, in dem die Familie lebt. Ein Haus, das so bunt und widersprüchlich ist wie die Menschen darin. Gerade dieser Kontrast – zwischen der Mutter, die wie ein bunter Wirbelsturm durchs Leben geht, und Phil, der seinen Platz in der Welt (und in dieser Familie) sucht – verleiht dem Roman seine Tiefe und Wärme. Ja, manches wirkt fast zu klischeehaft, aber das scheint bewusst gesetzt und passt zur jugendliterarischen Zielgruppe. Die Mitte der Welt ist ein vielschichtiger Coming-of-Age-Roman, der ernste Themen mit Leichtigkeit behandelt, ohne dabei banal zu werden. 4,5 von 5 Sternen – wegen kleiner Genreeinschränkungen, aber ein starkes, sensibles Buch

    „Ich erinnere mich nicht an die Zeit, in der ich geboren wurde. Aber ich erinnere mich an den Moment, in dem ich verstanden habe, dass ich lebe.“

    13. Apr. 2025

  • emma_reads
    emma_reads

    46 Follower

    5,0

    Das war mal etwas ganz anderes

    Ich habe diese Buch auf dem Kindle von meiner Mutter gefunden ungelesen und mich hat irgendwie der Titel und das Cover so beeindruckt das ich es lesen musste Zum Buch Einfach wow sehr tiefgründiges , emotionales und spannendes Buch. Ich finde einfach dieses Buch strahlt was besonderes aus, was man nicht erklären kann wenn man es nicht gelesen hat Ein absolutes Empfehlenswertes Buch

    14. Dez. 2024

  • purplehero
    purplehero

    90 Follower

    4,0

    Der Anfang war für mich ehrlich gesagt etwas zäh, aber der wunderschöne, tiefgründige Schreibstil hat mich getragen und es hat sich gelohnt. Dieses Buch erzählt nicht einfach eine Liebesgeschichte, sondern so viel mehr. Von der ersten Liebe, von Freundschaft und Familie, dem Erwachsenwerden und der Suche nach dem eigenen Platz in der Welt. Phil als Protagonist berührt, weil seine Entwicklung so authentisch und feinfühlig geschildert ist. Ich habe mit ihm gelitten, sowohl einst als Teenager und nun erneut als Erwachsener. Und doch… als die Liebesgeschichte mit Nicolas beginnt, wollte ich Phil manchmal am liebsten schütteln. Nicolas wirkt so kühl, so distanziert, dass man fürchtet, Phil könnte an ihm zerbrechen. Gerade das hat mich emotional sehr mitgenommen, weil ich nicht sehen wollte, wie er ausgenutzt wird. Eine Coming-of-Age-Geschichte, die intensiv nachhallt. Ja, mit kleinen Längen, aber auch mit vielen Momenten, die mitten ins Herz treffen. 🌈

    25. Sept. 2025

3 von 35 Rezensionen

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