Blick ins Buch

Romane

Die Schrecken des Eises und der Finsternis

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Über das Buch

GEO Hörwelten „Weit draußen“ - Klassiker der Abenteuer-Literatur in einer neuen Qualität! Es ist der Herbst 1872. Eine österreichisch-ungarische Expedition unter Leitung von Carl Weyprecht und Julius Payer bricht auf, einen Wasserweg zur Beringstraße zu finden. Doch ihr Schiff, die „Admiral Tegetthoff“, friert nur wenige Wochen nach der Abreise im Packeis fest. Während die Welt um sie herum erstarrt, nutzen die beiden Männer die Tage in der Finsternis für wissenschaftliche Aufzeichnungen. Der eine bedacht, der andere getrieben von der Suche nach unentdecktem Land. Nach zwei Überwinterungen auf dem Schiff, und nachdem ein Teil der Mannschaft tatsächlich das nördlichste Archipel der Erde gefunden hat, machen sich 23 zermürbte und von Krankheiten geschwächte Männer schließlich auf, zu Fuß die Rettung zu suchen. Gut 100 Jahre später bricht der Italiener Josef Mazzini, gefesselt von den Berichten der großen Arktis-Entdecker, in das Nordmeer auf. Ein introvertierter, stiller Mann voller Idealismus. Er kommt bis Spitzbergen. Und dort verliert sich schließlich seine Spur. „Josef Mazzini reiste oft allein und viel zu Fuß. Im Gehen wurde ihm die Welt nicht kleiner, sondern immer größer, so groß, dass er schließlich in ihr verschwand.“ Ransmayr vermengt reale Tagebuchaufzeichnungen der Payer-Weyprecht-Expedition von 1872 bis 1874 mit den fiktiven Notizen Mazzinis zu einer melancholischen Parabel auf den ewigen Traum vom Entdecken und zugleich die Schönheit wie die Schattenseite bedingungsloser Hingabe an ein Ziel.

Editionen (6)

ISBN9783866045927
VerlagRandom House Audio Editionen
Erscheinungsdatum16.07.07

Rezensionen & Bewertungen

20 Bewertungen

2 Rezensionen

3,7

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  • cloudjumper
    cloudjumper

    1400 Follower

    4,0

    Ein Ich-Erzähler schreibt über einen Mann (Mazzini) der zum Nordpol aufbrach um auf den Spuren der Weyprecht/Payer Mission zu wandeln, die zum Nordpol aufbrachen (und Kaiser-Franz-Josefs-Land 'entdeckten'). Die Verquickung von Fiktion und Original-Tagebucheinträgen nzw. Briefen ist innovativ und ergänzt sich sehr gut. Die Passagen um den Italiener Mazzini waren (für mich) nicht wirklich interessant oder spannend. Der gespannte Bogen zur Reflektion über die Literatur bzw. eines Chronisten Arbeit war interessant (Auffüllen der leeren Seiten). Ich werde kein Ransmayr Fan mehr, aber eine eigene, sehr poetische Sprache in der Literaturwelt kann man ihm definitiv nicht absprechen.

    9. Juli 2024

  • aristipp_girl
    aristipp_girl

    69 Follower

    3,0

    3,5 ⭐️ Ich bin nicht der größte Fan von Expeditionsbüchern. Das hat allerdings ganz gut für mich funktioniert. Ransmayer arbeitet mit sehr vielen Originalaufzeichnungen der Crew (Briefe, Tagebucheinträge) und füllt die Lücken mit eigenen Gedanken. Die Aufzeichnungen sind unglaublich berührend und einprägsam. Schon tragisch unter solchen Entbehrungen das Franz-Josef-Land zu entdecken, es 800km zu bereisen, halb drauf zu gehen und festzustellen: Joa, ist irgendwie nix außer Eis, Schnee, Felsen und nen paar ausgehungerten Bären. Der zweite Handlungsstrang um Josef Mazzini passte für mich nicht so recht in diese Aufarbeitung. Konnte mit diesem Teil nichts anfangen, was mich von einer 4-4,5⭐️ Bewertung abhält. Die Schlußsequenz war toll. Hat mich dazu veranlasst noch über Payer als Maler und dessen Aufzeichnungen vor seinem Tod zu recherchieren.

    3. Sept. 2024

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