Blick ins Buch

Historische Romane

Die Schrecken des Eises und der Finsternis

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Über das Buch

Im Zentrum des Romans steht das Schicksal der österreichisch-ungarischen "Payer-Weyprecht-Expedition" zum Nordpol, die im arktischen Sommer 1872 in das unerforschte Meer nordöstlich des sibirischen Archipels Nowaja Semlja aufbricht. Das Expeditionsschiff wird bald - und für immer - vom Packeis eingeschlossen. Nach einer mehr als einjährigen Drift durch alle Schrecken des Eises und der Finsternis entdeckt die vom Skorbut geplagte Mannschaft eine unter Gletschern begrabene Inselgruppe am Rande der Welt und tauft sie zu Ehren eines fernen Herrschers "Kaiser-Franz-Joseph-Land". Einer der letzten blinden Flecke ist damit von der Landkarte der Alten Welt getilgt. Parallel zum Drama dieser historischen Expedition erzählt Ransmayr die Geschichte eines jungen, in Wien lebenden Italieners namens Mazzini, der mehr als hundert Jahre später zum besessenen Sammler aller hinterlassenen Zeugnisse und Dokumente der "Payer-Weyprecht-Expedition" wird und schliesslich ins Eismeer aufbricht, um als Passagier eines norwegischen Forschungsschiffes die Entdeckung des "Franz-Joseph-Landes" nachzuvollziehen. Im Verlauf seiner Recherchen zur polaren Entdeckungsgeschichte gerät Mazzini immer tiefer in die arktische Gegenwart und verschwindet schliesslich. Ein Schlittenreisender, gefangen in den Gletscherlandschaften Spitzbergens. --- "Traumwandlerische Sicherheit in der Wahl atmosphärischer Bilder " - Der Spiegel "Das Buch ist ein Abenteuer des Bewusstseins., das die herkömmlichen Entdecker-Romane harmlos aussehen lässt. " - FAZ

Editionen (6)

ISBN9783829113892
VerlagUniversal Music
Erscheinungsdatum24.02.04

Rezensionen & Bewertungen

20 Bewertungen

2 Rezensionen

3,7

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  • cloudjumper
    cloudjumper

    1400 Follower

    4,0

    Ein Ich-Erzähler schreibt über einen Mann (Mazzini) der zum Nordpol aufbrach um auf den Spuren der Weyprecht/Payer Mission zu wandeln, die zum Nordpol aufbrachen (und Kaiser-Franz-Josefs-Land 'entdeckten'). Die Verquickung von Fiktion und Original-Tagebucheinträgen nzw. Briefen ist innovativ und ergänzt sich sehr gut. Die Passagen um den Italiener Mazzini waren (für mich) nicht wirklich interessant oder spannend. Der gespannte Bogen zur Reflektion über die Literatur bzw. eines Chronisten Arbeit war interessant (Auffüllen der leeren Seiten). Ich werde kein Ransmayr Fan mehr, aber eine eigene, sehr poetische Sprache in der Literaturwelt kann man ihm definitiv nicht absprechen.

    9. Juli 2024

  • aristipp_girl
    aristipp_girl

    69 Follower

    3,0

    3,5 ⭐️ Ich bin nicht der größte Fan von Expeditionsbüchern. Das hat allerdings ganz gut für mich funktioniert. Ransmayer arbeitet mit sehr vielen Originalaufzeichnungen der Crew (Briefe, Tagebucheinträge) und füllt die Lücken mit eigenen Gedanken. Die Aufzeichnungen sind unglaublich berührend und einprägsam. Schon tragisch unter solchen Entbehrungen das Franz-Josef-Land zu entdecken, es 800km zu bereisen, halb drauf zu gehen und festzustellen: Joa, ist irgendwie nix außer Eis, Schnee, Felsen und nen paar ausgehungerten Bären. Der zweite Handlungsstrang um Josef Mazzini passte für mich nicht so recht in diese Aufarbeitung. Konnte mit diesem Teil nichts anfangen, was mich von einer 4-4,5⭐️ Bewertung abhält. Die Schlußsequenz war toll. Hat mich dazu veranlasst noch über Payer als Maler und dessen Aufzeichnungen vor seinem Tod zu recherchieren.

    3. Sept. 2024

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