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Bel Ami

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Über das Buch

Der Held dieses Romans hat nichts gemein mit dem operettenseligen 'Du hast Glück bei denFrau'n, Bel Ami'. Maupassants Bel Ami ist ein rücksichtsloser Emporkömmling, ein Zyniker,der auf seinem Weg nach oben Frauen wie Stufen einer Trittleiter benutzt.Mittellos aus dem Militärdienst nach Paris zurückgekehrt, macht er die Bekanntschaft vonMadame Forestier, der Frau eines alten Bekannten, der für eine Zeitung schreibt. Als Forestierstirbt, heiratet er dessen Witwe, eine begabte Journalistin, die schon dem ersten Mann 'seine'Artikel in die Feder diktiert hatte. Auch er läßt von seiner Frau schreiben und steigt dank ihrer Leistung die erste Karrierestufe hinauf. Aber damit gibt er sich nicht zufrieden: die nächste Frau soll ihn noch weiter nach oben bringen ...

Editionen (36)

ISBN9783865118769
VerlagProjekt Gutenberg
Erscheinungsdatum07.03.18
Seitenzahl296

Rezensionen & Bewertungen

41 Bewertungen

8 Rezensionen

3,8

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  • jochenstein81
    jochenstein81

    71 Follower

    5,0

    Von ganz unten bis nach oben

    Ich bin durch Zufall auf das Buch gestoßen und hatte es schon länger in meiner Bibliothek. Angefangen zu lesen und was soll ich sagen? Es ist toll! Da ich es in Frankreich angefangen habe zu lesen, hat es gepasst. Es liest sich leichter als Proust und ist für alle etwas, die in die französische Literatur einsteigen wollen.

    11. Aug. 2025

  • Dies war mein erster Maupassant-Roman, und er beeindruckte mich als brillant erzählte Geschichte darüber, wie ein Journalist, der zum Parvenü wurde und aus einfachen Verhältnissen stammte, im Frankreich der Dritten Republik mit schäbigen Mitteln Status, Reichtum und Macht erlangte. In einem witzigen und knackigen Stil fließt die Geschichte flüssig dahin, während der Protagonist von einer einer Frau zur nächsten springt und jedes Mal mehr weltliche Vorteile wie Karriereaufstieg, soziale Anerkennung, Reichtum und Status sammelt. Seine einzige Waffe bei der Eroberung sind seine Jugend und sein hübsches Gesicht, daher sein Spitzname "Bel Ami", sowie ein Herz aus Stahl. Maupassant skizziert virtuos jeden seiner kalten, kalkulierten sozialen Aufstiegsversuche mit schmunzelnder Ironie, wobei er seinen eigenen höhnischen Spott über die bürgerlich-kapitalistische Unmoral und journalistische Farce der Pariser Gesellschaft kaum verbergen kann. Nachdem ich die ersten Kapitel gelesen hatte, dachte ich, dass der Protagonist Ähnlichkeit mit Eugene de Rastignac in Balzacs "Vater Goriot" und Julien Sorel in Stendhals "Rot und Schwarz" hat. Am Ende musste ich jedoch feststellen, dass Georges Duroy der herzloseste, räuberischste und heuchlerischste Bösewicht von allen dreien ist. Da es sich bei diesem Roman um ein realistisches Werk des 19. Jahrhunderts handelt, behandelt er Themen, die ebenso aktuell wie historisch sind. Er regt zum Nachdenken an über den Zusammenhang zwischen dem ungezügelten Kapitalismus von heute und der Skrupellosigkeit der Gesellschaft.

    29. Juli 2025

  • luthienne.art
    luthienne.art

    322 Follower

    4,0

    It's been a long time since I was so angry with a man. Walking red flag.. Great book that shows many human negative facets.

    7. Aug. 2023

3 von 8 Rezensionen

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