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Romane

Bel-Ami

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Über das Buch

In dem Journalisten Georges Duroy – von den Frauen “Bell-Ami“ genannt – hat Maupassant den unvergänglichen Typus des großen Verführers und skrupellosen Karrieristen geschaffen. Der unaufhaltsame Aufstieg dieses Glücksritters ist zugleich der Kristallisationspunkt für ein mit souveräner Ironie gezeichnetes Sittenbild der sich entfaltenden modernen bürgerlichen Gesellschaft.

Editionen (36)

ISBN9783150096864
VerlagReclam, Philipp
Erscheinungsdatum31.01.86
Seitenzahl416

Rezensionen & Bewertungen

41 Bewertungen

8 Rezensionen

3,8

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  • jochenstein81
    jochenstein81

    71 Follower

    5,0

    Von ganz unten bis nach oben

    Ich bin durch Zufall auf das Buch gestoßen und hatte es schon länger in meiner Bibliothek. Angefangen zu lesen und was soll ich sagen? Es ist toll! Da ich es in Frankreich angefangen habe zu lesen, hat es gepasst. Es liest sich leichter als Proust und ist für alle etwas, die in die französische Literatur einsteigen wollen.

    11. Aug. 2025

  • Dies war mein erster Maupassant-Roman, und er beeindruckte mich als brillant erzählte Geschichte darüber, wie ein Journalist, der zum Parvenü wurde und aus einfachen Verhältnissen stammte, im Frankreich der Dritten Republik mit schäbigen Mitteln Status, Reichtum und Macht erlangte. In einem witzigen und knackigen Stil fließt die Geschichte flüssig dahin, während der Protagonist von einer einer Frau zur nächsten springt und jedes Mal mehr weltliche Vorteile wie Karriereaufstieg, soziale Anerkennung, Reichtum und Status sammelt. Seine einzige Waffe bei der Eroberung sind seine Jugend und sein hübsches Gesicht, daher sein Spitzname "Bel Ami", sowie ein Herz aus Stahl. Maupassant skizziert virtuos jeden seiner kalten, kalkulierten sozialen Aufstiegsversuche mit schmunzelnder Ironie, wobei er seinen eigenen höhnischen Spott über die bürgerlich-kapitalistische Unmoral und journalistische Farce der Pariser Gesellschaft kaum verbergen kann. Nachdem ich die ersten Kapitel gelesen hatte, dachte ich, dass der Protagonist Ähnlichkeit mit Eugene de Rastignac in Balzacs "Vater Goriot" und Julien Sorel in Stendhals "Rot und Schwarz" hat. Am Ende musste ich jedoch feststellen, dass Georges Duroy der herzloseste, räuberischste und heuchlerischste Bösewicht von allen dreien ist. Da es sich bei diesem Roman um ein realistisches Werk des 19. Jahrhunderts handelt, behandelt er Themen, die ebenso aktuell wie historisch sind. Er regt zum Nachdenken an über den Zusammenhang zwischen dem ungezügelten Kapitalismus von heute und der Skrupellosigkeit der Gesellschaft.

    29. Juli 2025

  • luthienne.art
    luthienne.art

    322 Follower

    4,0

    It's been a long time since I was so angry with a man. Walking red flag.. Great book that shows many human negative facets.

    7. Aug. 2023

3 von 8 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Guy de Maupassant

Guy de Maupassant (5.8.1850 Schloss Miromesnil, Tourville-sur-Arques, Normandie – 6.7.1893 Paris) ist einer der beliebtesten französischen Novellisten des Französischen Naturalismus. Er kämpft im Deutsch-Französischen Krieg und beendet hierfür ein Jurastudium. In der kurzen Zeit seines literarischen Schaffens schreibt er beinahe 300 Novellen und mehrere Romane. Die Inspirationen zu seinen Milieustudien bezieht Maupassant quasi aus nächster Nähe: Er war bekannt für sein ausschweifendes und verschwendungssüchtiges Leben. 1877 steckt er sich mit Syphilis an. Die Symptome versucht der Schriftsteller mit massivem Drogenkonsum zu kompensieren. Nach einem Zusammenbruch am Neujahrsabend 1892 und einem missglückten Selbstmordversuch kommt er in psychiatrischen Gewahrsam. 18 Monate später stirbt Maupassant in geistiger Umnachtung. Kernthema Maupassants ist die Offenlegung gesellschaftlicher Missstände: Bereits mit seinem ersten durchschlagenden Erfolg – der Novelle »Boule de suif« (dt. »Fettklößchen«) – stellt Maupassant der ehrlichen (und etwas korpulenten) Prostituierten »Boule de suif« ein in Selbstherrlichkeit versinkendes und verlogenes französisches Bürgertum entgegen. In »Bel-Ami« lässt Maupassant den mittellosen und wenig talentierten Unteroffizieren Georges Duroy auf unehrliche Weise an die Spitze der Gesellschaft aufsteigen.

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