Blick ins Buch

Romane

Amerika

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Über das Buch

»Kafka erscheint uns rätselhaft, dabei schreibt er doch eigentlich in einer schlichten Prosa, seine Schilderungen sind präzise, seine Personen reden in einfachen Worten und es wird weder um das, was sie tun, noch um das, was sie reden, noch um das, was ihnen zustößt, ein großes Gewese gemacht. Aber wir verstehen nicht. Oder glauben, nicht zu verstehen. […] Vielleicht sollte man Kafka anders lesen, nämlich ohne Reserve und ohne interpretatorische Ambitionen. So wie wir mittlerweile in der Malerei dreibeinige Pferde oder blaue Bäume hinnehmen können und auch atonale Musik und Wuppertaler Tanztheater: Wie es gerade kommt. Amerika wäre dafür ein guter Einstieg, denn man kann das Buch auch fröhlich als Abenteuerroman lesen, in dem zwar sprachlich immer mal wieder die Perspektiven verrutschen, der eine Satz dem anderen widerspricht, Überdeutlichkeit mehr zur Vernebelung als zur Aufklärung beiträgt, aber was soll‘s, die Geschichte ist gut und man will wissen wie es weitergeht, und es geht immer weiter, weil Karl Rossmann ein wackerer Held ist, der alles Mögliche tut, bloß nicht lockerlassen.« Sven Regener

Editionen (13)

ISBN9783864841033
Verlagtacheles!
Erscheinungsdatum25.09.14

Rezensionen & Bewertungen

46 Bewertungen

3 Rezensionen

3,5

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  • kingofmusic
    kingofmusic

    224 Follower

    5,0

    Kafka at his best - bezogen auf die Romane! 😎

    Auch der dritte Roman von Kafka (oder der erste der „Trilogie der Einsamkeit“ (Max Brod) im Verbund mit „Der Prozess“ und „Das Schloss“) ist nun beendet. Auch dieser (leider unvollendete) Roman trieft vor Verachtung oder „sich lustig machen“ gegenüber unnötiger Bürokratie (leider hat sich daran bis heute nichts geändert) – Kafka als Versicherungsbeamte musste es schließlich wissen *g*. Genauso wenig fehlt Kafka´s beißender Humor, der auch gerne mal ins slapstickmäßige driftet (womit der Verfasser dieser Zeilen keine Probleme hat ha ha ha), der kritische Blick auf gesellschaftliche Themen der Zeit, der Blick auf das Individuum in einer immer mehr auf das eigene Ich bezogenen Gesellschaft (man könnte Kafka glatt als Hellseher ansehen – ein Blick in die heutige Gesellschaft reicht…) – es ist alles da, was man von Kafka erwartet. Daher auch 5* - war klar, oder!? *g*.

    6. März 2026

  • sirreadalot
    sirreadalot

    7 Follower

    3,0

    Nicht mein liebster bisheriger Kafka. Lediglich die Abschnitte zum Naturtheater von Oklahoma fand ich wirklich gut und in dem Stil, den ich aus dem Prozess oder der Verwandlung kenne und schätze.

    1. Juni 2024

  • ennaaaa
    ennaaaa

    3 Follower

    3,0

    unfassbar tolle schreibweise; handlung zieht sich aber teils unnötig in die länge

    13. Jan. 2025

Autorin / Autor

Über Franz Kafka

Franz Kafka (1883-1924), der einsame und unverstandene Einzelgänger, hat wie kein Zweiter die deutschsprachige Literatur des 20. Jahrhunderts geprägt. In einzigartiger Weise thematisierte er die vielfältigen Ängste der Menschen: in einer Sprache, die an Klarheit nicht zu übertreffen ist und die stets in unüberwindlichem Gegensatz zur thematischen Undurchschaubarkeit steht.

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