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Krimis

Das Mädchen und der Totengräber (Die Totengräber-Serie 2)

4,3(141)
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Über das Buch

Geht in Wien ein tödlicher Fluch um?

Wien 1894: Totengräber Augustin Rothmayer wird von Inspektor Leopold von Herzfeldt um einen ungewöhnlichen Gefallen gebeten: Der kauzige Totengräber vom Wiener Zentralfriedhof, der jede Spielart des Todes kennt, soll ihm alles über das Konservieren von Verstorbenen erzählen. Es geht um Leopolds neuen Fall: Im Kunsthistorischen Museum wurde ein Sarkophag mit einer Leiche gefunden. Doch es handelt sich nicht um eine jahrtausendealte Mumie. Der Tote ist ein berühmter Professor für Ägyptologie, dessen Leichnam erst vor Kurzem nach altem Ritus präpariert wurde. Schnell wird spekuliert, der Professor sei einem uralten Fluch zum Opfer gefallen. Doch weder Rothmayer noch von Herzfeldt glauben an eine übersinnliche Erklärung. Sie sind sich sicher: Es war Mord!

Sprecher Hans Jürgen Stockerl macht den zweiten Teil der Totengräber-Serie zu einem packenden Hörerlebnis.

Editionen (5)

ISBN9783844930610
VerlagHörbuch Hamburg
Erscheinungsdatum31.03.22

Rezensionen & Bewertungen

141 Bewertungen

31 Rezensionen

4,3

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  • kapitelderzeiten
    kapitelderzeiten

    123 Follower

    4,5

    Historische Roman mit Ägypten, feeling und einem Mörder. Der Bienen im 19. Jahrhundert in Angst und Strecken versetzt

    Wow – was für ein Buch! Oliver Pötsch hat es wieder geschafft, mich komplett in seinen Bann zu ziehen. "Das Mädchen und der Totengräber" ist nicht einfach nur ein historischer Krimi – es ist ein fesselndes Stück Literatur, das mich wie ein düsterer Nebel umhüllt hat, aus dem ich kaum auftauchen wollte. Schon der Einstieg mit den Auszügen aus Augustin Rothenbachers neuem Werk war genial. Diese fiktiven wissenschaftlichen Texte geben der Geschichte Tiefe und eine besondere Note – wie Gewürze in einem guten Gulasch. Ich liebe diesen Totengräber vom Wiener Zentralfriedhof! Er ist mehr als ein skurriler Nebendarsteller – er ist Herz, Humor und Menschlichkeit in Person. Seine Zuneigung zu dem weißen Kind rührt mich jedes Mal, und sein ständiger Rückhalt für Leopold von Herzfeld zeigt, dass hier echte Freundschaft wächst. Leopold selbst – immer noch klug, neugierig, manchmal ein wenig unbeholfen – scheint nun endlich zu begreifen, dass er im Totengräber einen wahren Freund hat. Aber dann ist da noch dieser Kollege… Seine antisemitischen Bemerkungen brennen wie kleine Nadelstiche in meinem Kopf. Ich weiß noch nicht, wie ich ihn einordnen soll. Vielleicht bleibt er bewusst ambivalent – wie ein Schatten im Flur, der nie ganz ins Licht tritt. Das Setting? Atemberaubend. Wien – düster, geheimnisvoll, gefährlich. Und dann dieser Hauch von Ägypten, der sich durch die Geschichte zieht! Mumien, Papyri und uralte Rätsel – genau mein Ding! Und die Spannung? Pötsch schraubt sie wie ein Uhrmacher an der großen Katastrophe – immer fester, immer präziser. Wird Leopold den unheimlichen Wort-Fall lösen können, der ganz Wien erschüttert? Ich weiß es nicht – aber ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Fazit: Ein atmosphärischer, klug konstruierter Krimi mit Herz, Verstand – und einem Totengräber, der lebt. Ganz große Leseempfehlung! 5 von 5 Grablichtern!

    22. Apr. 2025

  • hansdampf
    hansdampf

    200 Follower

    4,0

    Historische Krimireihe Zentralfriedhof, Kanalsystem, Prater und Nobelviertel sind die Schauplätze unterschiedlichster kurioser Verbrechen. Ein deutschsprachiger Kommissar ermittelt in Wien Ende des 19. Jahrhunderts. Unterstützt wird er dabei von seiner Geliebten, einer Tatort-Fotografin, dem Totengräber vom Zentralfriedhof und dessen Findelkind. Im zweiten Band ist die Mumie erstaunlich frisch. Kurzweilige Lektüre

    19. März 2026

  • buchstabe
    buchstabe

    24 Follower

    4,0

    Unterhaltsam, aber etwas Geduld ist gefragt

    Zurück nach Wien, Ende 19. Jahrhundert. Wieder begleiten wir Leopold von Herzfeldt durch die Abgründe der Wiener Gesellschaft. Es stirbt ein anerkannter, wenn auch etwas skurriler, Ägyptologe - ein Wissenschaftler einer hoch aktuellen und gehypten Wissenschaft um die Jahrhundertwende. Das merkt man auch; dies wird der Leserschaft einfach mitgegeben und ab und an auch direkt präsentiert. Man begegnet Fachleuten und Laien zu diesem Thema. Doch irgendwie geht es kaum darum - leider. Man bewegt sich davon weg, wird mit einem brutalen Serienmörder konfrontiert und hetzt mit Leo quer durch Wien. Julia, Tatortfotografin, ist somit Kollegin, aber im Speziellen in einer Beziehung mit dem Inspektor. Dort kriselt und „menschelt“ es jedoch. Für meinen Geschmack kommt allerdings der Titelgeber - der Totengräber Rothmayer - viel zu kurz. Daher habe ich auch etwas in der Bewertung abgezogen. Mehr möchte ich zu diesem Krimi inhaltlich nicht schreiben, da wirklich jede Spur, jeder Hinweis und jeder noch so kleine Moment für den Plot wichtig sind. Doch was mich im Besonderen fasziniert hat, ist der geschickte Einbau der wachsenden Diskriminierung (immer verbunden mit sensationslüsternder Neugierde) in dieser Geschichte. Vorurteile gegenüber Juden, Angehöriger afrikanischer Völker, Frauen, Homosexuellen, Personen aus anderen Ländern sowie Städten, Herabsetzung von Menschen anderer Milieus usw. tauchen überall auf. Jede Figur ist davon betroffen, trägt diese auch in sich - mal mehr, mal weniger, mal selbstreflexiv, mal ignorant. Gerade die Alltäglichkeit dieses Verhaltens, eingebunden in diese Geschichte, hat mir immer wieder einen Schauer über den Rücken laufen lassen. Auch wenn alles in einer anderen Zeit spielt, gibt es im Plot, in dem Verbrechen, aber auch in dem Verhalten und Denken der Figuren so viele Gegenwartsbezüge, dass dieses Buch nicht nur Unterhaltung, sondern auch ein Denkanstoß sowie eine Warnung ist.

    8. Okt. 2024

3 von 31 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 327%
kapitelkautz
kapitelkautz1. Dez. 2025

Oh der zweite Band scheint genau so gut zu werden wie der erste Teil.

Autorin / Autor

Über Oliver Pötzsch

Oliver Pötzsch, Jahrgang 1970, war jahrelang Filmautor beim Bayerischen Rundfunk und lebt heute als Autor in München. Seine historischen Romane haben ihn weit über die Grenzen Deutschlands bekannt gemacht: Die Bände der »Henkerstochter«-Serie sind internationale Bestseller und wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt.Hans Jürgen Stockerl, geboren 1958, studierte an der Neuen Münchner Schauspielschule. Er ist auf verschiedenen Theaterbühnen und in Film und Fernsehen zu sehen. Als Hörbuchsprecher kennt ihn das Publikum aus zahlreichen Radiohörspielen oder durch seine Interpretation von Romanen, Spannungstiteln und Klassikern von Friedrich Ani über Nicola Förg bis hin zu Clemens Brentano.

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