Blick ins Buch

Romane

Tabu

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Über das Buch

Sebastian von Eschburg verliert als Kind durch den Selbstmord seines Vaters den Halt. Er versucht sich durch die Kunst zu retten. Er zeigt mit seinen Fotografien und Videoinstallationen, dass Wirklichkeit und Wahrheit verschiedene Dinge sind. Es geht um Schönheit, Sex und die Einsamkeit des Menschen. Als Eschburg vorgeworfen wird, eine junge Frau getötet zu haben, übernimmt Konrad Biegler die Verteidigung. Der alte Anwalt versucht dem Künstler zu helfen - und damit sich selbst.

Ferdinand Schirach schreibt über ein aktuelles gesellschaftliches Thema, das den Leser zwingt, grundsätzliche Entscheidungen zu treffen. Aber dieses Buch ist viel mehr: Schirach hat den Roman eines Lebens geschrieben, lakonisch, poetisch, berührend.

Hier geht's zur Buchausgabe von "Tabu" bei Piper.de

Editionen (8)

ISBN9783844908619
VerlagOSTERWOLDaudio
Erscheinungsdatum11.09.13

Rezensionen & Bewertungen

622 Bewertungen

72 Rezensionen

3,9

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  • ni.kaa
    ni.kaa

    267 Follower

    4,0

    Ich habe mich etwas in der Geschichte verlaufen.

    Die Bücher von von Schirach sind in meinen Augen wirklich toll. Nicht ohne Grund suchte ich diese im Moment durch und habe vor sie alle zu lesen. Genau wie auch dieses. Ich habe mir nicht vorstellen können in welche Richtung es gehen könnte, hatte aber dennoch hohe Erwartungen. Mit 255 Seiten gehört dieses Buch zu den eher dickeren Büchern des Autors. Es geht um das Lebe von Sebastian von Escheburg. Es geht um seine Vernachlässigung in der Kindheit, das Erwachsenwerden in jungen Jahren und sein Weg in ein stabiles Leben. Zwischendurch soll er eine junge Frau ermordet haben. Deswegen steht es vor Gericht. Grundsätzlich ist diese Geschichte echt gut gemacht. Trotz dessen, dass dieses Buch nur 255 Seiten hat, habe ich mich trotzdem ab einem gewissen Punkt in dieser Geschichte verlaufen. Es ging nicht so leicht von der Hand, wie die anderen Bücher des Autors. Vielleicht war diese Geschichte nicht so ganz mein Fall, dachte ich mir dann. Doch wenn man irgendwann diesen Abschnitt überwunden hatte und bei dem Verbrechen angekommen war, war ich irgendwie froh über diesen Abschnitt der etwas müßig war. Und das Ende? Das war so gut. Ich wusste, wie schon gesagt, nicht auf was ich mich einlasse. Aber am Ende ergab alles Sinn, naja fast. Ich habe das mit der Nachbarin bis heute nicht verstanden 😂 Ich mochte das Buch, würde es aber als gelesen abhacken und wahrscheinlich nicht nochmal lesen. Nicht wie die anderen Bücher des Autors, die man immer wieder lesen kann.

    4. Mai 2026

  • leseeul
    leseeul

    173 Follower

    5,0

    Sehr lesenswert und tiefgründig wie alle Werke von Ferdinand von Schirach

    Tabu - ist ein Roman, der ein Krimi sein könnte aber eher eine Parabel zum Thema Abgründe der menschlichen Spezies ist. Der Fotokünstler Sebastian von Eschburg soll einen Mord begannen haben, aber es gibt weder eine Leiche noch war das das Geständnis freiwillig. Mehr über dir Geschichte zu sagen ist extrem schwierig, um nicht zu spoilern. Die Charakter des Romans sind sehr präzise und psychologisch raffiniert beschrieben. Das Buch liest sich sehr schnell. Für mich war Tabu ein Hochgenuss von der ersten bis zu letzten Seite.

    6. März 2026

  • celinat
    celinat

    203 Follower

    Wie immer wirklich gelungen. Von Schirach bringt mich jedes Mal dazu, alles was ich glaube in Frage zu stellen und die Dinge neu zu beleuchten.

    31. Juli 2025

3 von 72 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Ferdinand von Schirach

Der SPIEGEL nannte ihn einen »großartigen Erzähler«, die NEW YORK TIMES einen »außergewöhnlichen Stilisten«, der INDEPENDENT verglich ihn mit Kafka und Kleist, der DAILY TELEGRAPH schrieb, er sei »eine der markantesten Stimmen der europäischen Literatur«. Ferdinand von Schirachs Erzählungsbände »Verbrechen« und »Schuld« und seine Romane »Der Fall Collini« und »Tabu« wurden zu millionenfach verkauften internationalen Bestsellern, die bisher in mehr als 40 Ländern erschienen sind. Sein erstes Theaterstück »Terror« wurde parallel am Deutschen Theater Berlin und am Schauspiel Frankfurt uraufgeführt. Schirach wurde mit mehreren – auch internationalen – Literaturpreisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Kleist-Preis. Seinen Erfolg erklärt die französische LIBÉRATION so: »Schirachs Meisterleistung ist, uns zu zeigen, dass – egal wie monströs dessen Taten zunächst scheinen mögen – ein Mensch doch immer ein Mensch ist.« Ferdinand von Schirach lebt in Berlin.

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