Ich sehe was, was du nicht siehst, und das wird wahr
Als Kind hat Julian manchmal Visionen. Da tragen manche seiner Klassenkameraden merkwürdige Marker im Gesicht oder am Körper, die nur er sehen kann und die ihm allesamt Angst einjagen. Die rote Wolke zum Beispiel, die immer Verenas Beine verdeckt. Oder die fahlgrauen Nebel, die aus Lars' Augen fließen. Aber seit Julian die richtigen Medikamente nimmt, ist das Problem verschwunden. Das waren nur Fehlschaltungen im Hirn, sagt seine Therapeutin. Bedeutungslose Trugbilder.
Bei einem Klassentreffen Jahre später trifft Julian Verena wieder. Ein Schock: Das früher so sportliche Mädchen sitzt im Rollstuhl. Als er nachforscht, stellt er fest, dass auch anderen »markierten« Personen Schlimmes zugestoßen ist. Zufall? Waren seine Trugbilder tatsächlich so bedeutungslos? Oder war er imstande, Schatten zu sehen, die die Zukunft vorauswirft?
Mega! Bis jetzt auf jeden Fall mein Lieblingsbuch von Ursula Poznanski!
Ich fande es tatsächlich besser als Erebos, und ich würde es definitiv jedem empfehlen, der Erebos auch so geliebt hat, wie ich.
30. Nov. 2025
4,5
Mega! Bis jetzt auf jeden Fall mein Lieblingsbuch von Ursula Poznanski!
Ich fande es tatsächlich besser als Erebos, und ich würde es definitiv jedem empfehlen, der Erebos auch so geliebt hat, wie ich.
Ursula, ach Ursula, da bin ich aber Besseres von dir gewohnt. Das war nix für mich.
Ich hatte mich echt auf das Buch gefreut, da die Geschichte vom Klappentext her sehr interessant und spannend klang. Leider fand ich nur Langeweile und Marzipan 🙈
Es geht um Julian, der als Kind schon so genannte Marker auf Menschen sehen konnte. Daraufhin wurde er schwer traumatisiert psychologisch behandelt. Dank Therapie und Tabletten, sieht er jetzt nur noch die normale Welt und er möchte endlich der elterlichen Fürsorge entkommen und zieht aus um studieren zu gehen. Er findet dann nach und nach heraus, was seine damalige Wahrnehmung zu bedeuten hat und löst dadurch eine Kette von Ereignissen aus.
Erst einmal kann ich ja verstehen, dass Julian noch unter den früheren Erfahrungen leidet. Aber ich habe das so verstanden, dass er schon länger in Behandlung ist und ich finde mit 19 Jahren und jahrelanger Therapie hätte Frau Poznanski seinen Charakter etwas stabiler und weniger weltfremd gestalten können. Ja, es soll seine Verletzlichkeit und Unsicherheit dargestellt werden, die fand ich aber gerade schwer auszuhalten. Er ist so unbeholfen und sozial eingeschränkt, dass ich kein Mitleid mit ihm habe, sondern ihn schütteln möchte, damit er seinen Allerwertesten hoch bekommt. Ja, er entwickelt sich in der Geschichte weiter, aber trotzdem sind sein Verhalten, seine Kommunikation, seine Gedanken mir irgendwie oft fremd geblieben.
Dann die Marker und ihr Sinn. Ganz ehrlich in 19 Jahren hat Julian nicht einmal erlebt, dass ein Mensch mit Markern etwas widerfahren ist, dass den Stellen der Marker entspricht? Das soll ich glauben? Und erst beim Klassentreffen zieht er die richtigen Schlüssel? Sehr unglaubwürdig.
Und dann die Reaktion der Menschen auf seine Fähigkeiten? Reagieren Menschen echt so? Weiß ich nicht, kann ich nicht nachvollziehen, vor allem das Verhalten von Lars war so over the top.
Dann der Showdown mit dem Schiff, der ging so gar nicht. Ich habe ständig die Augen beim Lesen verdreht, tat schon weh.
Und was mich am meisten gestört hat, es gibt keine Erklärung oder Auflösung des Phänomens. Nicht mal die Art der einzelnen Marker wird richtig erklär oder die Sache mit seiner Oma, die immerAndeutungen gemacht und ihn mit Marzipan gefüttert hat, da bleibt ja auch keine Zeit zu, denn am Ende ist die Gabe von Julian einfach weg. Ende aus.
Noch nie hat mich ein Buch von Ursula Poznanski so enttäuscht zurück gelassen und ich fand "Die Burg" schon nicht so toll. Ich hoffe, dass nächste Buch von ihr kann mich wieder begeistern, wäre sonst schade.
13. Nov. 2024
2,0
Ursula, ach Ursula, da bin ich aber Besseres von dir gewohnt. Das war nix für mich.
Ich hatte mich echt auf das Buch gefreut, da die Geschichte vom Klappentext her sehr interessant und spannend klang. Leider fand ich nur Langeweile und Marzipan 🙈
Es geht um Julian, der als Kind schon so genannte Marker auf Menschen sehen konnte. Daraufhin wurde er schwer traumatisiert psychologisch behandelt. Dank Therapie und Tabletten, sieht er jetzt nur noch die normale Welt und er möchte endlich der elterlichen Fürsorge entkommen und zieht aus um studieren zu gehen. Er findet dann nach und nach heraus, was seine damalige Wahrnehmung zu bedeuten hat und löst dadurch eine Kette von Ereignissen aus.
Erst einmal kann ich ja verstehen, dass Julian noch unter den früheren Erfahrungen leidet. Aber ich habe das so verstanden, dass er schon länger in Behandlung ist und ich finde mit 19 Jahren und jahrelanger Therapie hätte Frau Poznanski seinen Charakter etwas stabiler und weniger weltfremd gestalten können. Ja, es soll seine Verletzlichkeit und Unsicherheit dargestellt werden, die fand ich aber gerade schwer auszuhalten. Er ist so unbeholfen und sozial eingeschränkt, dass ich kein Mitleid mit ihm habe, sondern ihn schütteln möchte, damit er seinen Allerwertesten hoch bekommt. Ja, er entwickelt sich in der Geschichte weiter, aber trotzdem sind sein Verhalten, seine Kommunikation, seine Gedanken mir irgendwie oft fremd geblieben.
Dann die Marker und ihr Sinn. Ganz ehrlich in 19 Jahren hat Julian nicht einmal erlebt, dass ein Mensch mit Markern etwas widerfahren ist, dass den Stellen der Marker entspricht? Das soll ich glauben? Und erst beim Klassentreffen zieht er die richtigen Schlüssel? Sehr unglaubwürdig.
Und dann die Reaktion der Menschen auf seine Fähigkeiten? Reagieren Menschen echt so? Weiß ich nicht, kann ich nicht nachvollziehen, vor allem das Verhalten von Lars war so over the top.
Dann der Showdown mit dem Schiff, der ging so gar nicht. Ich habe ständig die Augen beim Lesen verdreht, tat schon weh.
Und was mich am meisten gestört hat, es gibt keine Erklärung oder Auflösung des Phänomens. Nicht mal die Art der einzelnen Marker wird richtig erklär oder die Sache mit seiner Oma, die immerAndeutungen gemacht und ihn mit Marzipan gefüttert hat, da bleibt ja auch keine Zeit zu, denn am Ende ist die Gabe von Julian einfach weg. Ende aus.
Noch nie hat mich ein Buch von Ursula Poznanski so enttäuscht zurück gelassen und ich fand "Die Burg" schon nicht so toll. Ich hoffe, dass nächste Buch von ihr kann mich wieder begeistern, wäre sonst schade.
Die Geschichte gefällt mir bis jetzt gut. Sehr interessant.
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Autorin / Autor
Über Ursula Poznanski
Ursula Poznanski, 1968 in Wien geboren, veröffentlicht seit 2003 Kinder- und Jugendbücher. Für »Die allerbeste Prinzessin« erhielt sie den Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Wien 2005 und stand auf der Auswahlliste für den Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis. Sie lebt mit ihrer Familie im Süden von Wien. Ihr Cyberthriller »Erebos« wurde von der Jugendjury mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2011 ausgezeichnet. Ende 2011 erschien ihr zweiter Jugendroman, der Thriller »Saeculum«. Es folgten »Layers« (2015), »Elanus« (2016), »Aquila« (2017), »Thalamus« (2018), »Erebos 2« (2019), »Cryptos« (2020), »Shelter« (2021), »Oracle« (2023), »Scandor« (2024) und »Erebos 3« (2025).